CfP: Fragen an Kleist. Beitragsvorschläge für das Kleist-Jahrbuch 2021 (31.03.2021)

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CfP: Fragen an Kleist. Beitragsvorschläge für das Kleist-Jahrbuch 2021

Seit über 200 Jahren geben uns Heinrich von Kleists Werke Fragen auf. Diese Fragen werden zunächst im Text selbst gestellt, etwa durch die Erzählinstanz, durch einzelne Figuren oder Gesprächspartner. Antworten finden sich hingegen eher selten. Daher geben diese abgründigen, nie „ausinterpretierten“ Texte auch den Leserinnen und Lesern Fragen auf, die abhängig vom theoretischen Zugriff oder auch von der Herkunft immer wieder zu unterschiedlichen Antworten und Perspektiven führen. 

Zehn Jahre nach dem durch das Kleist-Jahr 2011 ausgelösten Boom an Publikationen zu Kleist lädt das Herausgeberteam des Kleist-Jahrbuchs dazu ein, den Stand der jüngeren Forschung zu bilanzieren und offene „Fragen an Kleist“ zu formulieren. Mit diesem Call for Papers möchten wir alle an Kleist Interessierten ermuntern, sich den Werken dieses Autors in ihrer ganzen Vielfalt, Komplexität und Aktualität zu nähern: Welche Bedeutung kommt Formen des Wissens und den Wissenschaften zu? Welche ästhetischen, philosophischen oder historisch-soziologischen Zeit-Modellierungen und -Konzepte werden produktiv gemacht? Wie werden Gegenstände, Tiere, Räume politisch und anthropologisch semantisiert? In welchen literatur- und kulturhistorischen Konstellationen positionieren sich Kleists Werke? Was zeichnet den (vergessenen) Satiriker und Lyriker Kleist aus? Wie steht es um die literarische, mediale oder künstlerische Kleist-Rezeption? Gibt es neue Funde bezogen auf Transkription und Adaption der Texte Kleists? Ein Desiderat stellen darüber hinaus forschungsgeschichtliche Arbeiten dar, sei es als Aufarbeitung älterer Forschungstraditionen oder in systematisch angelegten Artikeln zu einzelnen Werken, Werkgruppen, thematischen Komplexen oder Entstehungsphasen.

Diese kurze und offene Aufzählung von „Fragen an Kleist“ versteht sich als Impuls und Beispiel gebend. Weitere Fragen sind denkbar und ertragreich, ja führen womöglich zu einem ganz neuen Kleist? Gern können Sie Ihre „Fragen an Kleist“ in Form eines Artikels für das nächste Kleist-Jahrbuch 2021 einreichen, er wird dann von den Herausgeberinnen und Herausgebern begutachtet.

Bitte senden Sie Ihren Beitrag (Länge ca. 15 Normseiten) bis zum 31. März 2021 an die Redaktionsadresse des Kleist-Jahrbuchs: schoenbeck@kleist-museum.de(Dr. Sebastian Schönbeck). Auf der Homepage der Kleist-Gesellschaft ist ein redaktionelles Merkblatt abrufbar: https://www.heinrich-von-kleist.org/kleist-gesellschaft/kleist-jahrbuecher/einreichung-von....

Für Rückfragen stehen Ihnen die Herausgeberinnen und Herausgeber des Kleist-Jahrbuchs gerne zur Verfügung: Prof. Dr. Andrea Allerkamp, Prof. Dr. Andrea Bartl, Prof. Dr. Anne Fleig, Dr. Barbara Gribnitz, Dr. Hannah Lotte Lund, PD Dr. Martin Roussel. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

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