CFP: EXTENDED DEADLINE: Jahrestagung des Netzwerks Drehbuchforschung 2021: „Das Drehbuch als…“: Aktuelle Forschungsdiskurse zum Drehbuch zwischen Funktionstext und Literatur, Hannover (12.11.–13.11.2021)

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Jahrestagung des Netzwerks Drehbuchforschung 2021

 

„Das Drehbuch als…“: Aktuelle Forschungsdiskurse zum Drehbuch zwischen Funktionstext und Literatur (Leibniz Universität Hannover, 12.-13. November 2021)

 

Das Netzwerk Drehbuchforschung gibt mit dem 15. Juli 2021 einen neuen Einreichungstermin für Vorschläge auf den CfP für die Jahrestagung 2021 bekannt. Ausdrücklich seien alle Interessierten auf die Möglichkeit hingewiesen, gerne auch über aktuelle Forschungsvorhaben zu konkreten Drehbuchmaterialien, Autor*innen, Werkkontexten, Epochen oder Filmvorhaben zu referieren, die zu Überlegungen des "Drehbuch als..." hinführen können.

Je deutlicher sich die Drehbuchforschung als eigenständiges Feld in den Geisteswissenschaften etabliert, um so häufiger überschreitet sie traditionelle disziplinäre und methodologische Grenzen. Ein wesentlicher Grund für diese Tendenz liegt im häufig betonten Mehrfachcharakter des Drehbuchs. Es ist ein Dokument und Instrument der Produktion bewegter Bilder, ein Text, der in der Transformation in ein anderes Medium scheinbar aufgeht; in diesem Sinne kann das Drehbuch als Materialkonvolut zum Ausgangspunkt von Analysen von Produktionsprozessen werden. Als schriftliches Artefakt bewegt sich das Drehbuch immer auch im Feld des (literarischen) Schreibens und der Lektüre; folglich werden unterschiedliche Herangehensweisen an die Fragen der Autorschaft, Gattung und Form, Adaptation und Publikation der Drehbücher in ihrer Anwendbarkeit und Geltung erprobt.

Im Zusammendenken dieser diversen Zugänge ist die Geschichte der Drehbuchforschung eine der Ausrufungen vom „Drehbuch als…“. Dies könnte das bekannte Diktum vom Drehbuch als „Struktur, die eine andere Struktur sein will“ nach Pasolini sein oder das durch Hitchcock popularisierte Bild vom Drehbuch als Blaupause. Jüngere Studien sehen das Drehbuch als Notation, Palimpsest, Partitur oder Modell, sie lesen es als „postmodern literary exemplar“ (Kohn), Prototyp (Millard), „avant-texte“ (Macdonald) oder „boundary object“ (Davies). Ob diese „als…“-Diskurse Definitions- und Klassifikationsversuche des Drehbuchs oder aber Herangehensweisen und Lektürestrategien darstellen, bleibt im Einzelfall zu ergründen.

Die Tagung macht es sich zur Aufgabe, unterschiedliche Ansätze in konkreten Beispielen ihrer Anwendung oder auf übergeordneter Ebene miteinander ins Gespräch zu bringen. Das Netzwerk will so den Dialog über die gemeinsamen Anliegen unter den unterschiedlichen disziplinären Ansätzen, Methoden und Theorien befördern.

Die Tagung findet am 12. und 13. November 2021 am Deutschen Seminar der Leibniz Universität Hannover statt. Angestrebt ist eine Präsenzveranstaltung; sollte dies nicht möglich sein, wird zum selben Termin eine Online-Veranstaltung durchgeführt. Für die evtl. Reise- und Übernachtungskosten steht ein begrenztes Budget für institutionell ungebundene Teilnehmende zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Themenvorschläge für 25-minütige Vorträge, die in Form eines Abstracts von 300 Wörtern mit einem kurzen akademischen Lebenslauf eingereicht werden können. Bitte senden Sie diese bis zum 15. Juli 2021 an timm.reimers@germanistik.uni-hannover.de

Weitere Informationen zum Netzwerk Drehbuchforschung finden Sie unter https://drehbuchforschung.wordpress.com

Jan Henschen (Erfurt)

Florian Krauß (Siegen)

Alexandra Ksenofontova (Berlin)

Timm Reimers (Hannover)

Claus Tieber (Wien)

 

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Mark-Georg Dehrmann] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu

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