KONF: Von Mund- und Handwerk. Mündliches und schriftliches Erzählen in kinder- und jugendliterarischen Texten (30.06.-02.07.21)

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Vom 30.6.-2.7.21 widmet sich die digitale Tagung „Von Mund- und Handwerk“ verschiedenen Spielarten mündlichen und schriftlichen Erzählens in kinder- und jugendliterarischen Texten. Fokussiert werden dabei die Spannungs- und Beeinflussungsverhältnisse von Schriftlichkeiten und Mündlichkeiten, denn obwohl mündliches und schriftliches Erzählen kategorial anders verlaufen, sind auch die buch- und schriftbasierten Texte poetologisch durch Konzepte des Mündlichen beeinflusst.

Neben Romanen werden auch Sachbücher, Hörbücher und Theaterinszenierungen in den Blick genommen. Die Vorträge perspektiven sowohl historische Fallanalysen als auch literaturtheoretische Fragestellungen, sodass diachrone und synchrone Tendenzen in einer fundierten theoretischen Bezugnahme sichtbar werden. Durch die Zusammenführung von Forschenden aus dem Bereich der Kinder- und Jugendliteraturwissenschaft, der Literaturwissenschaft, der Literaturdidaktik und aus den Buch- und Sprachwissenschaften eröffnen sich Schnittstellen zwischen den Forschungsfeldern.

 

Organisation

Prof. Dr. Thomas Boyken (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)

Dr. Anna Stemmann (Universität Bremen)

Anmeldungen bitte bis zum 25.6. per Mail an: olfoki@uol.de

 

Mittwoch, den 30.6.2021

14.00 Uhr

Begrüßung und Einführung

Prof. Dr. Thomas Boyken (Oldenburg) und Dr. Anna Stemmann (Bremen)

 

14.45 Uhr

Prof. Dr. Stephan Packard (Köln): Was war nochmal mündlich? Zum Wandel von Konzepten des Mündlichen und des Schriftlichen in aktuellen Mediendispositiven

 

15.30 Uhr

Prof. Christoph Bräuer (Göttingen): Wissen erzählt. Wissenspopularisierung in Sachbüchern der Kinder- und Jugendliteratur

 

16.15 Uhr

Pause

 

16.45 Uhr

Prof. Dr. Klaus Müller-Wille (Zürich): Wundersame Buch-Reisen. Zur Medialität des Erzählens in Selma Lagerlöfs Nils Holgersson (1906/1907)

 

Donnerstag, den 1.7.2021

9.00 Uhr

Dr. Gudrun Bamberger (Tübingen): Mündliche Erzählung und schriftliche Aushandlung der Antike für Kinder in Jörg Wickrams Nachbarn-Roman

 

9.45 Uhr

Dr. David-Christopher Assmann (Frankfurt a.M.): „[T]heils schriftlich, theils mündlich“. Weißes Briefwechsel der Familie des Kinderfreundes.

 

10.30 Uhr

Pause

 

11.00 Uhr

PD Dr. Nikolas Immer (Trier): Schneeseekleerehfeezehweh. Relationen von Mündlichkeit und Schriftlichkeit in Franz Fühmanns Sprachspielbuch Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel (1978)

 

11.45 Uhr

Prof. Dr. Stefan Tetzlaff (Göttingen): Fremde eigene Stimme. Über einen körperlichen Medieneffekt der Romantik

 

12.30 Uhr

Mittagspause

 

14.00 Uhr

Prof. Dr. Johannes Mayer (Frankfurt a.M.): Multimodalität in der literarischen Praxis am Beispiel von Vorlesegesprächen

 

14.45 Uhr

Prof. Dr. Katrin Kleinschmidt-Schinke (Oldenburg): Konzeptionelle Mündlichkeit und Schriftlichkeit in Texten von Kindern und in Texten für Kinder im Vergleich

 

15.30 Uhr

Pause

 

16.00 Uhr

Dr. Stefanie Jakobi (Bremen): Von Anselmus zu Mythenmetz – (Romantische) Autorschaft im Spannungsverhältnis von Mündlichkeit und Schriftlichkeit in Walter Moers’ Die Stadt der Träumenden Bücher

 

 

Freitag, den 2.7.2021

9.00 Uhr

Prof. Dr. Christine Lötscher (Zürich): Sound. Mündlichkeit und Musik in englischsprachigen Coming-of-Age-Romanen

9.45 Uhr

Ella Margaretha Karnatz (Oldenburg): „[I]ch würde mich eher als Geschichtenerzählerin denn als Schriftstellerin bezeichnen“. Mündliches und transmediales Erzählen als Teil des poetologischen Selbstverständnisses der Autorin Cornelia Funke

 

10.30 Uhr

Pause

 

11.00 Uhr

Dr. Anke Vogel (Mainz): Hörbar innovativ? – Produktion, Distribution und Rezeption von Audiobooks für Kinder

 

11.45 Uhr

Abschlussdiskussion