CFP: Serapion 2 (2022): 1822 – 1922 – 2022 Romantik und Moderne (01.11.2021)

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Serapion. Zweijahresschrift für europäische Romantik 2 (2022)

Herausgegeben von Kaltërina Latifi, Philipp Hubmann und Alexander Knopf

 

 

 

1822 – 1922 – 2022: Romantik und Moderne

 

 

Wie modern, ja avantgardistisch war die Romantik? Gibt es eine genuin romantische Modernität und wie unterscheidet sie sich von jener, die um 1922 mit Joyces Ulysses, Rilkes Duineser Elegien und Eliots The Waste Land in ihrer Blüte stand? Damals trat die Avantgarde aus dem Schatten der Neoromantik und arbeitete dennoch mit ihren (Rest-)Beständen. Und heute? Wie stellt sich dieses seltsame Wechselverhältnis zwischen Romantik und Modernismus dar? Spiegelt es sich in der Literatur, überhaupt in der Kunstszene der Gegenwart? Von einem »Romantikboom« ist allenthalben die Rede, dieses Mal ausgehend von den bildenden Künsten, angeführt von Peter Doig, einem der international renommiertesten Künstler, der auf Trinidad Gemälde um Gemälde eine »globale Neu-Romantik« entwirft. In den (Kultur-)Wissenschaften hat seit der Identifizierung einer »emotionalen Intelligenz« (Daniel Goleman) die Rehabilitation der Gefühle stattgefunden. 

2022 werden 200 Jahre vergangen sein seit dem Tod des international wohl bedeutendsten deutschen Romantikers: E.T.A. Hoffmann. Der zweite Band unseres neuen Periodikums Serapion. Eine Zweijahresschrift für europäische Romantik will dieses Datum zum Anlass für einen Themenschwerpunkt nehmen, der sich dem Vermächtnis dieses Sprachvirtuosen widmet und sich zudem diesen eingangs genannten Fragen stellt. Der offenen Konzeption von Serapion entsprechend, sollen diese Fragen auch durch Beiträge erörtert werden, die keinen Bezug auf E.T.A. Hoffmann haben; schließlich war 1822 auch das Todesjahr P. B. Shelleys und das Jahr, in dem sich der hellenische Nationalkongress die Unabhängigkeit Griechenlands vom Osmanischen Reich erklärt hatte – ein gerade für die Spätphase der Romantik folgenreiches Ereignis. 

 

Deadline: 1. November 2021

Zeichenzahl: 35.000 – 65.000 (incl. all).

Bitte senden Sie Ihren Beitrag als Word-Datei an:

k.latifi@qmul.ac.uk

 

Über die Annahme der Beiträge wird in einem anonymisierten Peer-Review-Verfahren entschieden.