ANK: Vortrag mit Workshop. James Conant: Wittgensteins Kritik am additiven Verständnis des sprachlichen Zeichens, Osnabrück (01.11.2019)

Elisabeth Flucher's picture

Im Rahmen des Germanistischen Kolloquiums unter Leitung von Prof. Dr. Christoph König ist Prof. Dr. James Conant (University of Chicago/Universität Leipzig) für einen Vortrag mit Workshop zu Gast:

 

am Freitag, den 1.11.2019, von 14:00 bis 18:00 im Gästehaus der Universität Osnabrück, Lürmannstraße 33.

 

James Conant ist seit 2017 Alexander von Humboldt-Professor an der Universität Leipzig. In seinem Vortrag stellt er sein Wittgenstein-Kapitel aus seiner neuesten Publikation ›The Logical Alien – Conant and His Critics‹ (2020, Harvard University Press) vor. Darin argumentiert er, dass sowohl der frühe als auch der späte Wittgenstein die Vorstellung zurückweist, dass das »bloße Zeichen« der logisch einfachere und grundlegendere Fall ist und dass das, was ein bedeutsames Symbol ist, durch die Ausarbeitung eines entsprechend angereicherten Begriffs des Zeichens erklärt werden kann. Der ›Tractatus‹ formuliert diesen Punkt so: »Das Zeichen ist das sinnlich Wahrnehmbare am Symbol.« Für Wittgenstein gibt es hierbei keine privilegierte Richtung der explanatorischen Priorität: Ohne Zeichen gibt es keine Symbole (daher gibt es ohne Sprache kein Denken) und ohne irgendeine Art der Beziehung zu Symbolen gibt es keine Zeichen. Folglich setzt der von Philosophen geprägte Begriff des »bloß Sprachlichen« eine interne Beziehung zu Symbolen voraus. – Der Workshop richtet sich an Literaturwissenschaftler und Philosophen.

 

Interessierte bitten wir um kurze Anmeldung per E-Mail an elisabeth.flucher@uni-osnabrueck.de.

Alle Teilnehmer des Workshops erhalten das genannte Kapitel vorab. 


Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Johannes Schmidt] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu