KONF: Geselliger Sang. Poetik und Praxis des deutschen Liebeslieds im 15. und 16. Jahrhundert (Leipzig, 25.07.–27.07.2019)

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Ziel der interdisziplinären und internationalen Tagung ist es, das Liebeslied des 15. und 16. Jahrhunderts in seinen ›geselligen‹ Dimensionen auszuloten. Aspekte der Poetik und Praxis sollen insbesondere mit Blick auf soziale und mediale Kontexte neu beleuchtet werden. Die altgermanistischen, musikwissenschaftlichen und niederlandistischen Beiträge verbinden konzeptuelle Überlegungen u.a. zu Problemen von Überlieferung und Autorschaft, Text und Kontext, Gebrauch und Codifizierung mit konkreten Beobachtungen zu Liedern und Liederbüchern, Melodien und Tonsätzen.

Organisation: Cordula Kropik (Leipzig), Stefan Rosmer (Basel)

Wir bitten um eine kurze Anmeldung bis 18. Juli 2019 (cordula.kropik@uni-leipzig.de, stefan.rosmer@unibas.ch), aber auch spontane Besucher_innen sind willkommen.

 

PROGRAMM:

Donnerstag, 25. Juli
(Neuer Senatssaal, Ritterstr. 26)

14.30
Cordula Kropik (Leipzig), Stefan Rosmer (Basel):
Begrüßung und Einleitung

15.00
Nicole Schwindt (Trossingen):
Augsburger Lieder zwischen der Hätzlerin und Öglin. Die Liedsammlung Zürich, Zentralbibliothek, G 438

15.45
Johan Oosterman (Nijmegen):
Singen am Niederrhein. Eine Neubewertung der Musik- und Liedkultur an den Höfen Kleve und Jülich-Geldern 1405–1430

16.30
Kaffeepause

17.15
Anja Becker (München):
Gesellige Minnegaben? Neujahrs-Liebeslieder des 15. Jahrhunderts

18.00
Franz-Josef Holznagel (Rostock), Max Hattwich (Berlin), Hartmut Möller (Rostock):
Das Liederbuch des Sebastian Eber (von 1596) als Ausdruck patrizischer Geselligkeitskultur in der Reichsstadt Nürnberg

 

Freitag 26. Juli
(Neuer Senatssaal, Ritterstr. 26)

09.15
Marc Lewon (Basel):
Die vielen Gesichter des Lochamer-Liederbuchs. Eine Quelle zwischen Sammlung, Skizze, Stimmbuch und Tabulatur

10.00
Lisa Pütz (München):
Liebeslieder im handschriftlichen Kontext. Beobachtungen zu Mehrfachüberlieferungen in schwäbischen Liederbüchern

10.45
Kaffeepause

11.15
Martin Kirnbauer (Basel):
Die deutschen Lieder in Schedels Liederbuch

12.00
Clara Strijbosch (Utrecht):
Private Öffentlichkeit. Liebeslieder in Alba Amicorum und Liederbüchern des 16. Jahrhunderts

12.45
Mittagspause

14.30 Josef Focht (Leipzig):
Führung durch das Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig

16.00
Cécile de Morrée (Utrecht):
Laughter, Love, Lust and Marriage in Dutch Festive Song Culture (15th—16th c.)

16.45
Kaffeepause

17.30
Sonja Tröster (Wien):
Für die Braut. Liedsätze zur Eheschließung im frühen 16. Jahrhundert

18.15
Diana Matut (Halle):
„Mit freundlichen Worten dich zu ihr neig...“. Westjiddische Lieder für Braut und Bräutigam

 

Samstag, 27. Juli
(Hörsaalgebäude HS 14, Campus Augustusplatz)

09.15 Carlo Bosi (Salzburg):
Französische chansons in deutschen Drucken. Eine codicologische und kulturelle Kontextualisierung

10.00
 Annika Bostelmann (Rostock):
„Ich danck dir Fraw, das du so trewlich liebest mich.“ Lieder mit Minnethematik im Bremberger-Ton zwischen Handschrift und Druck

10.45
Kaffeepause

11.15
Ludger Lieb (Heidelberg):
Erzählte Geselligkeit. Zum Verhältnis von Minnereden und Liebeslied

12.00
Cordula Kropik (Leipzig), Stefan Rosmer (Basel):
Zusammenfassung

 

Orte:
25./26. Juli:
Neuer Senatssaal
Ritterstr. 26
04109 Leipzig

27. Juli:
Hörsaalgebäude HS 14
Campus Augustusplatz
04109 Leipzig

 

Kontakt und weitere Informationen:
cordula.kropik@uni-leipzig.de
stefan.rosmer@unibas.ch