ZS: Berliner Debatte Initial 30 (2019), Heft 2: Die Ästhetik des Kommunismus – Lothar Kühne

Thomas Möbius's picture

Das aktuelle Themenheft  von „Berliner Debatte Initial“ ist dem Kulturphilosophen, Ästhetiker und Architekturtheoretiker Lothar Kühne (1931–1985) gewidmet. Mit seinem Ansatz, „in der praktischen Lebenstätigkeit und in den materiellen Lebensbedingungen der Menschen die Funktionen ästhetischer Faktoren zu erfassen“, prägte Kühne die Ästhetik- und Architekturdebatten in der DDR. Die Beiträge beleuchten Kühnes Stellung im „intellektuellen Haushalt“ der DDR, erörtern Entstehungskontexte und Wirkungen und fragen danach, wie Kühnes Werk heute, unter anderen gesellschaftlichen Bedingungen als jenen, in denen und für die es entstand, neu gelesen werden kann.

Ergänzt wird der Themenschwerpunkt durch eine Vorlesung des Designtheoretikers Heinz Hirdina zu Raumkonzepten am Bauhaus. Weiterhin enthalten zwei Texte von Wolfgang Harich, in denen er sich mit Arnold Gehlen und dessen philosophischer Anthropologie auseinandersetzt; eingeleitet vom Herausgeber der Schriften Harichs aus dem Nachlass, Andreas Heyer.

 

Themenschwerpunkt: Die Ästhetik des Kommunismus – Lothar Kühne

 

Michael Brie: Dialektik des Kommunistischen und Bürgerlichen. Die sozialismustheoretischen Grundlagen der Ästhetik Lothar Kühnes (S. 7–18)

 

Christine Weckwerth: „In der Zeit des Verrats sind die Landschaften schön“. Lothar Kühnes ästhetische Fortbildung des Marx’schen Vergegenständlichungskonzepts (S. 19–30)

 

Martin Küpper: Maß der Freiheit. Behutsamkeit bei Lothar Kühne (S. 31–44)

 

Lothar Kühne: Über die Historizität des Subjektiven (S. 45–47)

 

Lothar Kühne: Perspektiven des Bauens (S. 48–52)

 

Bruno Flierl: Architektur, Haus und Landschaft. Dokumentation eines Vortrags zum 70. Geburtstag Lothar Kühnes 2001 (S. 53–58)

 

Simone Hain: Dem Historischen selbst ins Auge sehen. Lothar Kühne und die Architektur (S. 59–72)

 

Olaf Weber: An einen Besuch bei Lothar Kühne habe ich fast keine Erinnerung (S. 73–74)

 

Jörg Petruschat: Schwingkreise der Erregung. Einige Bemerkungen zum Begriff der Resonanz bei Lothar Kühne (S. 75–91)

 

Achim Trebeß: Funktionalismus. Ein soziales Programm (S. 92–103)

 

Heinz Hirdina: Der entlastete Raum. Raumkonzepte am Bauhaus (S. 104–113)

 

Dokumentation

 

Andreas Heyer: „Ein Kollektivwesen namens Gehlen“. Wolfgang Harich und die Anthropologie Arnold Gehlens (S. 114–118)

 

Wolfgang Harich: Brief an Arnold Gehlen vom 26. April 1952 (S. 119–123)

 

Wolfgang Harich: Vorwort zu Arnold Gehlens „Der Mensch“ (S. 124–130)

 

Besprechungen und Rezensionen (S. 131-146)

 

Wladislaw Hedeler: Briefe aus dem Gulag

 

Deutschland und die Sowjetunion 1933–1941. Dokumente aus russischen und deutschen Archiven. Herausgegeben von Sergej Slutsch und Carola Tischler unter Mitarbeit von Lothar Kölm (Wladislaw Hedeler)

 

Karl Marx, Friedrich Engels: Deutsche Ideologie. Manuskripte und Drucke (MEGA) (Olaf Briese)

 

Thomas Flierl, Philipp Oswalt (Hg.): Hannes Meyer und das Bauhaus. Im Streit der Deutungen (Ullrich Hartung)

 

Bruno Flierl: Haus. Stadt. Mensch. Über Architektur und Gesellschaft. Gespräche mit Frank Schumann (Martin Küpper)

________________________________________________________________________________________________________________

Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Lukas Büsse] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu