KONF: Writing in Residence: Globale Literaturproduktion in deutschen Residenzprogrammen, online (4.-5.3.2022)

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"Deutschland gehört weltweit zu den engagiertesten Betreibern internationaler Künstlerresidenzen im In- und Ausland", so heißt es in der Selbstdarstellung des "Arbeitskreises deutscher internationaler Residenzprogramme". Angesprochen sind hier Einrichtungen wie die Villa Massimo in Rom, die Villa Aurora in Los Angeles, die Villa Kamogawa in Kyoto und viele andere. Zusammen bilden sie ein globales, von Akteuren wie dem Auswärtigen Amt und dem Goethe-Institut koordiniertes Netzwerk, das Funktionen sowohl in der Kunstförderung als auch in der Außenkulturpolitik erfüllt oder erfüllen soll.

Welche Ziele verfolgen die deutschen Residenzprogramme im Ausland? Nach welchen Kriterien fördern sie Literatur? Und welche Wirkungen hat diese Förderung auf die Formen der Literatur und des Literaturbetriebs? Die Tagung beleuchtet diese Fragen in einem breiten Spektrum von politikwissenschaftlichen, kultursoziologischen und literatur- bzw. theaterwissenschaftlichen Ansätzen und mit Fallstudien aus vielen Teilen der Welt. Neben Vorträgen umfasst sie Diskussionsrunden mit Teilnehmer*innen aus Literatur, Wissenschaft, Kulturförderung und Kritik.

Die Tagung wird online über die Plattform Cisco Webex Meetings veranstaltet. Für den Erhalt der Zugangsdaten melden Sie sich bitte bis zum 1. März 2022 an unter: a.ksenofontova@fu-berlin.de.

Programm

Freitag, 4. März 2022

11:00-11:30 | Begrüßung und Einleitung. Jutta Müller-Tamm (Freie Universität Berlin), Stefan Keppler-Tasaki (The University of Tokyo)

Moderation: Stefan Keppler-Tasaki

11:30-12:15 | Wolfgang Schneider (Universität Hildesheim): Residenzen als kulturpolitischer Auftrag. Aus den Diskursen um Ziele und Kriterien der Förderung

Moderation: Alexandra Ksenofontova (Freie Universität Berlin)

14:15-15:00 | Johannes Crückeberg (Leibniz Universität Hannover): Deutsche Residenzprogramme im Ausland. Zwischen individueller Künstler:innenförderung und außenpolitischer Zielvorstellung

15:00-15:45 | Clara Herrmann (Akademie der Künste Berlin): Communities on the Web – Digitale Künstlerresidenzen

Moderation: Jutta Müller-Tamm

16:15-17:00 | Kevin Vennemann (Scripps College, Claremont): Der künstlerische Arbeitsplatz im unfreiwilligen und freiwiligen Exil

19:00-20:30 | Diskussionsrunde im LCB und per Live Streaming mit Jan Brandt, Katja Lange-Müller und Leif Randt

 

Samstag, 5. März 2022

Moderation: Till Kadritzke (Freie Universität Berlin)

10:00-10:45 | Shukla Sawant (Jawaharlal Nehru University, Delhi): German and Indian Residencies for Artists

10:45-11:30 | Ameet Parameswaran (Jawaharlal Nehru University, Delhi): Cold War Cultural Policy, Theatrical Worlding and Collaboration: Situating Hansgünther Heyme's Intercultural Production Antigone in Calcutta (1979)

11:30-12:15 | Yuji Nawata (Chuo University, Tokyo): Wandern, wohnen, wiederkommen. Deutsche Schriftsteller:innen in Japan

Moderation: Samira Spatzek (Freie Universität Berlin)

14:15-15:00 | Paweł Zajas (Adam-Mickiewicz-Universität, Poznań): Muße und Kulturpolitik. Deutsche Schriftsteller in der Villa Massimo (1957–1970)

15:00-15:45 | Valentina Di Rosa (Università L'Orientale, Neapel): Italienische Reisen der Gegenwart. Literatur und Literaturpolitik der Deutschen Akademie Villa Massimo seit 2000

Moderation: Stefan Keppler-Tasaki

16:15-17:00 | Friedhelm Marx (Otto-Friedrich-Unversität Bamberg): „von meinem fenster aus steht alles offen“. Jan Wagners Sonette und „Postkarten“ aus Kalifornien

19:00-20:30 | Diskussionsrunde im LCB und per Live Streaming mit Elke aus dem Moore, Lothar Müller, Michelle Müntefering und Caroline Robertson-von Trotha

 

Tagung des Projekts »Writing Berlin« und der Research Area 4 »Literary Currencies« des Exzellenzclusters »Temporal Communities: Doing Literature in a Global Perspective«. Organisation: Stefan Keppler-Tasaki und Jutta Müller-Tamm. Die Vorträge finden teils in deutscher, teils in englischer Sprache statt, die Podiumsdiskussionen im LCB findet in deutscher Sprache statt.

 

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Mark-Georg Dehrmann] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu