ANK: Verlängerte Bewerbungsfrist für 6 Promotionsmöglichkeiten am DFG-GRK 2291 "Gegenwart/Literatur", Bonn (15.06.2020)

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Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ist eine internationale Forschungsuniversität mit einem breiten Fächerspektrum. 200 Jahre Geschichte, rund 38.000 Studierende, mehr als 6.000 Beschäftigte und ein exzellenter Ruf im In- und Ausland: Die Universität Bonn zählt zu den bedeutendsten Universitäten Deutschlands und wurde gerade als Exzellenzuniversität ausgezeichnet.

Das DFG-Graduiertenkolleg 2291 „Gegenwart/Literatur. Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses“ der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn bietet zum 01. Oktober 2020 befristet für 3 Jahre 

Aufgrund der derzeitigen pandemiebedingten Schließungen zahlreicher Bibliotheken wurde die Bewerbungsfrist um einen Monat verlängert und endet nun am 15. Juni 2020.

6 Promotionsmöglichkeiten

Das Graduiertenkolleg widmet sich der theoretisch-systematischen, historischen und praxeologischen Erforschung der Konzeptualisierungen von ‚Gegenwart‘ und ‚Gegenwartsliteratur‘ sowie des Verhältnisses von ‚Gegenwart‘ und ‚Literatur‘ in international vergleichender, synchroner und diachroner Perspektive.

Statt die Begriffe ‚Gegenwart‘ und ‚Gegenwartsliteratur‘ vorauszusetzen, wird nach den Prämissen ihrer Hervorbringung gefragt. Das historische Konzept ‚Gegenwart‘ ist ebenso in seiner Kontingenz zu begreifen wie die diskursive und praktische Erzeugung der Beziehung zwischen ‚Literatur‘ und ‚Gegenwart‘. Das Kolleg erarbeitet eine Geschichte der Aktualisierung, Transformation und Legitimation der Engführung von ‚Gegenwart’ und ‚Literatur’ und trägt so zur Grundlegung einer historisch und theoretisch reflektierten Gegenwartsliteraturforschung bei. (grk2291.uni-bonn.de)

Gefördert werden insbesondere Projekte mit folgenden Schwerpunkten: Arbeiten zur Entstehung und Trans-formation von Zeitkonzepten der Gegenwart vom 17. bis zum 21. Jahrhundert sowie zur historischen Semantik von ‚Gegenwart‘ (und vergleichend der korrespondierenden Begriffe in anderen europäischen Sprachen); Arbeiten zum Verhältnis von ‚Gegenwart‘ und ‚Literatur‘ mit medien-, musik- oder kunsthistorischem Schwerpunkt; Arbeiten zur Wissenschaftsgeschichte der Literaturwissenschaften im Hinblick auf ihren Umgang mit je zeitgenössischer Literatur sowie ihre Rolle bei der Etablierung der Literaturwissenschaften (Anglistik, Amerikanistik, Germanistik, Romanistik, Slawistik) seit dem 18. Jahrhundert; Arbeiten zur (historischen) Praxeologie der Gegenwartsliteratur, mithin zu den Praktiken der Hervorbringung, Distribution, Rezeption und Kanonisierung von Gegenwartsliteratur und ihren Akteur*innen sowohl in nationalsprachlichen als auch in globalisierten Literaturen.

Das Kolleg ist als strukturierte Graduiertenausbildung für deutsche wie internationale Graduierte konzipiert (die Kollegsprache ist deutsch), die sich in einem Auswahlverfahren durch ihr fachliches Profil und ein herausragendes, interdisziplinär anschlussfähiges und im zeitlichen Rahmen der Förderung realisierbares Promotionsvorhaben auszeichnen.

Ihre Aufgaben:

  • Arbeit an einem eigenständigen Forschungsprojekt (Dissertation)
  • aktive Mitwirkung am Forschungs- und Studienprogramm des Kollegs
  • regelmäßige Präsentation von Zwischenergebnissen der Promotion

Ihr Profil:

  • ein mit überdurchschnittlichem Erfolg abgeschlossenes Hochschulstudium (Master, Maîtrise, M. Ed., 1. Staatsexamen) vor allem der anglistischen, germanistischen, romanistischen, slawistischen Literaturwissenschaft, der Komparatistik, der der Kultur-, Medien- oder Musikwissenschaften
  • Für ausländische Bewerber*innen wird das Äquivalent des jeweils entsprechen-den deutschen Abschlusses und der Nachweis von Deutschkenntnissen der Stufe DSH 2/TestDaF 3 oder Äquivalent verlangt.
  • gute Englischkenntnisse 
  • sicherer Umgang mit MS Office-Anwendungen

Wir bieten:

  • ein hervorragendes und internationales wissenschaftliches Umfeld für das Forschungsvorhaben und die Promotion.
  • die Unterstützung und Beratung bei Publikationen von Ergebnissen und Präsentationen der Forschung auf Fachkongressen sowie beim Erwerb von weiterführenden Qualifikationen.
  • die Möglichkeit der Teilnahme an den Weiterbildungsangeboten des Bonner Graduiertenzentrums.
  • eine sehr gute Verkehrsanbindung

Die Universität Bonn setzt sich für Diversität und Chancengleichheit ein. Sie ist als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Ihr Ziel ist es, den Anteil von Frauen in Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, zu erhöhen und deren Karrieren besonders zu fördern. Sie fordert deshalb einschlägig qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf. Bewerbungen werden in Übereinstimmung mit dem Landesgleichstellungsgesetz behandelt. Die Bewerbung geeigneter Menschen mit nachgewiesener Schwerbehinderung und diesen gleichge-stellten Personen ist besonders willkommen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Wissenschaftliche Koordinatorin des Graduiertenkollegs Frau Marlen Arnolds (marlen.arnolds@uni-bonn.de).

Wenn Sie sich für diese Position interessieren, senden Sie bitte Ihre an den Sprecher des Kollegs Prof. Dr. Johannes Lehmann gerichteten Bewerbungsunterlagen bis zum 15. Juni 2020 ausschließlich in einer PDF-Datei per E-Mail an job-grk2291@uni-bonn.de

Fahrtkosten, Übernachtungskosten und der Verdienstausfall für Vorstellungsgespräche werden leider nicht erstattet.

An Bewerbungsunterlagen erbitten wir:

  • 5-seitiges Exposé zum Forschungsvorhaben mit Zeitplan und Angaben dazu, wie das geplante Vorhaben in der Struktur des Forschungsprogramms und seinen Arbeitsbereichen verortet wird
  • Motivationsschreiben, aus dem hervorgeht, weshalb Sie an dem jeweiligen Promotionsthema in diesem Kolleg arbeiten möchte und wie Ihre bisherige Forschung sowie inner- und außeruniversitäre Projekte die derzeitigen Forschungsinteressen und das Promotionsprojekt beeinflusst haben
  • Arbeitsprobe (ein Kapitel aus jüngster Abschlussarbeit oder ein Aufsatz)
  • Lebenslauf mit detaillierter Darstellung Ihres wissenschaftlichen Werdegangs, Zeugnisse, ggf. Schriftenverzeichnis

 

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Lukas Büsse] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu