KONF: Klassenübergänge: Figurationen, Figuren und Narrative, Salzburg (21.10. - 22.10.2021)

Werner Michler's picture

Klassenübergänge: Figurationen, Figuren und Narrative

Tagung, 21.–22. Oktober 2021: W&K-Atelier / KunstQuartier, Bergstr. 12a, 5020 Salzburg, Österreich

Die Tagung an der Interuniversitären Einrichtung "Wissenschaft und Kunst" der Paris Lodron-Universität Salzburg und der Universität Mozarteum im Programmbereich Figurationen des Übergangs soll Beiträge aus Literaturwissenschaft und Soziologie zusammenbringen, um gemeinsam das im aktuellen medialen und akademischen Diskurs wieder sehr präsente Thema des Klassenwechsels – soziales Phänomen, (auto-)biographisches Motiv, Narrativ der ‚Politisierung des Selbst‘, nicht nur, aber insbesondere bei Intellektuellen und KünstlerInnen – in seinen medialen und literarischen Realisierungen zu diskutieren. Die neue Aufmerksamkeit auf dieses Biographem, angestoßen u.a. durch Didier Eribons Rückkehr nach Reims, verbindet sich mit dem erneuerten Interesse an sozialer Ungleichheit und Klassenkulturen, aber auch mit einem aktuellen Interesse an soziologischen und kulturwissenschaftlichen Methodenfragen. Insbesondere soll gefragt werden, wie literarische und soziologische Zugangsweisen und Leitsemantiken zur Konstitution und/oder Beschreibung des Phänomens zusammenwirken (können). Vor der Folie welcher Diskurs- und Literaturgeschichten ereignen sich und werden Klassenübergänge erfahren?

Konzept: Raffael Hiden/ Werner Michler

Information und Anmeldung: Silvia Amberger / Tel.: +43 662 8044 2377 / silvia.amberger@plus.ac.at / w-k.sbg.ac.at/figurationen-des-uebergangs

Hybridtagung, zur Teilnahme vgl.: w-k.sbg.ac.at/figurationen-des-uebergangs

Donnerstag, 21. Oktober 2021

9.30–9.45 Begrüßung: Raffael Hiden (Salzburg) und Werner Michler (Salzburg)

Panel I: Figurationen

9.45–10.30 Barbara Wolfram & Christina Wintersteiger (Wien): (NOT) ENTERING EVERY ROOM. Eine künstlerisch-wissenschaftliche Exploration zu (Klassen-)Scham

10.30–11.15 Sina Farzin (München): Ungleichheit erzählen. Die Ambivalenz von Subjektivität in soziologischen (Selbst)Beobachtungen

11.30–12.15 Carlos Spoerhase (Bielefeld): Der akademische Aufsteiger als literarische Sozialfigur

Panel II: Figuren

14–14.45 Tobias Schlechtriemen (Freiburg i.B.): Sozialfiguren als figurativer Fokus gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse

14.45–15.30 Il-Tschung Lim (Essen): Autosoziobiografisches Erzählen als „Method of Discovery“ und One-Hit-Wonder

16–16.45 Christine Magerski (Zagreb) / Christian Steuerwald (Bielefeld): Der Literat als Teil der neuen Mittelklasse? Zum Aufstieg des Schriftstellers in der Ästhetisierungsgesellschaft

16.45–17.30 Sandra Gugić (Berlin/Tel Aviv): Die soziale und die subjektive Wirklichkeit der Gegenwart und der Vergangenheit. Eine Annäherung über das Private, das Politische, die Sprache

Freitag, 22. Oktober 2021

Panel III: Narrative

10–10.45 Karl Wagner (Wien/Zürich): „von unten, von ganz unten“. Robert Walsers Jakob von Gunten und Der Aristokrat von Ernst Weiß

10.45–11.30 Paul Keckeis (Klagenfurt): Der „Stand der Standeslosen“: Klassenwechsel und soziale Desintegration um 1848

11.45–12.30 Gregor Schuhen (Koblenz-Landau): Coming of Age, Coming Out, Coming of Class. Der Fall Édouard Louis

 

 

________________________________________________________________________________________________________________

Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Constanze Baum] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu