CFP: "Diskurs – multimodal", Universität Bremen (digital) (01.08.2021)

Simon Meier-Vieracker's picture

Diskurs – multimodal

10. Jahrestagung des Tagungsnetzwerks ‚Diskurs – interdisziplinär‘
Universität Bremen (digital)
18. – 19. November 2021

Organisation: John Bateman, Heidrun Kämper, Simon Meier-Vieracker, Ingo H. Warnke

Das Tagungsnetzwerk ‚Diskurs – interdisziplinär‘ bietet jährlich ein Forum, in dem die Perspektive ‚Diskurs‘ fachspezifisch und fachübergreifend, disziplinär, trans- und interdisziplinär reflektiert und diskutiert wird. Diese Idee setzt voraus, dass eine zentrale, die Kultur-, Sozial- und Geisteswissenschaften verbindende Aufgabe in der Beschreibung und Erklärung der Bedeutung von Diskursen und ihrer Funktionen in der Gesellschaft besteht.

Gegenstand der 10. Jahrestagung ist Multimodalität in ihren vielfältigen empirischen und theoretischen Aspekten unter besonderer Berücksichtigung interdisziplinärer Perspektiven.

Zu den Schwerpunkten der Tagung gehören:
- Multimodalität als soziale/kommunikative Praxis
- Überwindung eines reduktionistischen Textbegriffs, wie er für die frühe (germanistische) Diskurslinguistik prägend war
- Multimodale Korpora als empirische Basis der Diskursanalyse
- Digitale Diskurse
- Medienlinguistik und multimodale Medienbegriffe
- Modelle von Text-Bild-Beziehungen und ihren Grenzphänomenen
- Kritische Diskursanalysen von multimodalen Genres wie Nachrichtentexte, Werbung, Fernsehsendungen, Filme
- Die Rolle multimodaler Metaphern als funktionales Diskursprinzip
- Verbal-visuelle Diskurssemiotik und Rhetorik
- Typografie sowie Sprache als Schriftbild und Bild als Sprache
- Multimodale Textproduktionsforschung und Rezipientenstudien
- Multimodale Texttypologien
- Soziale Medien als multimodale Diskurspraktiken

Die Beiträge sollen unter anderem die folgenden Leitfragen diskutieren und ggf. beantworten:
- Welche Konsequenzen hat die Betrachtung multimodaler Phänomene für die linguistische Modellbildung im Allgemeinen?
- Wo liegen Grenzen des Sprachsystems (Gestik, Typografie, Komposition, Bild)?
- Gibt es allgemeine und analytisch zu beachtende Prinzipien und/oder Mechanismen (auch neurokognitive), die sich über diverse semiotische Systemen wie Sprache, Bild, Musik, Tanz hinweg erstrecken?

Wir freuen uns auf Beiträge aus allen geisteswissenschaftlichen und verwandten Disziplinen wie Kultur-, Literatur-, Medienwissenschaft, Sozial- und Rechtswissenschaft, Politologie, Religionswissenschaften und Philosophie, Kunstgeschichte und Linguistik.

Bitte schicken Sie ein Abstract (200 bis 300 Wörter) sowie Angaben zur Affiliation mit Nennung eigener Publikationen (bis zu drei) bis zum 1. August 2021 als PDF an Frau Julia Nintemann
(jnintemann@uni-bremen.de)

Eine Benachrichtigung über die Annahme des Papers erfolgt zum 15. August 2021.

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Lukas Büsse] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu

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