ZS: Serapion. Zweijahresschrift für europäische Romantik 1 (2020)

Kaltërina Latifi's picture

Band 1 (2020)

Serapion

Zweijahresschrift für europäische Romantik

Herausgegeben von Kaltёrina Latifi

in Verbindung mit Philipp Hubmann und Alexander Knopf

 

Wissenschaftlicher Beirat: Elena Agazzi (Bergamo), Mark-Georg Dehrmann (Berlin), Rüdiger Görner (London), Dirk Kemper (Moskau), Éva Kocziszky (Budapest), Wolfgang Müller-Funk (Wien), Barbara Naumann (Zürich), Stéphane Pesnel (Paris), Jozef Tancer (Bratislava), Silvio Vietta (Hildesheim)

 

Die titelgebende Strukturfigur dieses neuen Periodikums, Serapion, orientiert sich an dem von E.T.A. Hoffmann aufgestellten serapiontischen Verständnis von Poetik. Das Periodikum will ein Forum bieten zur Erforschung der europäischen Romantik und ihrer unverminderten Bedeutung – gerade auch in unserer Gegenwart. Dieser erste Band behandelt grundlegende Fragen: Wofür steht Serapion? Wie ist die Romantik in ihrem europäischen Kontext zu verorten? Autorenspezifischer gefragt: Wie hat man etwa den Shakespeare-Übersetzer A. W. Schlegel in England rezipiert? Was sagen uns Victor Hugos Zeichnungen von seiner Rheinreise über die Modernität der Romantik? Thematisch behandelt findet sich zudem die fragmentarische oder fragmentierte Weltsicht von Kleist bis hin zu Nietzsche und die Frage, wie sich die Romantik in der literarischen Moderne, namentlich bei Hermann Broch und Robert Musil, niedergeschlagen hat. Könnten sich einige ›Modernisten‹ wie Rilke, zumal angesichts seiner Leopardi-Übersetzungen, als Neo-Romantiker herausstellen? Zudem spielt das Verhältnis zwischen Musik und Literatur eine zentrale Rolle, beispielhaft aufgezeigt am romantischen Prinzip der simulierten Simultaneität.

 

 

Inhaltsverzeichnis:

 

Kaltërina Latifi: Serapiontik: eine Grundlegung | 7-19

 

Silvio Vietta: Novalis und E.T.A. Hoffmann: Produktive Ästhetik und Narrativik der Romantik und ihre Wirkungsgeschichte | 21-37

 

Rüdiger Görner: »Sympoesie« und andere hybride Romantizismen Pluralektische Ansätze für unsere Zeit | 39-66

 

María Verónica Galfione: Die Philosophie als Polemik | 67-87

 

Stephanie Dumke / Nicholas Halmi: The Reception of A. W. Schlegel in British Romanticism | 89-103

 

Stephanie Großmann: Simulierte Simultanität als romantisches Prinzip (am Beispiel E.T.A. Hoffmanns) | 105-120

 

Alexander Knopf: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner Wirkungslosigkeit. Überlegungen zur Entstehung der modernen Farce | 121-142

 

Barbara Naumann: Das Romantische ist das Moderne. Victor Hugos Zeichnungen der Rheinreise | 143-167

 

Patrick Chester: Looking with Lidless Eyes: Surveying the development of Romantic Perspectivism in Response to Disaster and its Critical Appreciation in Kierkegaard and Nietzsche | 169-204

 

Wolfgang Müller-Funk: Hermann Broch oder Das Unbehagen an der Romantik | 205-227

 

Birgit Nübel: »Ich lese jetzt Novalis«. Nach der Romantik – Robert Musil | 229-255

 

Paul Hamilton: The Magic of Language between Neo-Classicism and Neo-Romanticism: Rilke as Translator of Leopardi | 257-278

 

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.winter-verlag.de/de/programm/buchreihen/germanistik/reihe165/Serapion/

 

________________________________________________________________________________________________________________

Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Mark-Georg Dehrmann] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu