To attend in Bochum: Mediterranean Studies

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From Area to Global Studies? Zur Zukunft der regionalwissenschaftlichen Forschung

Podiumsdiskussion am 09.03.2018: Öffentliche Podiumsdiskussion des Zentrums für Mittelmeerstudien und des DFG-Netzwerks "Modernes Mittelmeer: Dynamiken einer Weltregion 1800-2000"

Datum: 9. März 2018
Beginn: 15.00 Uhr
Ort: Zentrum für Mittelmeerstudien


Um verbindliche Anmeldung per e-mail bis 6.3.2018 wird gebeten:
mittelmeerstudien@rub.de

 

Die Area Studies stehen vor neuen Herausforderungen [1]. Im Lichte aktueller Debatten über transregionale Studien und Globalgeschichte wirkt der ursprüngliche regionalwissenschaftliche Ansatz, distinkte Regionen vorauszusetzen, um sie isoliert voneinander oder bestenfalls vergleichend zu betrachten, überholt. Derzeit widmen sich Area Studies daher immer häufiger den Mobilitätsformen und den fluvialen, maritimen und terrestrischen Verbindungen zwischen ‚Weltregionen‘. Area Studies werden so zu Global Studies.

Allerdings birgt dieser Trend auch Risiken. Zum einen gibt es seitens der Politik, der Medien und der Öffentlichkeit wachsenden Bedarf an regionalwissenschaftlicher Expertise. Dies gilt insbesondere für den Mittelmeerraum und seine Teilregionen Südeuropa, Nordafrika und Naher Osten. Zum anderen liefern Area Studies auch der Wissenschaft nach wie vor unverzichtbare Grundlagen für komparative, verflechtungs- und globalhistorische Analysen sowie für interdisziplinäre Fragestellungen und Perspektiven.

Die Regionalwissenschaften stehen somit vor einer doppelten
Herausforderung: Einerseits dürfen sie nicht geographisch beliebig werden und müssen sich für die Intensivierung und die institutionelle Stärkung regionalwissenschaftlicher Forschung einsetzen. Andererseits dürfen sie ihre Untersuchungsräume nicht isoliert oder statisch denken, sondern als dynamische Kontaktzonen mit je nach Kontext und Fragestellung fließenden Grenzen.

Hierüber wollen wir im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit dem Islamwissenschaftler Stephan Conermann (Bonn), dem Historiker Matthias Middell (Leipzig) und dem Anthropologen Martin Zillinger (Köln) sprechen. Moderation: Manuel Borutta und Markus Koller (Bochum).

Die Podiumsdiskussion ist Teil des 1. DFG-Netzwerktreffens "Modernes
Mittelmeer: Dynamiken einer Weltregion 1800-2000". Sie ist öffentlich.
Um verbindliche Anmeldung per e-mail bis 6.3.2018 wird gebeten:
mittelmeerstudien@rub.de.

Nähere Informationen:
DFG-Netzwerk „Modernes Mittelmeer: Dynamiken einer Weltregion 1800-2000“

[1] Siehe dazu etwa das H-Soz-Kult Diskussionsforum: „Außereuropäische Geschichte“, „Globalgeschichte“, „Geschichte der Weltregionen“? Neue Herausforderungen und Perspektiven, in: H-Soz-Kult, 07.11.2017, ."

 

More info:

http://www.zms.ruhr-uni-bochum.de/aktuelles/2018/news00055.html.de