CFP: Europa und der Grenzdiskurs in der deutschsprachigen Literatur, Ústí nad Labem (31.08.2021)

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Call for Papers

Internationaler Workshop zum Thema:
Europa und der Grenzdiskurs in der deutschsprachigen Literatur
am 20. und 21. Oktober 2021
Institut für Germanistik, Universität Jan-Evangelista-Purkyně in Ústí nad Labem

Im Rahmen eines U21 Doctoral Grant Projektes an der Universität Jan-Evangelista-Purkyně in Ústí nad Labem (CZ.02.2.69/0.0/0.0/19_073/0016947) findet am 20. und 21. Oktober 2021 ein Workshop zum Thema „Europa und der Grenzdiskurs in der deutschsprachigen Literatur“ in Ústí nad Labem statt. Wissenschaftler*innen, aber auch Promovierende und Studierende sind herzlich dazu eingeladen, sich für einen 20-minütigen Vortrag anzumelden.
In den letzten Jahrzehnten haben sich europäische Grenzen und die Möglichkeiten und Formen ihrer Überschreitung stark verändert. Und auch in der Literaturwissenschaft sind Bewegungen durch den Raum und damit Konstruktionen und Dekonstruktionen von Grenzen, Interkulturalität und transzendentale Erfahrungen in den Fokus gerückt (Lamping, 2001, Jaroschka/Karahasan, 2003, Segebrecht/Conter/Jahraus/Simon, 2003, Hartmann, 2010, Ette, 2012, Catani/Marx, 2015, Pabis, 2017, Hölscher/Jurcic, 2019, Cornejo/Schiewer/Weinberg, 2020). Eine bedeutende Rolle spielt auch noch immer der Ost-West-Diskurs, wenngleich die Grenze des Eisernen Vorhangs, die Europa im 20. Jahrhundert in Ost und West teilte, mittlerweile obsolet ist.
Grenzen und Grenzüberschreitungen als literarische Topoi und Motive beziehen sich aber nicht nur auf nationalstaatliche oder kulturelle Grenzen, sondern beispielsweise auch auf Genregrenzen (fiktionale und „friktionale“ Literatur), sprachliche Abgrenzungen und Vermischungen, ideologische Grenzen, Grenzgängerfiguren oder Grenzen des Körpers und der Geschlechteridentitäten. Ziel des Workshops ist es, den Grenz-Diskurs in der Literatur seit 1989 aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und unterschiedliche Zugänge und Ansätze zu ermitteln, wie Grenzen und Grenzüberschreitungen mit Blick auf Europa und europäische Identität in der Literatur dargestellt werden. Welche Motive, Bilder, Konstrukte und Visionen von Europa entstehen in der Gegenwartsliteratur? Welche Rolle spielen dabei Konstruktionen und Dekonstruktionen von Grenzen, etwa mit Blick auf den Ost-West-Diskurs? Welche Konzepte bieten die literarischen Texte, die räumliche, politische, identitäre und gesellschaftliche Grenzen überwinden oder neu denken? Diese und ähnliche Fragen sollen im Rahmen des Workshops diskutiert werden.

Beitragsabstracts im Umfang von ca. 300 Wörtern können bis 31. August 2021 per E-Mail eingereicht werden an: Annabelle Jänchen, annabelle.jaenchen@students.ujep.cz und Renata Cornejo, renata.cornejo@yahoo.de.

Form: Hybrid oder online, je nach aktueller Lage.
Arbeitssprache: Deutsch
Eine Veröffentlichung der Beiträge in einem Sammelband ist im Frühjahr 2022 geplant. Es werden keine Gebühren fällig.

Website zum Workshop: http://konffer.ff.ujep.cz/index.php/de/


Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Johannes Schmidt] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu