CFP: Die Kulturwissenschaften: Perspektiven der Germanistik als kulturelle Brücke zwischen Afrika und Europa, Lomé (15.11.2019)

Klaus Amann's picture

CALL FOR PAPERS

Tagung in Zusammenarbeit

mit der Universität Luxemburg, der Universität Innsbruck und der Université de Lomé

27. & 28. Januar 2020 in Lomé (Togo)

Die Kulturwissenschaften: Perspektiven der Germanistik als kulturelle Brücke zwischen Afrika und Europa

Seit der performativen Wende (dem performative turn) der 1960er Jahre, die Doris Bachmann-Medick als eine Fokussierung auf kulturelle Ausdrucksdimensionen von Handlungsereignissen,  die Inszenierungskultur und  die praktischen Herstellung von Erfahrungen im Alltagsleben auffasst (Bachmann-Medick 2009: 104), haben sich auch viele Tendenzen der Kulturwissenschaft(en) in philologischen Fächern entsprechend etabliert. Folglich ist z.B. die Rede von romanistischen, komparatistischen, germanistischen, anglistischen Kulturwissenschaften, die gelegentlich auch Disziplinen wie Ethnologie, Anthropologie, Theaterwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Soziologie usw. heranziehen. So geht der performative turn nicht nur in den einzelnen Disziplinen mit neuen Forschungsorientierungen einher; zugleich erfordern sie philologisch-interdisziplinäre bzw. fachübergreifende sowie kulturell grenzüberschreitende Methoden und Ansätze, die zu produktiven Erkenntnissen in den jeweiligen Wissenschaften führen sollen.

In diesem Zusammenhang veranstalten die Universität Innsbruck, die Université du Luxembourg und die Université de Lomé eine gemeinsame Tagung zum Thema „Die Kulturwissenschaften: Perspektiven in der Germanistik als kulturelle Brücke zwischen Afrika und Europa“. Die gemeinsame Tagung, die vom 27. bis zum 28. Januar 2020 in Lomé (Togo) stattfindet, zielt darauf ab, einerseits zwischen den genannten Universitäten im kulturwissenschaftlichen und künstlerisch-praxisorientierten Kontext eine inter- bzw. transkulturelle Zusammenarbeit zu initiieren und sie später durch gemeinsame Forschungsprojekte näher zusammenzubringen; anderseits legt die gemeinsame Tagung ihren Fokus auf spezifische Perspektiven, neue Methoden und Ansätze in der afro-europäischen Germanistik in Zusammenhang mit den Kulturwissenschaften.

Leitende Fragen können sein: Welche wissenschaftlichen und interdisziplinären Verknüpfungsansätze kennzeichnen die Germanistik als kulturellen Brückenschlag zwischen Afrika und Europa in Zusammenhang mit Disziplinen wie z.B. Komparatistik, Theaterwissenschaft, (kontrastive) Linguistik, Geschlechterforschung, Anthropologie, Geschichtswissenschaften usw.? Wie könnten dabei die unterschiedlichen kulturwissenschaftlichen Ansätze im heutigen Zeitalter wachsender Kulturkontakte, zunehmender Mobilität sowie Internationalisierungs- und Vernetzungstendenzen in der afro-europäischen Germanistik für gemeinsame innovative und kulturübergreifende Forschungsprojekten eingesetzt werden? 

Dieser Call for Papers wendet sich an alle, die sich wissenschaftlich oder künstlerisch/ästhetisch mit einigen Aspekten dieser Fragenkomplexe beschäftigen. Vorschläge aus allen Teildisziplinen der Germanistik sowie der o.a. Disziplinen sind willkommen. Die Liste möglicher Themen umfasst u.a.:

  • Das Europabild in der togoischen Literatur / im togoischen Theater
  • Das Togo- bzw. Afrika-Bild in der deutschsprachigen Literatur / im deutschen Theater
  • Die Auseinandersetzung mit dem kulturell ‚Anderen‘ aus allen Epochen
  • Mediale Vermittlung der o.a. Aspekte
  • Kolonial- und Imperialismusgeschichte
  • Missionierung und Sprache
  • Togoische bzw. afrikanische Beiträge zum deutschen bzw. europäischen kulturellen Leben (Literatur, bildende Kunst, Theater, Musik)

Beitragsvorschläge mit Titel in Form eines Abstracts  (nicht mehr 250 Wörter) sowie knappe akademische und/oder künstlerische Angaben zur Person (nicht mehr als 100 Wörter) werden bis zum 15. November per Email an klaus.amann@uibk.ac.atkoku.nonoa@uni.ludyigbe@univ-lome.tg erbeten.

Organisatorische Fragen: Informieren Sie sich bitte bei Ihren jeweiligen Institutionen über etwaige Finanzierungsmöglichkeiten für Ihre Teilnahme an der Tagung. 

Weitere Informationen (z.B. bezüglich der Unterbringung) erhalten Sie zeitgerecht, sobald Ihr Vorschlag angenommen wurde.

Konzept und Organisation:                                                                                                         

Prof. Dr. Gilbert Dotse Yigbe

Université de Lomé

Germanistique-Littérature comparée
 

assoz. Prof. Mag. Dr. Klaus Amann                                                                                              

Universität Innsbruck                                                                                                                     

Institut für Germanistik                                                                                                                  

 

Dr. Koku G. Nonoa

Universität Luxemburg

Institut für deutsche Sprache, Literatur und für Interkulturalität

 

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Mark-Georg Dehrmann] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu