KONF: Symposium „Adalbert Stifter und das literarische Leben seiner Zeit: Netzwerk, Gattung, Materialität“, Linz (27.-28.09.2018)

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Symposium „Adalbert Stifter und das literarische Leben seiner Zeit: Netzwerk, Gattung, Materialität“. Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich/StifterHaus Linz.

 

Angesichts des ungebrochenen wissenschaftlichen Interesses an Person und Werk Adalbert Stifters, das vom raschen Wechsel von Forschungsparadigmen in Literatur- und Kulturwissenschaft noch profitiert, fällt der Mangel an Studien auf, die Stifters Literatur perspektivisch in ihre Kontexte setzen und das Beziehungsgeflecht rekonstruieren, in dem seine Texte entstanden. Das Linzer Symposium zum 150. Todestag des Autors möchte in Auseinandersetzung mit Kategorien des literarischen Lebens (Gruppen, Felder, Netzwerke), Gattung (Intertextualität, Distribution) und Materialität des Schreibens (Aufschreibesysteme, Vertextungspraktiken, Druckkulturen) neue Akzente setzen.

 

Donnerstag, 27.9.2018

 

9:00      Werner Michler (Salzburg), Karl Wagner (Wien): Begrüßung

9:30      Katja Mellmann (Göttingen): Zum Kontext der zeitgenössischen Vorabdruckpraxis

10:00    Ulrich Dittmann (München): Paratexte in frühen Stifter-Drucken und Werk-Ausgaben

10:30    Diskussion

11:00    Kaffeepause

11:30    Cornelia Blasberg (Münster i.W.): Orte der Kunst. Topologische Strukturen in Adalbert Stifters Erzählungen.

12:00    Konstanze Fliedl (Wien): Adalbert Stifter und die bildende Kunst

12:30    Diskussion

13:00    Mittagspause

14:30    Peter Schnyder (Neuchâtel): „Wenn die Sache eine Dichtung wäre.“ Zum Verhältnis von Gattung und Wissen in Stifters Text „Aus dem bairischen Walde“

15:00    Daniel Ehrmann (Salzburg): Sammeln und streuen. Zur Produktivität von Kollektiven und Kontexten am Beispiel der Stadtskizze bei Adalbert Stifter

15:30    Diskussion

16:00    Kaffeepause

16:30    Herwig Gottwald (Salzburg): „Das Buch gefällt mir nicht.“ Stifters Weg von der Novelle zum Roman. Ein gattungstheoretischer und textgenetischer Vergleich der vier Fassungen der „Mappe“

17:00    Walter Hettche (München): „Fast ausschließlich beinahe nichts“. Uneindeutiges Erzählen in Stifters „Nachsommer“ und die Folgen für die Kommentierung

17:30    Diskussion

 

Freitag, 28.9.2018

 

9:00      Silvia Bengesser (Salzburg): „Ich hielt als Schüler der lateinischen Schule derlei Sachen für zu geringe“ – Stifter und die Volkspoesie, eine Marginalie?

 9:30     Paul Keckeis (Klagenfurt): Adalbert Stifters Lyrik

10:00    Diskussion

10:30    Kaffeepause

11:00    Arno Dusini (Wien): Stifter, Hebbel, Grillparzer. Zur Distinktion dreier literarischer Diskursfiguren

11:30    Pál Kelemen (Budapest): Stifter und Ungarn. Funde und Perspektiven

12:00    Diskussion

12:30    Mittagspause

14:00    Alfred Doppler (Innsbruck): Die Briefkultur des 18. und 19. Jahrhunderts und die Briefe Adalbert Stifters

14:30    Petra-Maria Dallinger (Linz): „Ein Gestripp von Schönheit Duft Herz“. Adalbert Stifter im Briefwechsel mit Dichterinnen

15:00    Johannes John (München): Netzwerke - zur „Lektüre“ eines Schulakts Stifter

15:30    Abschlussdiskussion

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Lukas Büsse] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu