JOB: Akademischer Mitarbeiter/Akademische Mitarbeiterin (65%): "Johann Michael Moscherosch: Übersetzen – Wissen – Erzählen“ , Heidelberg (30.08.2018)

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Am Lehr- und Forschungsbereich Neuere deutsche Literatur mit Schwerpunkt frühe Neuzeit am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg ist im Rahmen des von der DFG geförderten Forschungsprojekts „Johann Michael Moscherosch: Übersetzen – Wissen – Erzählen“ (als Teil des DFG-Schwerpunktprogramms „Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit“) ab Oktober 2018 eine Stelle als

Akademischer Mitarbeiter / Akademische Mitarbeiterin

(65%)

für die Dauer von 36 Monaten zu besetzen.

Das Projekt untersucht am Beispiel des Œuvres Johann Michael Moscheroschs (1601–1669) Interaktionsformen von Übersetzen, Wissen und Erzählen in einer sowohl für die Geschichte des Erzählens als auch für die Wissenschaftsgeschichte im deutschen Kulturraum zentralen Phase: Im zweiten Drittel des 17. Jahrhunderts entwickelt sich in einem windungsreichen Prozess eine moderne Vorstellung fiktionalen Erzählens, und im selben Zeitraum befindet sich das polyhistorisch-enzyklopädische Gelehrsamkeitsideal in einer Hochphase maximaler Ausdifferenzierung. An beiden Entwicklungen hat Moscherosch – paradigmatisch für andere Autoren der Zeit (wie z.B. Johann Fischart oder auch Georg Philipp Harsdörffer) – mit seinem Œuvre einen entscheidenden Anteil – und das maßgeblich auf Basis der Übersetzung europäischer Prätexte. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel des Projekts, Moscheroschs Praxis einer übersetzenden Gelehrsamkeit zu analysieren, wie sie sich in seinem deutsch-französischen Wörterbuch und seinen gelehrten, auf Übersetzungen fußenden Erzie-hungs- und Erbauungsschriften sowie in seinen fiktionalen Erzähltexten ausprägt. Dieses Vorhaben ist geeignet, drei wichtige Teilziele zu erfüllen: erstens ein besseres Verständnis der spezifischen Faktur von Moscheroschs Schriften, zweitens ein vertieftes Verständnis seiner literatur- und wissenschaftsgeschichtlich zentralen Position und drittens Aufschlüsse über eine Übersetzungskultur des 17. Jahrhunderts, von der Moscherosch ein herausgehobener Exponent ist, der hier exemplarisch für eine Konstellation untersucht wird, die im Rahmen darauf aufbauender Studien eingehender erschlossen werden kann.

Aufgaben: Abfassung einer literaturhistorischen Monographie, Koordination des Projekts in Zusammenarbeit mit dem Projektleiter, Anleitung und Einarbeitung einer wissenschaftlichen Hilfskraft, Organisation von Tagungen und Workshops, aktive Teilnahme an der interdisziplinären und interuniversitären Zusammenarbeit innerhalb des Schwerpunktprogramms.

Voraussetzungen: abgeschlossenes Hochschulstudium der Germanistik, Interessen an der Literatur der frühen Neuzeit, gute Grundlagen in der Sprachgeschichte, komparatistische und wissensliterarische Interessen, Freude am interdisziplinären Arbeiten, Grundkenntnisse in europäischen Fremdsprachen (Latein, Italienisch, Französisch, Spanisch).

Bei Vorliegen der tariflichen Voraussetzungen erfolgt die Vergütung nach Entgeltgruppe TV-L 13.

Bei Interesse am Projekt und Nachfragen zur Arbeit wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Dirk Werle (dirk.werle@gs.uni-heidelberg.de). Aussagekräftige Bewerbungen bis 30.08.2018 bitte an Anne Leinberger (anne.leinberger@gs.uni-heidelberg.de).

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung vorrangig eingestellt.

 

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Constanze Baum] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu

 

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