KONF: Erzählen von Macht und Herrschaft. Die ‚Kaiserchronik’ im Kontext zeitgenössischer Geschichtsschreibung und Geschichtsdichtung (19.10.2017-20.10.2017)

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KONF: Workshop – „Erzählen von Macht und Herrschaft. Die ‚Kaiserchronik’ im Kontext zeitgenössischer Geschichtsschreibung und Geschichtsdichtung“ (19.10.2017-20.10.2017)

Eine Veranstaltung des SFB 1167 im Rahmen des Teilprojekts „Kaiser und Könige. Macht und Herrschaft im Reflexionsmedium deutschsprachiger Literatur des Mittelalters“ (Leitung: Prof. Dr. Elke Brüggen, Germanistische Mediävistik)

Die ‚Kaiserchronik’, um 1150 entstanden, in unterschiedlichen Fassungen und in einer Vielzahl von Handschriften überliefert, gilt als erste Reimchronik in deutscher Sprache und zugleich als ein Text, der mittels einer Abfolge von 54 Abschnitten zu den Herrschern des Römischen Reiches von Caesar bis zu Konrad III. ein Erzählen in der Volkssprache erprobt. 

Der internationale Workshop richtet das Interesse zum einen auf die Strategien der Idealisierung und der Kritik von Macht und Herrschaft und fragt dabei nach den Schichtungen und Überlagerungen von überhöhenden und kritisch-transgressiven Passagen. Zum anderen geht es um literarische Reflexe der Bedeutung personaler und transpersonaler Faktoren und ihres Zusammenspiels für mittelalterliche Herrschaft.

Forschende aus Germanistik, Geschichtswissenschaft, Indologie, Islamwissenschaft und Japanologie werden die ‚Kaiserchronik’ im Kontext zeitgenössischer Geschichtsschreibung und Geschichtsdichtung verorten und in eine transkulturelle Perspektive rücken.

 

Programm:

Donnerstag, 19.10.2017:

  • 14.00–14.30 Uhr: Prof. Dr. Elke Brüggen (Germanistische Mediävistik, Bonn): Eröffnung des Workshops
  • 14.30–15.15 Uhr: PD Dr. Gesine Mierke (Germanistische Mediävistik, Chemnitz): Magische Säulen, sprechende Steine. Zum Zusammenhang von Architektur und Macht in der ‚Kaiserchronik‘
  • 15.15–16.00 Uhr: Prof. Dr. Mathias Herweg (Germanistische Mediävistik, Karlsruhe): Exempel, Märe, Schwank: Plotmuster in der ‚Kaiserchronik‘ im Genrekontext
  • 16.00–16.30 Uhr: Kaffeepause
  • 16.30–17.15 Uhr: PD Dr. Alheydis Plassmann (Geschichtswissenschaft, Bonn): Römisch-deutsche Kaiser bei Wilhelm von Malmesbury und Otto von Freising
  • 17.15–18.00 Uhr: Prof. Dr. Stephan Conermann (Islamwissenschaft, Bonn): Erzählen von Macht und Herrschaft in ʿIṣāmīs ‚Futūḥ al-Salāṭīn‘ (1349-50)

Freitag, 20.10.2017:

  • 09.00–09.45 Uhr: Christoph Pretzer, M.A. (Germanistische Mediävistik, Cambridge/Großbritannien): Die Stadt Rom als Herrschafts- und Handlungsfeld in der ‚Kaiserchronik‘
  • 09.45–10.30 Uhr: Dr. Alastair Matthews (Germanistische Mediävistik, Odense/Dänemark): Narrative, Rulership, and Literary Beginnings: The ‚Kaiserchronik‘ and the Chronicles of the Medieval North
  • 10.30–11.00 Uhr: Kaffeepause
  • 11.00–11.45 Uhr: Prof. Dr. Konrad Klaus (Indologie, Bonn): Kalhaṇas ‚Rājataraṅgiṇī‘ – Ein indisches Pendant zur ‚Kaiserchronik‘?
  • 11.45–12.30 Uhr: Prof. Dr. Daniel Schley (Japanologie, Bonn): Eine Art ‚Kaiserchronik‘ im mittelalterlichen Japan? Eine Spurensuche in Minamoto no Akikanes ‚Vergangenheitsgeschichten‘ (Kojidan) und ihrem historiographischen Umfeld
  • 12.30–12.45 Uhr: Zusammenfassung/Ausblick

 

Kontakt:

SFB 1167 „Macht und Herrschaft“
Prof. Dr. Elke Brüggen
elke.brueggen[at]uni-bonn.de
Poppelsdorfer Allee 24
53115 Bonn

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

Zeit und Ort: Donnerstag, 19.10.2017 – Freitag, 20.10.2017, Poppelsdorfer Allee 24, Raum 0.001 [Anmeldung per E-Mail an Jasmin Leuchtenberg (leuchtenberg_sfb1167[at]uni-bonn.de) bis zum 09.10.2017].