ZS: Zeitschrift für interkulturelle Germanistik (ZiG), 11 (2020), H. 1

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Zeitschrift für interkulturelle Germanistik (ZiG)

Hg. von Wilhelm Amann, Till Dembeck, Dieter Heimböckel, Georg Mein, Gesine Lenore Schiewer und Heinz Sieburg, Bielefeld: transcript / Universität Luxemburg: Melusina Press

 

Profil der Zeitschrift

Die „Zeitschrift für interkulturelle Germanistik“ (ZiG) trägt dem Umstand Rechnung, dass sich in der nationalen und internationalen Germanistik die Kategorie der Interkulturalität als eine leitende und innovative Forschungskategorie etabliert hat. Sie möchte daher den breiten und weit verzweigten Forschungsaktivitäten zu diesem Thema ein wissenschaftliches Forum bieten, das aktuelle Fragestellungen im Bereich der germanistischen Literatur-, Kultur- und Sprachwissenschaft aufgreift und auf diese Weise auch die Einheit der Germanistik abbildet.

Darüber hinaus soll die Zeitschrift einen Beitrag dazu leisten, die unterschiedlichen Tendenzen und Trends der Interkulturalitätsforschung zu bündeln und ihre theoretischen Voraussetzungen weiter zu vertiefen. Insofern das Forschungsparadigma der Interkulturalität prinzipiell nicht mehr einzelfachlich gedacht werden kann, versteht sich die Zeitschrift bewusst als ein interdisziplinär und komparatistisch offenes Organ, das sich im internationalen Wissenschaftskontext verortet sieht.

Erscheinungsweise / Neuerungen

Die „Zeitschrift für interkulturelle Germanistik“ ist ein „Peer-Reviewed Journal“. Sie erscheint zweimal jährlich und enthält neben Abhandlungen, Diskussions- und Forschungsbeiträgen (in deutscher oder englischer Sprache) einen Rezensionsteil zu aktuellen Beiträgen aus dem Bereich der Interkulturalitätsforschung.

Mit diesem Heft wird die ZiG erstmals digital (und ab dem ersten Heft 2021 dann auch unter Open Access-Bedingungen) publiziert, das heißt konkret: Die ZiG wird von nun an auf den Plattformen des transcript-Verlags und der Melusina Press der Universität Luxemburg mit allen wissenschaftlichen Recherche-Vorzügen, die solche digitalen Plattformen mit sich bringen, digital zugänglich gemacht und ab dem kommenden Jahr dann auch kostenlos zur Verfügung gestellt. Das gilt außerdem für alle bis dahin erschienenen Hefte der Zeitschrift, die bis zum nächsten Jahr ebenfalls frei verfügbar gemacht werden. Zu einer formalen Umstellung kommt es jedoch nicht. Das bewährte Peer-Review-Verfahren sowie Struktur und Layout der ZiG bleiben erhalten, und auch die Buchliebhaberinnen und -liebhaber werden nicht um das Vergnügen gebracht, ein Exemplar in den Händen halten zu dürfen. Die ZiG ist nach wie vor im Print-on-Demand-Verfahren auch gedruckt erhältlich. Von der publizistischen Neuausrichtung bleibt darüber hinaus die Alternierung zwischen einem thematisch freien Heft im Frühjahr/Sommer und einem Heft mit einer thematischen Schwerpunktsetzung im Herbst/Winter weiterhin unberührt.

Beiträgerinnen und Beiträger senden ihre Manuskripte mit Abstract sowie Key Words in elektronischer Form als Word- oder RTF-Datei an contact@zig-online.de.

 

Inhaltsverzeichnis 11 (2020), Heft 1

Wilhelm Amann/Till Dembeck/Dieter Heimböckel/Georg Mein/Gesine Lenore Schiewer/Heinz Sieburg: Editorial (S. 7-8)

Aufsätze:

Melanie Rohner: »Die Hand einer Farbigen«. Theodor Storms Von Jenseit des Meeres im literatur- und diskursgeschichtlichen Kontext (S. 11-24)

Mario Zanucchi: »Was bleibt vom Heldentum?« Klandestine Autorschaft in Klabunds chinesischen Nachdichtungen Dumpfe Trommel und berauschtes Gong (1915) (S. 25-41)

Herbert Uerlings: Verschwiegene Gründungsgewalt. Anna Seghers’ Das Licht auf dem Galgen (Fragment, 1948/49) (S. 43-64)

Christine Arendt: Varianten autobiographischen Schreibens bei Stefanie Zweig. Vom Erlebnis Afrikas zur Darstellung und Dokumentation des Exils (S. 65-81)

Christoph Schaub: Heterogene Stadträume der Globalisierung. Slums in Texten Meineckes, Tawadas und Trojanows (S. 83-99)

Daniela Roth: The Functionalization of the Figure of the Refugee and the Role of the Bildungsbürgertum in Jenny Erpenbeck’s Gehen, Ging, Gegangen (2015) and Bodo Kirchhoff’s Widerfahrnis (2016) (S. 101-123)

Oksana Khrystenko: »Hat sie lange Fiaß?« Frauen als Objekte in männlichen Kommunikationspraktiken (S. 125-144)

Nahla Tawfik: Akhi sucht Ukhti. Oder: Sprachkontaktphänomene zwischen dem Deutschen und Arabischen in deutschsprachigen Heiratsanzeigen (S. 145-160)

Aus Literatur und Theorie:

Till Dembeck: Es gibt keine einsprachigen Texte! Ein Vorschlag für die Literaturwissenschaft (S. 163-176)

Forum:

Mohammad Ismail Shibib: Irakische Autoren im Migrationsland Deutschland (S. 179-191)

Rezensionen:

Eszter Pabis: Literarische Grenzgänge. Dimensionen der Fremdheit in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur der Schweiz, von Anett Szegvölgyi-Pócsik (S. 195-198)

Birgit Huemer, Eve Lejot, Katrien L. B. Deroey (Hg.): Academic writing across languages: multilingual and contrastive approaches in higher education. L’écriture académique à travers les langues: approches multilingues et contrastives dans l’enseignement supérieur. Wissenschaftliches Schreiben sprachübergreifend: mehrsprachige und kontrastive Ansätze in der Hochschulbildung, von Anna Tilmans (S. 198-203)

Walter Fähnders: Projekt Avantgarde. Avantgardebegriff und avantgardistischer Künstler, Manifeste und avantgardistische Arbeit, von Jasmin Grande (S. 203-209)

Gesellschaft für interkulturelle Germanistik:

GiG im Gespräch 2020/1 (S. 213-216)

Call for Papers – Interkulturelle Räume. Historische Routen und Passagen der Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung des Mittelmeerraums (S. 217-219)

 

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Lukas Büsse] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu