KONF: Erinnerung rechter Gewalttaten im deutschsprachigen Raum in den erzählenden Künsten, Bern (13.-14.12.2018)

Christine Riniker's picture

Internationale Tagung am Institut für Germanistik der Universität Bern

am 13./14. Dezember 2018

im Hauptgebäude der Universität Bern, Hochschulstr. 4 (direkt oberhalb des Hauptbahnhofs)

Raum 304 (3. OG Ost – bitte benutzen Sie das Treppenhaus „Ost“)

Organisation: matthias.lorenz@germ.unibe.ch

 

 

P R O G R A M M

 

Do., 13.12.:

15:00-15:30: Eröffnung

  • Prof. Dr. Matthias Lorenz, Bern und Stellenbosch: Einführung

15:30-17:00: Vorträge 1-2: Nach der Wende

  • PD Dr. Hans Joachim Hahn, Freiburg: Ästhetisierung rechter Gewalt. Kulturpolitische Interventionen im Nachwendejahrzehnt (Botho Strauß, Martin Walser)
  • PD Dr. Corinna Schlicht, Duisburg-Essen: Rechtsextremismus und Wiedervereinigung (Wenderomane von André Kubiczek, Merle Kröger, Manja Präkels)

17:00-17:30 Kaffeepause

17:30-19:00 Vorträge 3-4: Perspektiven

  • Prof. Dr. Tanja Thomas, Tübingen, und Prof. Dr. Fabian Virchow, Düsseldorf: Doing Memory an rechte Gewalt: Konturen eines interdisziplinären Forschungsprogramms
  • MA Sebastian Schweer, Berlin: „...wenn nicht wir, wer dann?“ – Rechte Gewalt und Gegenwehr. Potenziale und Grenzen antifaschistischer Selbstverteidigung im Gegenwartsroman

*

 

Fr., 14.12.:

09:00-10:30 Vorträge 5-6: Auf der Bühne

  • Dr. Stefan Winterstein, Wien: Elfriede Jelinek und „das katastrophalste Ereignis der Zweiten Republik“ (zum Anschlag auf vier Roma in Oberwart 1995)
  • Dr. Steffen Hendel, Halle: Theatrale Wort- und Bildgewalt wegen politischer Begriffslosigkeit? – Eskalierende Entpolitisierung besorgter, wetternder, übergriffiger deutscher Patrioten in Falk Richters „FEAR“ (2015) und Sibylle Bergs „Viel gut essen“ (2014)

10:30-11:00 Kaffeepause

11:00-12:30 Vorträge 7-8: Tatort Rekonstruktionen I

  • Prof. Dr. Svea Bräunert, Cincinnati: Modell-Erzählungen: Der Videobeweis „77sqm_9:26min“ von Forensic Architecture (documenta 14)
  • MA Jonas Meurer, Bamberg: Tatortbegehungen. Rechte Gewalt im zeitgenössischen Fotobuch

12:30-14:00 Mittagspause

14:00-15:30 Vorträge 9-10: Tatort Rekonstruktionen II

  • MA Andrée Gerland, Tübingen: Multimediale Darstellung rechter Gewalt im Spannungsfeld von Ästhetisierung und Dokumentierung, Reduktion und Komplexitätsaufwertung. Andreas Veiels und Gesine Schmidts „Der Kick“
  • Dr. Christine Eickenboom, Koblenz: Der ‚Fall‘ Oury Jalloh und seine mediale Umsetzung im Tatort

15:30-16:00 Kaffeepause

16:00-17:30 Vorträge 11-12: Geteilte Erinnerungen

  • Dr. Johanna Vollmeyer, Madrid: Auf dem rechten Auge blind? Das kulturelle Gedächtnis Deutschlands auf den Prüfstand: „Blumen für Otello“ von Esther Dischereit
  • MA Emil Fait, Bochum: „Ist die Mauer auf die Köpfe der Türken gefallen?“ – Mauerfall und rechte Gewalt in deutsch-türkischen Romanen der Gegenwart (Dilek Zaptioglu, Yadé Kara)

 

18:30 Abendprogramm im Walter Benjamin Kolleg, Unitobler, Muesmattstrasse 45:

  • Lesung und Gespräch mit Manja Präkels, Berlin: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ (Verbrecher Verlag 2017)

Anschließend Einladung zum Apéro