STIP: Studierenden-Stipendien des Vereins zur Förderung des Schweizerischen Literaturarchivs, Bern (26.04.2019)

Elias Zimermann's picture

Der Verein zur Förderung des Schweizerischen Literaturarchivs bringt 2019 wiederum Stipendien zur breiten Ausschreibung. Er vergibt dieses Jahr zwei Stipendien an Studierende.

 

Sind Sie interessiert an einem

Stipendium zur Schweizer Literatur?

 

Das Schweizerische Literaturarchiv und seine Sammlungen

Das Schweizerische Literaturarchiv (SLA) in Bern, 1991 dank der Initiative Friedrich Dürrenmatts gegründet, verfügt über einzigartige Bestände zur Schweizer Literatur in allen vier Landessprachen mit Hauptgewicht auf der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts.


Ziel des Stipendiums

Ein Stipendium des Vereins zur Förderung des Schweizerischen Literaturarchivs eröffnet Studierenden der Germanistik und Romanistik einen überlieferungsbezogenen Zugang zur Literatur, der literarische Entstehungsprozesse reflektiert. Es verschafft nicht nur Einblicke in die Materialien (Werkmanuskripte, Entwürfe, Notizen, Briefe, korrigierte Druckfahnen) und die modernen Techniken ihrer Archivierung, sondern führt auch in die Grundlagenarbeit der Philologie ein.

 

Dauer und Entschädigung

Die Stipendien dauern drei Monate. Das Arbeitspensum wird mit den Bearbeiterinnen und Bearbeitern im Literaturarchiv abgesprochen. Die Höhe des Stipendiums beträgt CHF 6'500.-. Es werden keine Reisespesen erstattet. Bitte beachten Sie, dass ohne Schweizer Wohnsitz die Lebenserhaltungskosten den Stipendienbetrag übersteigen können. Ergebnisberichte können zu weiterführenden Arbeiten im Rahmen des Studiums ausgebaut werden. Auf Wunsch wird ein Zeugnis ausgestellt.

 

Arbeitsgebiete

2019 stehen folgende Archive und Nachlässe für die Mise en valeur und die Erschliessung in Form von zwei Stipendien zur Auswahl: Die Nachlässe von Jacques Chessex und Paul Nizon (siehe auch unter:  www.sla-foerderverein.ch). Im Archiv des Schriftstellers und Malers Jacques Chessex (1932-2009) gilt es seine Korrespondenz, bestehend aus ungefähr 60 Schachteln, zu katalogisieren. Der umfassende Briefverkehr betrifft seine Herausgeber, Übersetzer, Verwandte und Freunde sowie andere Schriftsteller aus der Romandie und Frankreich. Der Vorlass des Schriftstellers Paul Nizon (1929) wurde seit 2012 um ca. 60 Archivschachteln erweitert (Manuskripte, Korrespondenzen, Fotos, Ausweise, Taschenagenden, Belegexemplare usw.). Diese Nachlieferungen sollen erfasst werden, damit ein aktuelles und komplettes Online-Inventar rechtzeitig für die Feierlichkeiten zu Paul Nizons 90. Geburtstag (19.12.2019) vorliegt. Die Erschliessungen sind im Zeitraum von Juni 2019 bis Dezember 2019 vorgesehen.

 

Voraussetzungen

Bewerben können sich Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die kurz vor oder nach dem Studienabschluss stehen. Voraussetzung ist das Interesse an archivarischen Fragen und die Bereitschaft, sich methodologisch mit den Vorstufen eines gedruckten Textes zu beschäftigen. Wir gehen davon aus, dass man sich in Leben und Werk des Autors bzw. der Autorin, mit der man sich beschäftigt, gründlich einarbeitet.

 

Bewerbung

Richten Sie Ihre Bewerbung mit Lebenslauf, Terminwunsch (vgl. oben) und Name des Sie interessierenden Nachlasses bzw. Archivbestandes bitte bis zum 26. April 2019 an: Schweizerisches Literaturarchiv, Mathias Arnold, Schweizerische Nationalbibliothek, Hallwylstrasse 15, 3003 Bern, mathias.arnold@nb.admin.ch. Weitere Informationen erteilt Herr Arnold auch telefonisch: +41 58 465 05 15.

Der Vorstand des Fördervereins entscheidet Ende Mai über die Stipendienvergabe.

 

________________________________________________________________________________________________________________

Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Constanze Baum] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu