CFP: Germanistentag 2022 - Panel: Literaturtheorien der ›Ähnlichkeit‹ (seit 1960), Paderborn (15.07.2021)

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CFP: "Literaturtheorien der ›Ähnlichkeit‹ (seit 1960)"

 

27.  Deutscher Germanistentag, Paderborn, 25.–28.09.2022

Thematische Zuordnung: Themenbereich 1 (Theoretische und methodische Zugänge)

 

Entgegen der historischen Festschreibung auf ein vormodernes Denken (z.B. bei M. Foucault) erweist sich die Kategorie der ›Ähnlichkeit‹ auch über die philosophische Logik und Rhetorik hinaus als eine produktive Denkfigur neuerer literaturtheoretischer Ansätze seit den 1960er Jahren.

Denn so verschieden sich die einzelnen, teil parallellaufenden, teils einander ablösenden Paradigmen im ›langen Sommer der Theorie‹ (P. Felsch) auch gestalten, eint sie doch der gemeinsame Grundzug, dass die gegen etablierte Ansätze der ›Identifikation‹ (etwa von Autor‑, Werk- und Deutungshorizont) in Stellung gebrachte Differenzperspektive wiederum durch Theoreme, Figurationen und Praktiken des ›Ähnlichen‹ ergänzt wird: Strukturalistische, psychoanalytische und dekonstruktive Literaturinterpretation wie auch durch Gender- & Postcolonial Studies, Interkulturalitätsforschung und Wissensgeschichte inspirierte Lektüreverfahren kennzeichnet dabei eine hohe Sensibilität für semiotischen Triangulationen bzw. ›Figuren des Dritten‹, die latente oder manifeste Dichotomien im Text sowie damit einhergehende Machtasymmetrien sichtbar werden lassen.

Im Anschluss an und komplementär zu rezenten Studien, welche die poetologische wie theoretische Relevanz der Ähnlichkeit für die Zeit um 1800, die ›Klassische Moderne‹ (1900−1930) sowie für kulturtheoretische Modelle der Geistes- und Sozialwissenschaften vergleichend untersucht haben, (Bhatti/Kimmich) richtet sich das Forschungsinteresse unseres Panels speziell auf die Rolle sowie die Produktivität von Ähnlichkeit in literaturtheoretischen Strömungen seit bzw. nach dem Strukturalismus:

 

1) Worin besteht die Leistung von Ähnlichkeit in Literaturtheorien seit den 1960er Jahren?

2) In welchem (Spannungs-)Verhältnis stehen Ähnlichkeit und Differenz hier zueinander?

3)Und wie lässt sich die anhaltende Konjunktur des Ähnlichkeitsdenkens speziell in neueren literaturtheoretischen Entwicklungen (nach 2000) erklären und begründen?

 

Abstracts für 20minütige Vorträge (max. 350 Wörter) und einen kurzen wissenschaftlicher CV mailen Sie bitte bis spätestens 15.07.2021 an:


Prof. Dr. Iulia Patrut (Flensburg) − Email: Iulia-Karin.Patrut@uni-flensburg.de

J-Prof. Dr. Reto Rössler (Flensburg) − Email: Reto.Roessler@uni-flensburg.de

Dr. Dominik Zink (Trier) − Email: zinkdo@uni-trier.de

 

Für Fragen zum Panel können Sie ebenfalls diese beiden E-Mail-Adressen kontaktieren.