KONF: Narrative und Metaphern zur Nachhaltigkeit - Perspektiven für den Unterricht in den sprachlichen Fächern (07.10. – 08.10.2021)

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Narrative und Metaphern zur Nachhaltigkeit - Perspektiven für den Unterricht in den sprachlichen Fächer

Aktualität und Brisanz des Themas des geplanten Symposiums sind offensichtlich: Die Menge der alarmierenden Meldungen von auftauenden Permafrostgebieten in Sibirien, abschmelzenden Gletschern und Polkappen, Waldbränden in Kalifornien oder des Verlustes von Tier- und Pflanzenarten ist ebenso evident wie bedrängend.

Aus dieser Entwicklung ergibt sich für den schulischen Unterricht die Notwendigkeit, den Themenbereich der Nachhaltigkeit zu durchdenken. In Anbetracht der Tatsache, dass menschliche Wahrnehmung und Kommunikation über Natur in einem reziproken Verhältnis stehen, ist eine wichtige Frage, wie über Nachhaltigkeit kommuniziert wird, welche Vorstellungen sich dahinter verbergen und wie das Sprechen über Umweltherausforderungen möglicherweise Handlungsoptionen beeinflusst. Handlungsbezogene Anschlussperspektiven auf der Ebene der Inhalte und Lernziele müssen entwickelt werden. Der Sprachunterricht wird damit zu einem wichtigen Akteur einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Im Rahmen des geplanten Symposiums soll es darum gehen, mit Blick auf den Unterricht in den schulischen Sprachfächern Fragen der ökologischen Nachhaltigkeit aus sprachlich-analytischer und aus handlungstheoretischer Perspektive mit Wissenschaftler*innen unterschiedlicher philologischer Disziplinen zu diskutieren. Eingeladen haben wir vor diesem Hintergrund Fachwissenschaftler*innen ebenso wie Fachdidaktiker*innen.

Wer teilnehmen möchte, wendet sich gerne an die Veranstalter_innen dorothee.meer[at]rub.de, sebastian.susteck[at]rub.de, judith.visser[at]rub.de

Nähere Informationen: Prof. Dr. Sebastian Susteck (rub.de)

 

Geplantes Programm:

Donnerstag, den 7. Oktober 2021

12.30 Uhr:

Intro

13.00-14.30 Uhr:

Hermine Penz: Sprache und Ökologie: Von ökokritischer Diskursanalyse zu Digital Storytelling im Sprachunterricht

Martin Reisigl: Der metaphorische Umgang mit der Klimakrise als sprachdidaktische Herausforderung für den schulischen Unterricht – Diskursanalytische Reflexionen

14.30-15 Uhr:

Pause

15 -17.15 Uhr:

Monika Wehrheim: ¿Es este el oro que comes? – Ressourcenraub versus Nachhaltigkeit als Thema kolonialzeitlicher Amerika-Chroniken

Elmar Schmidt: Umweltrisiken und Nachhaltigkeitsnarrative im peru-anischen Comic

Jan Scheitza/Judith Visser: “Contagiare le persone tramite la potenza delle note e delle parole”? Das Potenzial von Musikvideos für die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit im Italie-nischunterricht

17.15-17.30 Uhr:

Pause

17.30-18.15 Uhr:

Christian Hoiss: Der ökologische Fußabdruck im Deutschunterricht. Auf Spurensuche nach dem sprachdidaktischen Po-tenzial einer Metapher

 

Freitag, den 8. Oktober 2021

9.00-10.30 Uhr:

Dorothee Meer: Für die Umwelt machen wir uns gerne krumm (Edeka) – Narrative und Metaphern von Nachhaltigkeit in der Lebensmittelwerbung

Dietmar Osthus: patrimoine culturel et gastronomique oder épouvan-table cruauté? – Metaphorische Konzeptualisierungen und konkurrierende Argumentationsstrategien in der französischen Debatte um die Stopfleberproduktion

10.30- 11.00 Uhr:

Pause

11.00-12.30 Uhr: Sebastian Susteck: Unmögliche Idylle. B. Travens Erdölroman „Die weiße Rose“ und Narrative der Nachhaltigkeit im fossilen Zeitalter

Roman Bartosch: „Kreative Kommunikationen“ und nachhaltige Narrative: Scale, Latency, Entanglements

12.30-13.45 Uhr:

Martin Döring, Bastian Graf, Jennifer Fröhlich und Beate Ratter: From Climate Knowledge to Sustainable Climate Pro-tective Action: Creating Communities of Practice to ‘Ensocialise’ Climate Change

Ab 13:45 Uhr:

Auswertung, Perspektiven, Publikation


Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Johannes Schmidt] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu