CFP: Sprache und Bild in der öffentlichen Kommunikation II: empirische Zugänge, Bremen (15.03.2020)

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Der Fachbereich 10: Sprach- und Literaturwissenschaften der Universität Bremen und das Institut für sprachliche Kommunikation der Kazimierz-Wielki-Universität Bydgoszcz veranstalten eine internationale Konferenz zum Thema „Sprache und Bild in der öffentlichen Kommunikation II: empirische Zugänge”.

Konferenztermin: 15.-16. Mai 2020
Konferenzsprache: Deutsch
Veranstaltungsort: Universität Bremen
Konferenzgebühr: keine
Anmeldefrist: 15. März 2020

Die Problematik der verschiedenartigen Relationen zwischen Sprache und Bild gehört bereits seit Langem zum wichtigen Forschungsgegenstand der Linguistik, die vor allem angesichts der allgegenwärtigen Kopräsenz der beiden Modalitäten nicht (mehr) Bilder ignorieren kann. Auch wenn die materielle Erscheinungsform der (Schrift)Sprache niemals ganz ohne Einfluss auf den Kommunikationsprozess war, erscheint heute die Materialität der visuellen Kommunikationsformen als ein noch relevanterer Teil der Kommunikation. Sprache und Bild in der multimodalen Kommunikation erfüllen mehrere Funktionen sich einander gegenüber und stehen in einer besonders engen Beziehung zueinander, so dass sie sich kaum separat analysieren lassen. Nach der erfolgreichen ersten Veranstaltung in Bydgoszcz greift die zweite Konferenz in Bremen die zentralen Themen wieder auf und betrachtet weitere Methoden und Ansätze für deren effektive Untersuchung.

Nur einer der Bereiche von der Alltagskommunikation, in denen solche Gewerbe von Sprache und Bild anzutreffen sind, ist das Gebiet der breit aufgefassten öffentlichen Kommunikation. Darunter sind alle kommunikativen Erscheinungen zu verstehen, die sich dadurch kennzeichnen, dass sie einen mehrfachen Adressaten haben. Zu denen zählen sowohl die kommunikativen Praktiken in den analogen Räumen der für jedermann frei betretbaren Orte wie Bahnhöfe, Flughäfen, öffentliche Institutionen, Einkaufszentren u. a., deren besondere Örtlichkeitsbedingungen die Kommunikationssituation beeinflussen, als auch diejenigen in dem weitgehend technisch bedingten kommunikativen Umfeld der virtuellen Räume von den elektronischen Massenmedien. Ein gemeinsamer Nenner, der alle diesen äußerst diversen Kommunikationsräume verbindet, ist die Tatsache, dass darin zugleich mit der Sprache und mit den Bildern kommuniziert wird.

Angesichts der veränderten kommunikativen Realität taucht auch in der linguistisch basierten Diskussion immer wieder die multimodale Herangehensweise auf, in der vor allem die Fragen nach dem Wesen und der Funktion der Sprache in unterschiedlichen Verbindungen von Sprache und Bild gestellt werden. Dies ergibt sich konsequenterweise aus der Spezifik der heutigen Kommunikation, stellt jedoch gleichzeitig eine Herausforderung für die heutige Linguistik dar, die von immer mehr Linguisten angenommen wird.

Die Konferenz ist als ein Austauschforum für die Wissenschaftler konzipiert, die sich in ihrer Forschung mit verschiedenen Aspekten der Wechselbeziehung zwischen Sprache und Bild in der öffentlichen Kommunikation aus unterschiedlichen Blickwinkeln befassen. Es sind vor allem Beiträge erwünscht, die einen der folgenden Fragestellungen unter Lupe nehmen:

  • Sprache und Bild als Zeichenkategorien vor dem Hintergrund der modernen semiotischen Forschung,
  • Problem der definitorischen Abgrenzung zwischen Sprache und Bild und der Tauglichkeit von den tradierten Definitionen,
  • Funktion und Wirkung von Sprache und Bild in den öffentlichen multimodalen Kommunikationsformen,
  • Einfluss der Multimodalität auf die Genres in der öffentlichen Kommunikation (aus der synchronischen und diachronischen Perspektive),
  • Eigenschaften der multimodalen visuellen Kommunikationsformen in der Öffentlichkeit,
  • Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Sprachwissenschaft und anderen Disziplinen zur Erforschung der multimodalen Kommunikation.

Wir bitten um Vorschläge für Kurz- und Langvorträge zu diesem Themenspektrum von entsprechend 15 und 25 Minuten Vortragszeit (plus voraussichtlich 15 Minuten Diskussion). Die Vorschläge für Referate werden bis zum 15. März 2020 über das Anmeldeformular: https://forms.gle/GxR5srAfVkekvn238 erbeten.

Eine Rückmeldung über die Annahme der Vorschläge erfolgt bis zum 31. März 2020. Die Kosten für Reise, Unterkunft  und Verpflegung sind von den Teilnehmern selbst zu tragen. Nach der Konferenz wird gegebenenfalls eine angemessene Veröffentlichungsform auf Basis der angenommenen Beiträge überlegt.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Die Organisatoren

Prof. Dr. phil. John A. Bateman (Universität Bremen)
E-Mail: bateman@uni-bremen.de

Dr. Anna Kapuścińska (Kazimierz-Wielki-Universität Bydgoszcz)
E-Mail: a.kapuscinska@ukw.edu.pl


Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Johannes Schmidt] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu

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