MA: Literaturvermittlung in den Medien, Philipps-Universität Marburg (11.09.2020)

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Master-Studiengang: Literaturvermittlung in den Medien (Philipps-Universität Marburg)

Studienbeginn: WS 2020/21 sowie SoSe 2021

Bewerbungsschluss: 11. September 2020

Der Marburger Master-Studiengang „Literaturvermittlung in den Medien“ (LVM) will Experten für Gegenwartsliteratur und ihre Vermittlung im Kulturbetrieb ausbilden. Er beschäftigt sich mit den kulturellen und medialen Bedingungen des literarischen Lebens, der historischen Entwicklung von Literatur in intermedialen Kontexten, der theoretischen Reflexion von Literatur und Medienkulturen, den Entwicklungen sowie unterschiedlichen Rollen und Tätigkeitsfeldern innerhalb des aktuellen Literaturbetriebs. Der Studiengang wird von drei Instituten der Philipps-Universität getragen – dem Institut für Neuere deutsche Literatur, dem Institut für deutsche Philologie des Mittelalters und dem Institut für Medienwissenschaft. Durch diesen interdisziplinären Aufbau und durch die, auch in Lehrveranstaltungen, enge Zusammenarbeit mit erfahrenen und profilierten Repräsentanten anderer Kulturinstitutionen entsteht ein einzigartiges und breites Spektrum von forschungsnaher und praxisorientierter Lehre.

Der Studienbereich LVM hat an der Philipps-Universität Marburg eine lange Tradition. Seit Ende der 1990er Jahre wird im Rahmen literaturwissenschaftlicher Studiengänge LVM als Wahlpflichtbereich angeboten. Aufbauend auf einem vieljährigen Erfahrungsschatz und einer guten Vernetzung zwischen akademischer Lehre und kultureller Praxis wurde zum Wintersemester 2017/18 ein eigenständiger Masterstudiengang in einem idealen Strukturumfeld eingeführt: Literatur-, Medien- und Kunstwissenschaft sind in Marburg in einem Fachbereich vereint. Die neu erbaute Universitätsbibliothek mit perfekt ausgestattetem Medienzentrum (eigenes Tonstudio, Schneideräume, vor allem aber medientechnische Beratung) sowie eigenen Ausstellungsräumen, die vom Studiengang mit bespielt werden dürfen, befindet sich direkt nebenan.

Der Studiengang LVM beruht auf vier Säulen:

  • In literatur- wie medienwissenschaftlicher forschungsnaher Lehre befähigt er dazu, das sich ständig ändernde kulturelle Feld zu beobachten, Neues zu erkennen, zu benennen und zu beurteilen. Einzel- sowie Gruppenmentorate stellen eine enge fachwissenschaftliche Betreuung sowie frühzeitige inner- und außeruniversitäre Vernetzung sicher.
  • In einer eigenen Lehrredaktion, in Praktika und in gemeinsamen Forschungsprojekten mit festen Kooperationspartner*innen aus renommierten Kulturinstitutionen werden berufsrelevante Kompetenzen erworben, die es erlauben, sich in einem sich rasch ändernden ökonomischen und medialen Umfeld zu bewegen sowie Theorie und Praxis, auch in Tandem-Lehrveranstaltungen, produktiv aufeinander zu beziehen.
  • Es werden literaturhistorische Kenntnisse vermittelt, denn die Gegenwart kann nur begreifen, wer um ihre Vorgeschichte weiß und über Vergleichsmaterial aus anderen Epochen und Kontexten verfügt: Diese werden in innovativen digitalen Formaten in Zusammenarbeit mit dem Marburger Medienzentrum auf der Basis audiovisueller Materialien aus Verlagen, Rundfunk, Film und Fernsehen gemeinsam aufbereitet.
  • Im Fokus steht die deutschsprachige Literatur vom Mittelalter bis in die Gegenwart, doch kommt auch die komparatistische Perspektive nicht zu kurz. In transatlantischen Lehr- und Forschungsprojekten wird zudem die gerade im Literaturbetrieb unverzichtbare internationale Zusammenarbeit eingeübt und durch (digitale) Austausche erfahren.

Die auf historischen Kenntnissen und literaturwissenschaftlichen Fertigkeiten und Arbeitstechniken basierende, dabei aber praxis- und anwendungsorientierte Ausrichtung des Studiengangs dient der Ausbildung und Förderung des eigenen fachwissenschaftlichen Nachwuchses. Zudem vermittelt der Studiengang die Kompetenz, in den vielfältigen Tätigkeitsbereichen medialer Produktion, Distribution und Vermittlung von Literatur wissenschaftlich fundierte Kenntnisse und Methoden einzubringen sowie kulturjournalistische Schreiberfahrungen zu sammeln. Dadurch wird das Vermögen geschult, die mediale und kulturelle Praxis zu reflektieren und ihre Entwicklungen zu verstehen und zu benennen – im Rahmen literarischer Einrichtungen, akademischer Forschung und Lehre, in der Verlags- oder Theaterarbeit, in Museen, in der Medienpublizistik, in der Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit, in der Medienberatung sowie im breiten Sektor der Bildungsarbeit.

Was wir Ihnen bieten? Engagierte Dozierende und eine besonders enge wissenschaftliche Fachbetreuung; ein akademisch, berufspraktisch, vor allem aber persönlich bereicherndes Netzwerk; wertvolle Praxiserfahrungen mit kreativen Spielräumen, koproduktive Teamarbeit und ein breites Spektrum von auch praxisbezogenen Lehrangeboten, die Sie selbst – auch in ungewohnten  Formaten – mitentwickeln dürfen (übrigens auch in Zeiten digitaler oder hybrider Lehre!)

Was wir von Ihnen erwarten? Den Nachweis des Abschlusses eines fachlich einschlägigen Bachelor-Studiums im Bereich Literatur- oder Kulturwissenschaft mit germanistischen Fachanteilen (48 LP in germanistischer Literaturwissenschaft oder 24 LP in germanistischer Literaturwissenschaft und 24 LP in einer anderen Literatur-, Kultur- oder Medienwissenschaft) oder den Nachweis eines vergleichbaren in- oder ausländischen berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses; theoretische Neugierde, Engagement über die eigenen Studienleistungen hinaus, Offenheit gegenüber neuen Denk- und Praxisformaten, wissenschaftliche Begeisterung sowie Mut, die kulturelle Gegenwart inner- und außeruniversitär selbst mitzugestalten!

Sie sind neugierig? Wir freuen uns sehr über Rückfragen (auch Telefonvereinbarungen treffen wir gerne!). Wenden Sie sich einfach an Frau Prof. Dr. Doren Wohlleben (Kontakt: doren.wohlleben@uni-marburg.de) und/oder Herrn PD Dr. Manuel Bauer (Kontakt: manuel.bauer@uni-marburg.de).

Die Studienanfängerzahl pro Semester ist auf 15 beschränkt, Bewerbungen für das WS 2020/21 sind willkommen und bis zum 11.9.2020 möglich.


Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Nils Gelker] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu