KONF: Polemische Öffentlichkeit(en), Bonn (13. – 14.02.2020)

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Tagung am 13./14.02.2020 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Lennéstraße 6, Raum 4.001, 53113 Bonn

Bringt die öffentliche politische Diskussion eher einen Polarisierungs- als einen Rationalitätseffekt hervor? Diese Frage ist angesichts der jüngsten Entwicklungen vor allem im digitalen Raum von Neuem virulent geworden. Die Tagung will Spielarten polemischer Öffentlichkeit, die nicht auf Verständigung, sondern auf Totalisierung der „Willenspolarität“ (E. Manheim) ausgerichtet ist, im Grenzbereich zwischen literarischer und politischer Kommunikation historisch perspektivieren. In welchen spezifischen medialen, diskursiven und politischen Konfigurationen lassen sich Formen polemischer Öffentlichkeit um 1800, um 1900 und um 2000 beobachten?

Organisation: Elke Dubbels, Jürgen Fohrmann, Andrea Schütte

 

Donnerstag, 13.02.2020

 

09:45-10:00 Uhr                     Empfang

10:00-10:30 Uhr                     Begrüßung, Einführung

 

Moderation: Alexander Kling  

10:30-11:30 Uhr                     Johannes Lehmann: Lenz contra Wieland. Polemik als Theorie der Öffentlichkeit

11:30-12:30 Uhr                     Elke Dubbels: Für/gegen die Revolution: Polemische Öffentlichkeit in der Mainzer Republik

 

12:30-13:30 Uhr                     Mittagspause

 

Moderation: Christian Meierhofer

13:30-14:30 Uhr                     Dorothea Walzer: Politik als Stimmungsmache: Heine und die Folgen

14:30-15:30 Uhr                     Dirk Rose: Bilanzen der Moderne. Polemische Öffentlichkeit um 1900

 

15:30-16:00 Uhr                     Kaffeepause

 

Moderation: Christopher Busch

16:00-17:00 Uhr                     Jürgen Fohrmann: Das Manifest als (polemische) Öffentlichkeit. Adresse und Unadressierbarkeit ‚um 1900‘

17:00-18:00 Uhr                     Giancarlo Corsi: Die Entstehung der öffentlichen Meinung und die Demokratisierung der Politik:

                                                  Vom Buchdruck zu den social media

 

Freitag, 14.02.2020

 

Moderation: Jana Schuster

09:30-10:30 Uhr                     Rupert Gaderer: Polemische Aktivitäten. Karl Kraus und die digitale Kritik

10:30-11:00 Uhr                     Kaffeepause

11:00-12:00 Uhr                     Andrea Schütte: „Wer ist hier das Arschloch?“ Print- oder Netzpolemik?

 

12:00-13:00 Uhr                     Mittagspause

 

Moderation: Johannes Franzen

13:00-14:00 Uhr                    Jürgen Brokoff: "Ich wäre gerne noch viel skandalöser."

                                                  Skandalproduktion und polemische Öffentlichkeiten seit den 1990er Jahren

14:00-15:00 Uhr                    Niels Werber: Popularität und Populismus

 

Anmeldung bis 06.02.2020 unter: a.schuette[at]uni-bonn.de


Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Nils Gelker] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu