KONF: Christian Friedrich Daniel Schubart und die Französische Revolution, Aalen (22.02. – 23.02.2019)

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Christian Friedrich Daniel Schubart und die Französische Revolution

Tagung am 22. und 23. Februar in Aalen

Mit Begeisterung reagiert Schubart im Sommer 1789 auf die revolutionären Vorgänge in Frankreich; seine Freilassung nach der 10jährigen rechtlosen Inhaftierung durch den Herzog von Württemberg liegt gerade zwei Jahre zurück. Doch der Dichter und Journalist, der die Fürsten mutig angeprangert und sich für das einfache Volk stark gemacht hatte, wird in den folgenden Monaten kritischer gegenüber der Revolution; er distanziert sich von ihrer zunehmenden Gewaltsamkeit. Im August 1790 schreibt er in seiner ‚Vaterlandschronik‘: „Europa neige sich zu einer allgemeinen Reform hin – in der Religion, Staatsverfassung, Philosophie, Gesetzgebung und Sittlichkeit.“ Mit der Aalener Tagung soll Schubarts komplizierte, auch widersprüchliche Position zur Französischen Revolution und zum Revolutionsgedanken erstmals aufgearbeitet und aus verschiedenen fachlichen Perspektiven analysiert werden.

 

Programm

Freitag, 22. Februar

11.00

Begrüßung durch den Aalener Oberbürgermeister Thilo Rentschler und Barbara Potthast

11.30

Sabine Holtz (Stuttgart): Die Französische Revolution als Medienereignis. Zur Berichterstattung politischer Zeitungen des deutschen Südwestens

12.20

Gerhard Sauder (Saarbrücken): Wie über eine Revolution berichten? Schubart und Posselt als Journalisten und Historiker

13.10

Mittagspause

14.00

Alfred Messerli (Zürich): Schubarts Reflexionen zur Französischen Revolution vor und nach ihrem Eintreffen

14.50

Benjamin Specht (Erlangen): Schreiben von der Revolution. Zur Bild- und Formensprache in Schubarts ‚Chronik‘ 1789/90

15.40

Kaffeepause

16.00                                                                                                             

Dirk Niefanger (Erlangen): Erzählen vor und nach der Revolution. Schubarts Kulturgeschichte in Anekdoten, Fabeln, moralischen Geschichten und biographischen Skizzen

16.50

Ulrich Gaier (Konstanz): Die revolutionären Damen in Paris und Stuttgart – und Schubart

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20.00

Festakt zur Gründung der Schubart-Gesellschaft. Jan Snela (Clemens-Brentano-Preisträger) liest aus seinem Text ‚Geislinger Steige‘

Samstag, 23. Februar

9.30

Andreas Bässler (Stuttgart): ‚Schubarts Leben und Gesinnungen‘ als Gefangenenliteratur. Existenzielle Bedrohung und Haftautobiographik

10.20

Franz Schwarzbauer (Ravensburg): „O Freiheit, Freiheit!“ Über die politische Lyrik Schubarts, mit Blick auf Klopstock. Nebst allgemeinen Anmerkungen über eine geschmähte Gattung

11.10

Kaffeepause

11.30

Barbara Potthast (Stuttgart): Völkervater oder Menschenquäler. Schubarts antagonistisches Fürstenbild

12.20

Mittagspause

14.00

Matthias Luserke-Jaqui (Darmstadt): Aufruhr zu Pisa in Württemberg? ‚Die Fürstengruft‘ neu gelesen

14.50

Joachim Kremer (Stuttgart): Revolutionäre Leidenschaft? Schubarts Klavierlied ‚Die Fürstengruft‘ in Abschriften und Bearbeitungen

15.40

Ausklang

 

TAGUNGSORT

Rathaus Aalen

Großer Sitzungssaal

Marktplatz 30

73430 Aalen

 

GÄSTE SIND WILLKOMMEN

Wir bitten um Anmeldung unter kulturamt@aalen.de

Contact Info: 

Für wissenschaftliche Fragen:

Prof. Dr. Barbara Potthast
Universität Stuttgart
Neuere deutsche Literatur
Keplerstraße 17
70174 Stuttgart
0711/6858-3062

barbara.potthast@ilw.uni-stuttgart.de

Für Organisatorisches:

Amt für Kultur und Tourismus
Uta Singer
Rathaus Aalen
Marktplatz 30
73430 Aalen

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

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