KONF: „Erforscht wird alles, was erzählt“? Erzählforschung aus mediävistischer Perspektive, Braunschweig (20. und 21. Februar 2020)

Sebastian Holtzhauer's picture

Tagungsort: Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte, Hörsaal im EG, Fallersleber-Tor-Wall 23, 38100 Braunschweig


 

Datum: 20.und 21. Februar 2020

 

Mit der Erzählforschung hat die germanistische Mediävistik in den letzten Jahren einen eigenen Begriff geprägt, der sich von der allzu strukturalistischen Narratologie abzugrenzen wünscht. Ursprünglich stammt der Begriff aus der volkskundlichen Erzählforschung (bspw. den Arbeiten von Vladimir Propp zur Morphologie von Märchen), soll aber stärker inklusiv gebraucht werden: „Erforscht wird alles, was erzählt“ (von Contzen 2018). An dieser Begriffsprägung orientieren sich auch die von Albrecht Hausmann und Anja Becker seit 2018 online herausgegebenen „Beiträge zur mediävistischen Erzählforschung“. In der letzten Dekade sind viele Beiträge erschienen, die sich mit den Texten, Termini und Theorien der Erzählforschung aus einer spezifisch ‚historisch-synchronen‘ (von Contzen 2018) Perspektive befassen.


Die 2. Tagung des [PostDoc] Netzwerk Nord im Verbund Mittelaltergermanistik Nord (MGN) möchte sich diesen aktuellen Ansätzen zur Erzählforschung widmen.

 

Um Anmeldung für die Tagung wird bis zum 10. Februar 2020 gebeten an:

n.lordick@tu-braunschweig.de (Nadine Lordick)

 

Die Tagung findet mit freundlicher Unterstützung des Instituts für Germanistik der TU Braunschweig (Lehrstuhl Prof. Dr. Regina Toepfer) statt. Es fällt keine Tagungsgebühr an.

 

Sebastian Holtzhauer (Uni Osnabrück/Uni Augsburg), Nadine Lordick (TU Braunschweig), Jeremias Othman (TU Braunschweig), Anabel Recker (Uni Göttingen), Sarah Katharina Rose (Uni Hamburg)

 

 

Tagungsprogramm

 

Donnerstag, 20. Februar 2020

 

ab 14.30 Uhr             

Ankunft

 

15.00–15.15 Uhr       

Begrüßung

 

15.1516.00 Uhr

Martin Sebastian Hammer (Oldenburg/Wuppertal): Histoire, discours – narration. Zur (vergessenen) Ternarität des    Genetteschen Modells und deren mediävistischer Relevanz

 

Moderation: Sebastian Holtzhauer (Osnabrück/Augsburg)

 

16.0016.45 Uhr

Anabel Recker (Göttingen): Stimme und Modus im ‚Meleranz‘ des Pleier

 

Moderation: Sebastian Holtzhauer (Osnabrück/Augsburg)

 

16.4517.00 Uhr

Pause

 

17.0017.45 Uhr       

Julika Moos (Göttingen): Tratschtanten und Schwindler. Unzuverlässiges Erzählen im höfischen Roman?

 

Moderation: Sebastian Holtzhauer (Osnabrück/Augsburg)

 

19.30 Uhr

Gemeinsames Abendessen im ,Sultana‘

 

 

Freitag, 21. Februar 2020

           

9.0009.45 Uhr

Nadine Lordick (Braunschweig): Aller Heiligkeit Ursprung: Maria im ‚Passional‘

 

Moderation: Sarah Katharina Rose (Hamburg)

 

09.4510.30 Uhr

Mareike von Müller (Göttingen): Überwindungsfiguren. Techniken des Anerzählens gegen narrative Sinnstrukturen im ‚Ötenbacher Schwesternbuch‘

 

Moderation: Sarah Katharina Rose (Hamburg)

 

10.3011.00 Uhr       

Pause

 

11.0011:45 Uhr

Hannah Rieger (Kiel): Zum Teufel mit der Rhetorik. Zu den ‚Teufelsprozessen‘ und zum ‚Reynke de Vos‘ (1498) unter dem Blickwinkel von Gert Hübners ‚praxeologischer Narratologie‘

 

Moderation: Sarah Katharina Rose (Hamburg)

 

11.45–12.30 Uhr       

Zusammenführende Diskussion: „Erforscht wird alles, was erzählt“?

 

Moderation: Anabel Recker (Göttingen)

 

12.3013.15 Uhr

Pause

 

13.1514.00 Uhr

Jeremias Othman (Braunschweig): Workshop mit Diskussion: Mediävistik in der Schule

 

Moderation: Nadine Lordick (Braunschweig)

 

14.0014.30 Uhr

Planung der nächsten Tagung und Verabschiedung

 

Der Flyer zur Tagung ist unter folgendem Link herunterzuladen: http://www.mediaevum.de/tagung/20200120_Flyer_MGN%20Tagung.pdf