CFP: Germanistentag 2022, Panel "Mehrdeutigkeit als Hürde? Die Kunstform der Satire im Deutschunterricht", Paderborn (15.07.2021)

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Call for Papers für Vorträge im Panel "Mehrdeutigkeit als Hürde? Die Kunstform Satire im Deutschunterricht", 27. Deutscher Germanistentag, Paderborn, 25.-28.09.2022, Themenbereich 3: Vermittlungs- und bildungsbezogene Zugänge (Frist: 15.7.21)

Organisation: Prof. Dr. Tilman von Brand (Rostock), Anke Christensen (Kiel)

Dieses Panel hat zum Ziel, Beiträge zur Didaktik der Satire zu versammeln und die vielfältigen Möglichkeiten sowie den Gewinn von Satire als Gegenstand des Deutschunterrichts aufzuzeigen. Dabei sind Beiträge aus der Literatur- und Mediendidaktik genauso erwünscht wie sprachwissenschaftliche Annäherungen an die Kunstform Satire.

Satire war in den letzten Jahren immer wieder Gegenstand gesellschaftlicher Debatten – man denke nur an Dieter Nuhrs Kabarettbeiträge zur Corona-Pandemie oder der Streit um die Einladung Lisa Eckharts beim ‚Harbour Front Literaturfestival‘. Dabei lebt Satire von Formen der Mehrdeutigkeit wie Ironie, Groteske oder Sarkasmus, die es stets auszudeuten bedarf.

Auch in Bezug auf das Fach Deutsch ist die Kunstform Satire ein fester Bestandteil des Kanons und Teil der Rahmenpläne bzw. Fachanforderungen. Umso mehr verwundert es, dass dieser Gegenstand bislang in der Deutschdidaktik weitgehend ein Desiderat darstellt. Obwohl zahlreiche Schulbücher Satire behandeln, gibt es in der Wissenschaft nur einige wenige Beiträge, die sich der Satire im Deutschunterricht widmen (beispielsweise der Beitrag von Daniel Karch zu den Möglichkeiten satirischer Annäherung an den Nationalsozialismus in Praxis Deutsch 2012). So sollen die Vorträge des Panels für die Bedeutung des Themas sensibilisieren und diese Forschungslücke ein wenig schließen.

Willkommen sind Beiträge aus allen Teilbereichen der Deutschdidaktik, die sich mit Satire sowie ihrem Einsatz im Deutschunterricht beschäftigen. Die Vorträge müssen also nicht auf schriftliche Literatur beschränkt sein, sondern können auch andere Medien, wie den Film, Karikaturen, Songtexte u.a. berücksichtigen. Denkbar sind Fragestellungen in folgende Richtungen: Welche Bereiche umfasst eine ‚Didaktik der Satire‘? Wie lässt sich Satire deuten? Nach welchen Aspekten ist Satire für den Unterricht auszuwählen? Inwieweit bereichern Debatten des Feuilletons den Unterricht? Darf Satire wirklich ‚alles‘? Welche Chancen und Grenzen bietet die Kunstform im Literaturunterricht? Welchen Spielraum lässt der ‚Angriff‘ der Satire für Mehrdeutigkeit in der Deutung der Schüler*innen?

Geplant sind vier Vorträge von jeweils 20 min mit anschließender Diskussion. Beitragsvorschläge in Form eines Abstracts von max. einer Seite nebst einem kurzen CV werden bis zum 15.07.2021 an folgende E-Mail-Adressen erbeten: tilman.von-brand@uni-rostock.de und achristensen@ndl-medien.uni-kiel.de. Die Auswahl der Beiträge erfolgt bis Ende August.


Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Nils Gelker] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu