CFP: Germanistentag 2022, Panel: „Social Media: Katalysator oder Inhibitor der Mehrdeutigkeit? Erprobung ‚authentischer‘ Influencer-Texte für den Deutschunterricht“, Paderborn (15.07.2021)

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CFP „Social Media: Katalysator oder Inhibitor der Mehrdeutigkeit? Erprobung ‚authentischer‘ Influencer-Texte für den Deutschunterricht“

27. Deutscher Germanistentag, Paderborn, 25.–28.09.2022

Workshop im Themenbereich 3 (120 Minuten): Vermittlungs- und bildungsbezogene Zugänge

Organisation: Bernhard Franke, M.Ed. (Universität Halle-Wittenberg)


Das Schreiben und Lesen in Social Media wird längst als literarische Praxis verstanden und als solche nicht zuletzt im Deutschunterricht behandelt (Berg 2021). Mit der Entwicklung von Ambiguitätstoleranz als einem erklärten Ziel des Literaturunterrichts (Maiwald 2001) überrascht es, dass die Eindeutigkeit oder Mehrdeutigkeit dieser Texte jedoch wenig erforscht wird. Der Workshop untersucht dies im Dreischritt:

Erstens, wie das Heidelberger Modell, das sich besonders für mehrdeutige oder irritierende Texte eignet (Steinbrenner, Wiprächtiger-Geppert 2010), zur Behandlung von Social Media-Literatur genutzt werden kann – „die die Schüler stärker mit Alterität konfrontieren“ (Maiwald 2001, 68).

Von diesen Beispielen ausgehend wird zweitens die Bedeutung von Mehrdeutigkeit für Produktion, Distribution und Rezeption untersucht. Es wird diskutiert, inwieweit das mediale Dispositiv mehrdeutige Beiträge an sich verhindert, ob oder wie die „Algorithmen der Distribution“ (Thimm 2019) mehrdeutige Beiträge (Posts bzw. Content) in Social Media systematisch hemmen oder Rezipient*innen solche Ambivalenzen selbst vermeiden.

Abschließend werden gemeinsam mögliche Synergien zwischen Ambiguitätskompetenz als Ziel des Deutschunterrichts, dem Heidelberger Modell als methodischem Vorgehen und Social Media-Literatur als Textgrundlage herausgearbeitet.

Abstracts werden für den ersten und zweiten Teil des Workshops gesucht: Erstens für die Arbeit zu beispielhafter Social Media-Literatur anhand des Heidelberger Modells, zweitens für die Diskussion der Bedeutung von Mehrdeutigkeit bei Produktion, Distribution und Rezeption von Influencer-Texten.

Ihr Abstract mit maximal 350 Wörtern und einem kurzen wissenschaftlichen CV mailen Sie bitte bis spätestens 15.07.2021 an:

Bernhard Franke bernhard.franke@germanistik.uni-halle.de 

Fragen zum Workshop können Sie ebenfalls an diese E-Mail-Adresse richten.

Nachwuchswissenschaflter*innen haben die Möglichkeit, sich bis zum 01.09.2021 um ein Stipendium des DGV zu bewerben.