REDAKTIONSNOTIZ: 15 Jahre H-GERMANISTIK - RETRO-Jubiläumsankündigung: KONF: 'Das deutsche Buch' in der Debatte um nationale Identität und kulturelles Erbe, Weimar (9.-11.03.05)

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Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,

vor 15 Jahren hat H-GERMANISTIK seine erste Ankündigung verschickt! Wir haben das Posting aus unserem Archiv herausgesucht und versenden es heute anlässlich unseres Jubiläums ausnahmsweise erneut.

Die Redaktion von H-GERMANISTIK möchte die Gelegenheit nutzen, sich bei allen Nutzer*innen zu bedanken. H-GERMANISTIK zählt heute mit 11.455 Abonnent*innen zu den mitgliederstärksten Listen im H-Net-Verbund und ist im Fach als Informationsdienst mittlerweile fest etabliert. Die Redaktion besteht aus einem sechsköpfigen Team, das alle eingehenden Ankündigungen redaktionell aufbereitet und Mitgliederanfragen bearbeitet. Von Beginn an arbeitet dieses Team, dem immer noch einige Gründungsmitglieder angehören, ehrenamtlich. Ziel war es vor 15 Jahren und ist es noch heute, den Wissenstransfer in unserem Fach und angrenzenden Disziplinen zu unterstützen, um Transparenz und Kommunikation im Sinne einer globalen Partizipation aller Interessensgruppen an relevanten Fachinformationen zu ermöglichen. Wir freuen uns, dass dies über all die Jahre und mit wachsenden technischen Anforderungen gelungen ist. Heute erreichen die Redaktion täglich neue Anfragen und Ankündigungen über das H-Net-Commons. Der amerikanische Dachverband stellt seit 2005 die technische Infrastruktur kostenfrei zur Verfügung. Wir versenden werktags Ankündigungen in unterschiedlichen Kategorien. Wir haben nachgezählt: Seit Freischaltung des Dienstes haben wir insgesamt 16.180 Ankündigungen verschickt, darunter allein 2.066 Jobangebote, 5.184 Calls for papers, 3.706 Konferenzankündigungen und 886 Stipendienausschreibungen.

Freuen Sie sich heute mit uns über diesen langjährigen Service, der in der ein oder anderen Weise Ihre wissenschaftliche Tätigkeit bereichert haben mag. Und wenn Sie Ihre Freude (oder Anregungen?) mit uns teilen möchten, hinterlassen Sie uns doch gerne einen kleinen Kommentar auf unserer Jubiläumspinnwand: https://padlet.com/HGerm/34swadxu7lio

Die H-GERMANISTIK-Redaktion:

Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker  – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

 

 

-------- Weitergeleitete Nachricht -------- 

Betreff: 
KONF: 'Das deutsche Buch' in der Debatte um nationale Identität und kulturelles Erbe, Weimar (9.-11.03.05)
Datum: 
Mon, 28 Feb 2005 12:46:12 +0100
Von: 
H-GERMANISTIK [Constanze Baum] <baum@H-GERMANISTIK.DE>
Antwort an: 
H-Net Network on German Literature and Philology <H-GERMANISTIK@H-NET.MSU.EDU>
An: 

 

From: Sabine Walter [mailto:sabine.walter@swkk.de]
Subject: Publikation Tagung in Weimar
Date: Monday, February 28, 2005 10:48 AM
 
 
Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen
in Zusammenarbeit mit der Historischen Kommission des Börsenvereins des
Deutschen Buchhandels
 
"Das ist nicht des Deutschen Größe / obzusiegen mit dem Schwert"
(Schiller) -
'Das deutsche Buch' in der Debatte um nationale Identität und
kulturelles Erbe
 
Tagung zur Eröffnung des neuen Studienzentrums der Herzogin Anna Amalia
Bibliothek
9. bis 11. März 2005
Ort: Bücherkubus im neuen Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia
Bibliothek, Platz der Demokratie 4, Weimar
Tagungsleitung: Dr. Michael Knoche, Justus H. Ulbricht, Dr. Jürgen Weber
 
Aus Anlass von Friedrich Schillers 200. Todestag am 9. Mai 2005 lädt die
Herzogin Anna Amalia Bibliothek zu einer Tagung über "Das deutsche Buch"
ein. Mit seinem kulturpatriotischen Pathos hat Schiller eine
Traditionslinie geprägt, die auch heute noch präsent ist. Nach Schiller
bestehe Deutschlands Sendung nicht in militärischer Stärke, sondern
darin, "ins Geisterreich zu dringen", um sich das Fremde anzueignen und
es zu bewahren. So werde "die deutsche Sprache die Welt beherrschen".
Hier wird deutlich, welch zutiefst ambivalente Züge diese Gedanken
beinhalten.
Schiller zitierend haben sich Kulturpolitiker gerne für "das deutsche
Buch" eingesetzt. Dieser Begriff tauchte nicht nur in der 1. Hälfte des
20. Jahrhunderts - insbesondere im Nationalsozialismus - auf, sondern
wird auch heute noch oft verwendet. Der Börsenverein verleiht die
Plakette "Dem Förderer des deutschen Buches", und die Volkswagen
Stiftung publiziert eine Förderbilanz unter dem Titel "Das deutsche
Buch. Die Sammlung deutscher Drucke 1450 - 1912".
Die Tagung untersucht die Frage, welche historischen und ideologischen
Voraussetzungen dem "deutschen Buch" zugrunde liegen. Welche Rolle
spielt "das deutsche Buch" für die nationale Identität heute? Ist es für
die Bewahrung des kulturellen Erbes in Deutschland eine taugliche
Kategorie? Das Fehlen einer deutschen Nationalbibliothek, der
Papierzerfall, die Neuen Medien, die Transformation des gedruckten in
das elektronische Buch und nicht zuletzt die Multikulturalität der
deutschen Gesellschaft - all dies ist Anlass, die Geschichte, Akteure
und Institutionen des "deutschen Buches" näher zu betrachten.
 
Programm
 
Mittwoch, 9. März 2005, 9.30 Uhr bis ca. 20.30 Uhr
 
Grußwort und Einführung
Hellmut Seemann, Präsident der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen
Dr. Michael Knoche, Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek
 
Weimarer Klassik und nationale Identität
Prof. Dr. Hans Jürgen Schings, Freie Universität Berlin
 
Teil 1: Nationales Erbe - Weltkulturerbe
Nationale Identität und kulturelles Gedächtnis
Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Fabian, FBA, Westfälische
Wilhelms-Universität Münster
 
Überstaatliche Kulturpolitik: UNESCO und Weltkulturerbe
Prof. Dr. Marie-Theres Albert, Brandenburgische Technische Universität
Cottbus
 
"The Book in Britain" - Perspektiven und Herausforderungen im 21.
Jahrhundert
Karen Limper, The British Library London
 
Öffentlicher Abendvortrag um 19.00 Uhr
"Freiheit der Vernunft erfechten/heißt für alle Völker rechten".
Deutscher Traum und deutsche Wirklichkeit
Dr. h.c. Friedrich Dieckmann, Berlin
 
Donnerstag, 10. März 2005, 9.30 Uhr bis ca. 20.30 Uhr
Teil 2: Das deutsche Buch
 
Das deutsche Buch im Ausland
Prof. Dr. h.c. mult. Klaus G. Saur, De Gruyter, Berlin/München
 
"Von deutscher Art und Kunst". Deutschnationale Verlagspolitik und
völkische (Buch-) Ideologie
Justus H. Ulbricht, Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen
 
Die "Woche des deutschen Buches" in Weimar
Dr. Johannes Mangei, Herzogin Anna Amalia Bibliothek
 
Das deutsche Buch ist wandelbar. Vom Umschreiben der Literaturgeschichte
um 1933
Privatdozent Dr. Andreas Schumann, Ludwig Maximilians-Universität München
 
Gab es in der DDR "das deutsche Buch"?
Privatdozent Dr. Siegfried Lokatis, Zentrum für Zeithistorische
Forschung, Potsdam
 
Räume und Kulturen. Perspektiven der Geschichtsschreibung
deutschsprachiger Literatur
Dr. Andreas Herzog, Universität Leipzig
 
Öffentliche Abendveranstaltung: Vortrag mit Film um 19.00 Uhr
Das deutsche Buch und seine Messen
Prof. Dr. Stephan Füssel, Johannes Gutenberg-Universität, Mainz
 
 
Freitag, 11. März 2005, 9.30 Uhr bis ca. 14.00 Uhr
Teil 3: Nationale Förderprogramme
 
Flüchtiges Erbe - Nationale Sammlungen in virtuellen Netzen
Dr. Jürgen Weber, Herzogin Anna Amalia Bibliothek
 
Strategien zur Erhaltung des ,deutschen Buches'
Dr. Michael Knoche, Herzogin Anna Amalia Bibliothek
 
Podiumsdiskussion
Was gehört heute und in Zukunft zum schriftlichen Kulturerbe in
Deutschland und wer wird seine Erhaltung finanzieren?
Dr. Jürgen Bunzel (Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bonn)
Dr. Wilhelm Krull (Volkswagenstiftung, Hannover)
Dr. Georg Ruppelt (Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände und
Niedersächsische Landesbibliothek, Hannover)
Prof. Dr. Karin von Welck (Senatorin für Kultur, Hamburg)
Moderation: Dr. Elisabeth Niggemann (Die Deutsche Bibliothek, Frankfurt/M.)
 
Die Tagung wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und
Medien gefördert.
 
Die Abendvorträge beginnen jeweils um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Anmeldung per e-mail erbeten an: haab@swkk.de <mailto:haab@swkk.de> oder
telefonisch unter (03643) 545200, Fax (03643) 545220.
 
Kontakt: Herzogin Anna Amalia Bibliothek
Sabine Walter
Platz der Demokratie 4
99423 Weimar
Tel. (03643) 545830
E-mail: sabine.walter@swkk.de <mailto:sabine.walter@swkk.de>
 
Hotelinformationen über die Touristinformation Weimar, Tel. (03643)
745-0 und www.weimar.de
 
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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Mark-Georg Dehrmann] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu

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Keywords: ANK