ANK: Poetica 6: »Widerstand. The Art of Resistance«, Köln (20.01.–25.01.2020)

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Poetica 6: »Widerstand. The Art of Resistance«

Festival für Weltliteratur vom 20. bis 25. Januar 2020 in Köln

„Schlechte Gedichte/ bekehren den Despoten nicht.

 Das gilt, leider, auch für die guten Gedichte.“

 (Richard Krynicki)

Dass die Poesie sich stets die Freiheit nimmt, Dinge anders zu sehen und zu fassen, Unmögliches zu versuchen, dass ein Gedicht also eine Kapsel voller Freiheit ist und seine Leser*innen einlädt, es ihm gleich zu tun und die Welt anders zu denken, haben Autokraten ihm immer schon übelgenommen.

Eine Zumutung im besten Sinne ist jedes gelungene Gedicht. Aber: Gibt es Zeiten (und sind dies unsere Zeiten?), in denen die Sprache des Gedichts eindeutiger, in denen es unmissverständliche Gegenrede werden muss, Kritik der Zustände? Liefe es bei der Berührung mit der Tagespolitik Gefahr, selbst mit dem Tag zu vergehen? Und auf welche Fahne – der knatternden auf den Barrikaden oder der trotzig gehissten auf der einsamen Insel – würde die herrliche Zeile Peter Rühmkorfs geschrieben: »Bleib erschütterbar und widersteh«?

 

›Widerstand. The Art of Resistance‹ lautet das Thema der Poetica 6, des sechsten Festivals für Weltliteratur, das vom Internationalen Kolleg Morphomata der Universität zu Köln zusammen mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung vom 20. bis 25. Januar 2020 in Köln veranstaltet wird. Kurator ist der deutsche Schriftsteller Jan Wagner. Er hat Autor*innen aus drei Kontinenten und zehn Ländern zu öffentlichen Lesungen und Diskussionen eingeladen: Tadeusz Dabrowski (Polen), Federico Italiano (Italien), Erik Lindner (Holland), Luljeta Lleshanaku (Albanien), Agi Mishol (Israel), Helen Mort (England), Herta Müller (Deutschland), Sergio Raimondi (Argentinien), Xi Chuan (China) und Serhij Zhadan (Ukraine).

Die Poetica findet an verschiedenen Orten in Köln statt: in der Universität, der Stadtbibliothek, der Kulturkirche, der Kunsthochschule für Medien, im Literaturhaus, im Alten Pfandhaus und im Schauspiel Köln. 

Programm:

Montag, 20.01.2020, 19:00 Uhr // Universität zu Köln, Aula I+II: »Widerstände«: Auftaktveranstaltung mit den Autor*innen der Poetica

Dienstag, 21.1.2020, 14:00 Uhr // Aula der Kunsthochschule für Medien Köln: »Poetry makes nothing happen«: Öffentliche Diskussion mit den Autor*innen der Poetica

Dienstag, 21.1.2020, 19:30 Uhr // Kulturkirche Köln: »Mein Vaterland war ein Apfelkern«: Lesung und Gespräch mit Herta Müller

Mittwoch, 22.1.2020, 19:30 // Literaturhaus Köln: »Notizen zum Mosquito«: Lesungen und Gespräche mit Agi Mishol, Tadeusz Dabrowski und Xi Chuan 

Donnerstag, 23.1.2020, 14:00 Uhr // Internationales Kolleg Morphomata: »Eine Verteidigung der Poesie«: Öffentliche Diskussion mit den Autor*innen der Poetica

Donnerstag, 23.1.2020, 19:30 Uhr // Zentralbibliothek der Stadtbibliothek Köln : »Widerstehen und Abwarten«: Lesungen und Gespräche mit Luljeta Lleshanaku, Sergio Raimondi und Serhij Zhadan

Freitag, 24.1.2020, 20:00 Uhr // Altes Pfandhaus Köln: »Europa im Gedicht Grand Tour«: Lesungen und Gespräche mit Tadeusz Dabrowski, Erik Lindner, Luljeta Lleshanaku, Helen Mort und Serhij Zhadan

Samstag, 25.1.2020, 20:00 Uhr // Schauspiel Köln, Depot 2: »Anderer Leute Träume«: Szenische Installation mit den Autor*innen der Poetica

 

Ein ausführliches Programm inklusiver einer Kurzbeschreibung der jeweiligen Veranstaltung finden Sie hier.


Wann: 20. bis 25. Januar 2020
Kontakt: Marta Dopieralski , Tel.: +49 (0)221-470-1433
Email: marta.dopieralski@uni-koeln.de
Internet: www.poetica.uni-koeln.de // www.facebook.com/PoeticaKoeln
 
 

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Constanze Baum] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu