KONF: Der Erste Weltkrieg in der Dramatik – deutsche und australische Perspektiven, Wuppertal (30.11.-02.12.2017)

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Der Erste Weltkrieg in der Dramatik – deutsche und australische Perspektiven
Internationale Tagung vom 30. Nov bis 2. Dez. 2017
 
Der Erste Weltkrieg wird häufig als »Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts« bezeichnet und damit als eines der prägenden Ereignisse der jüngeren Geschichte bewertet. Als globaler Krieg hat er Spuren auf der ganzen Welt hinterlassen und spielt in den verschiedensten national-kulturellen Erinnerungsdiskursen eine wesentliche Rolle. Zentraler Bestandteil dieser Diskurse sind jene Romane, Gedichte oder – historisch besonders wirkmächtig – Theaterstücke, die sich mit dem Kriegsgeschehen und dessen Auswirkungen auseinandersetzen.
 
Die Tagung konzentriert sich auf die Verarbeitung des Kriegsgeschehens im deutschsprachigen und australischen Drama, weil dem Ersten Weltkrieg eine vergleichbar große Relevanz im jeweiligen Identitätsdiskurs zukommt, er aber gleichzeitig eine ganz unterschiedliche Akzentuierung erfährt. Die Weltkriegsdramatik erscheint vor diesem Hinter-grund als idealer Gegenstand transnationaler komparatistischer Studien.
 
Während die Forschung längst maßgebliche Publikationen zum Weltkriegsroman und inzwischen auch zur Kriegslyrik vorgelegt hat, findet die Thematisierung des Ersten Weltkriegs und seiner Folgen in der Dramatik bisher nur punktuell literatur-wissenschaftliche Beachtung. Die Tagung liefert daher erste Ansätze zur Kartographierung und systematischen Diskussion der deutschen und australischen Dramatik zum Ersten Weltkrieg.
 
Veranstaltungsort:
Gästehaus der Bergischen Universität
Rainer-Gruenter-Straße 3
42119 Wuppertal
(Campus Freudenberg)

PROGRAMM

 
DONNERSTAG, 30.11.2017
 
15:00–15:30      
MICHAEL SCHEFFEL (Wuppertal)
Begrüßung
 
CHRISTIAN KLEIN (Wuppertal)
Einleitende Bemerkungen
 
15:30–16:30      
OLIVER JANZ (Berlin)
Der Erste Weltkrieg als globaler Krieg
 
16:30–17:00      
Kaffeepause
 
17:00–18:00      
JOHN CONNOR (Canberra)
First Wars and the First World War: Australian memory of conflict
 
 
FREITAG, 1.12.2017
 
9:30–10:15
EVA KRIVANEC (Weimar)
Kriegsbühnen – Theaterleben im Ersten Weltkrieg
 
10:15–11:00      
ANDREAS DORRER (Melbourne)
»Fluch allen, die den grausen Völkermord entfesselten!« Der Legitimationsdiskurs in Weltkriegsdramen bis 1918
 
11:00–11:30
Kaffeepause
 
11:30–12:15      
FRANZ-JOSEF DEITERS (Melbourne)
»Gegossen in den Schmelztiegeln der Groß-Industrie, gehärtet und geschweißt in der Esse des Krieges«. Erwin Piscator oder Geburt der Theateravantgarde in den Gräben des Ersten Weltkriegs
 
12:15–13:00      
DAGMAR HEISSLER (Wien)
»Das erste Kriegsdrama der Gefallenen«: Hans Chlumbergs Wunder um Verdun
 
13:00–14:30       
Mittagspause 
 
14:30–15:15      
DANIEL BECKER (Wuppertal)
»Book-learning! He bloody suffered, that man«: Experience, Knowledge and World War One Memories in the Plays of Sydney Tomholt and Alan Seymour
 
15:15–16:00      
GRAZYNA KRUPINSKA (Sosnowiec, Polen)
 Weibliche Perspektiven in Bertolt Brechts Trommeln in der Nacht
 
16:00–16:30       
Kaffeepause
 
16:30–17:15      
FRIEDERIKE EMONDS (Toledo, OH/USA)
Inszenierung weiblicher Erinnerung im Weimarer Nachkriegsdiskurs: Ilse Langners Theaterstück Frau Emma kämpft im Hinterland
 
17:15–18:00      
STEFAN NEUHAUS (Koblenz)
Der Große Krieg und die große Verunsicherung: Diskurse über Freiheit in Dramen Ernst Tollers, Ödön von Horváths und Bertolt Brechts
 
 
Samstag, 2.12.2017
 
9:00–9:45         
ANTONIUS WEIXLER (Wuppertal)
Schlachtbeschreibungen zwischen narrativer Mittelbarkeit und dramatischer Unmittelbarkeit
 
9:45–10:30        
BEATE NEUMEIER / DAVID KERN (Köln)
Tom Wrights Black Diggers – the untold story of WWI‘s black diggers remembered
 
10:30–11:00      
Kaffeepause
 
11:00–11:45      
FRANZISKA THIEL (Berlin/Fribourg)
Die letzen Tage der Menschheit – Karl Kraus’ Weltkriegsdramatik
 
11:45–12:30      
CHRISTIAN KLEIN (Wuppertal)
Die Weltkriegsdramatik in derTheaterkritik der Weimarer Republik
 
12:30–13:15      
Kaffeepause / Imbiss
 
13:15–14:00      
CHRISTIANE WELLER (Melbourne)
Weltkriegsdrama und Nationalsozialismus
 
14:00   
Abschlussdiskussion: Ergebnisse und Perspektiven 
 
im Anschluss:  
Wuppertal im Ersten Weltkrieg – Stadtführung mit Michael Okroy (Dauer ca. 90 Minuten)
 
 
Kontakt:
PD Dr. Christian Klein
Bergische Universität Wuppertal
Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften
Neuere deutsche Literaturgeschichte
Gaußstraße 20
42119 Wuppertal
Tel. 0202-439-3167
Sekr. 0202-439-3159