KONF: Europäische Regelsysteme des Klassischen im 17. und 18. Jahrhundert, Regensburg (08.-09.10.2018)

Heribert Tommek's picture

Im 17. und 18. Jahrhundert verdichtet sich wirkmächtig in Europa die Rezeption des Klassischen. Mit jeweiligem Bezug auf die griechische oder römische Antike führt sie zur Ausbildung verschiedener „klassischer Zeitalter“ in Frankreich („Age classique“: 17. Jh.), England („Augustan Age“: 1. Hälfte 18. Jh.), Deutschland („Weimarer Klassik“: um 1800), Russlands „Klassizismus“ (2. Hälfte des 18. Jh.). Die Tagung geht diesen „Wanderungen“ des Klassischen komparatistisch und interdisziplinär in der Literatur, Kunst, Architektur und Archäologie nach. Mit dem Leitbegriff der „Regelsysteme des Klassischen“ legt sie den Schwerpunkt auf die Historisierung, Funktionalisierung und Systematisierung „klassischer“ Produktions- und Rezeptionsverfahren. So werden im Kontext der Ausbildung von Nationalstaaten auch Konkurrenzen, Wahlverwandtschaften und Abgrenzungen der klassischen Regelsysteme sichtbar.

Tagungsort: Universität Regensburg, Hörsaal 26 (Vielberth-Gebäude)

Programm

Montag, 8. Oktober 2018

10.00 Uhr PD Heribert Tommek (Regensburg): Regelsysteme des Klassischen als europäische Herrschaftsgeschichte
11.00 Uhr Prof. Dr. Klaus Jan Philipp (Stuttgart): Das Ende der Ordnung. Die Auflösung der architektonischen Regelsysteme um 1800
12.30 Uhr Prof. Dr. Jochen Mecke (Regensburg): Das Ethos des klassischen Regelsystems in Frankreich
15.00 Uhr Prof. Dr. Achim Geisenhanslüke (Frankfurt): Shakespeare und Racine. Zur Geschichte einer komplizierten Beziehung
16.00 Uhr Prof. Dr. Anne Zwierlein (Regensburg): Vom Königsmörder zum Klassiker: Rezeptionsmechanismen der Epik John Miltons im 18. Jahrhundert
18.00 Uhr Prof. Dr. Alain Schnapp (Université Sorbonne Paris): Ruinen der Klassik und Ruinen der Vorzeit im Rahmen der Aufklärung

Dienstag, 9. Oktober 2018

9.30 Uhr Prof. Dr. Wilhelm Voßkamp (Köln): Über politische Wirkungsaspekte der deutschen Klassik
10.30 Uhr Prof. Dr. Eckart Goebel (Tübingen): Goethes „Der Sammler und die Seinigen“: zur künstlerisch-psychologischen Balance des Klassischen
12.00 Uhr Dr. Helge C. Knüppel (Hamburg): "Die schönsten Muster aus dem Alterthume". Strukturelle Topoi der Daktyliotheken

Kontakt:

PD Dr. Heribert Tommek (Universität Regensburg): Heribert.Tommek@ur.de

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Lukas Büsse] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu

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