KONF: Ariost in Deutschland. Seine Wirkung in Literatur, Kunst und Musik; Freiburg i. Br. (06.–09.06.2018)

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Ariost in Deutschland. Seine Wirkung in Literatur, Kunst und Musik

 

Internationale Fachkonferenz 

Gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung, das Italienische Kulturinstitut Stuttgart und die Republik Italien und unter der Leitung von Prof. Dr. Achim Aurnhammer und PD Dr. Mario Zanucchi

 

Ort:                                        Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Veranstaltungsraum:            Haus "Zur Lieben Hand", Großer Saal

                                               Löwenstraße 16, 79098 Freiburg im Breisgau

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Achim Aurnhammer und PD Dr. Mario Zanucchi

Datum:                                  06. bis 09. Juni 2018

 

1516, vor mehr als 500 Jahren, erschien die editio princeps von Ludovico Ariostos Renaissance-Epos Orlando Furioso. Die Feierlichkeiten des Jubiläumjahrs 2016 haben Ariosts Rezeption in Europa in den Blick genommen, seine Resonanz in Deutschland jedoch außer Acht gelassen.

Das geplante internationale und interdisziplinäre Freiburger Ariost-Kolloquium soll diese Forschungslücke schließen und die vielfältigen Wirkungen, die der italienische Nationaldichter Ludovico Ariosto auf die Kunst, Musik und Literatur in Deutschland von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart ausübte, neu und erstmals umfassend erörtern. Das Kernstück der Tagung bilden diachrone und interdisziplinäre Untersuchungen zu den Übersetzungen, poetologischen Stellungnahmen, Dichtergedichten auf Ariost sowie zur intermedialen Rezeption in bildender Kunst und Musik.

 

 

 

Programm

 

Mittwoch, 6. Juni 2018

18:30 Uhr

Grußworte

Prof. Dr. Joachim Grage (Dekan der Philologischen Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

Federico Lorenzo Ramaioli (Konsul der Republik Italien)

 

19:00 Uhr

Abendvortrag

Prof. Dr. Anna Schreurs-Morét (Freiburg/Br.)

Ariosts Gesichter in Deutschland. Inszenierungen eines Dichters

 

 

Donnerstag, 7. Juni 2018

Biographische Spuren

10:00–11:15 Uhr

Prof. Dr. Achim Hölter (Wien)

Ariost in Dichterbibliotheken der Goethezeit

 

Emma Louise Maier (Freiburg/Br.)

Ariost-Viten

 

11:45–13:00 Uhr

Carolin Hahn (Berlin)

Ariost-Reminiszenzen in deutschen Italienreisen von der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert

 

Prof. Dr. Wilhelm Kühlmann (Heidelberg)

Dichtergedichte und Dichterstimmen zu Ariost im 19. Jahrhundert

 

Translatorische Konkurrenz

14:30–15:45 Uhr

Alice Spinelli (Berlin)

Interpolations- und Nachahmungsverfahren in Diederich von dem Werders Rasendem Roland

 

Dr. Astrid Dröse (Tübingen)

Friedrich August Clemens Werthesʼ Übersetzung des Orlando Furioso in Wielands Teutschem Merkur (1774)

 

16:15–18:15 Uhr

Prof. Dr. Peter Kofler (Verona)

Die Furioso-Übersetzung von Johann Diederich Gries: Höhepunkt und Aporie der deutschen Ariost-Rezeption

 

Prof. Dr. Jörg Robert (Tübingen)

Klassisch-romantische Hybride: Schillers Vergil-Übersetzung und die Tradition des romanzo

 

Dr. Francesco Rossi (Pisa)

Deutsche Übertragungen von Ariosts Satiren. Übersetzungsgeschichtliche Spuren

 

 

Freitag, 8. Juni 2018

Intertextuelle Referenzen

9:15–11:15 Uhr

Prof. Dr. Alfred Noe (Wien)

Ariost-Rezeption am Wiener Hof

 

Prof. Dr. Dieter Martin (Freiburg/Br.)

Ariost und Wieland

 

PD Dr. Mario Zanucchi (Freiburg/Br.)

Die Ariost-Rezeption in den Kleinepen des Ludwig Heinrich von Nicolay

 

11:45–13:00 Uhr

Prof. Dr. Christian Rivoletti (Erlangen)

Die Wiederentdeckung der Ariostʼschen Ironie von Meinhard bis Schelling

 

PD Dr. Alexander Nebrig (Berlin)

Heine am Sagenquell mit Ariost. Ästhetische Vermittlung von Autorschaft im Versepos Atta Troll (1843)

 

14:30–15:45 Uhr

Prof. Dr. Ritchie Robertson (Oxford):

Pallas und der Pelarg: Ariostʼsche Motive in Carl Spittelers humoristischem Epos Olympischer Frühling

 

Dr. Gloria Colombo (Mailand)

Ariost in der klassischen Moderne: Spuren in Hofmannsthals Werk

 

16:15–17:30 Uhr

Prof. Dr. Ralph Häfner (Freiburg/Br.):

Das Puppenspiel Orlando und Angelica (1912). Traditionsgeschichtliche Aspekte des Burlesken im Werk von Erich Klossowski und Julius Meier-Graefe

 

Prof. Dr. Manfred Pfister (Berlin)

Becketts Anspiel: Der Orlando Furioso als Theater des Absurden

 

18:15 Uhr

Prof. Dr. Achim Aurnhammer (Freiburg/Br.)

Goethes Ariost

 

 

Samstag, 9. Juni 2018

Bildkünstlerische und architektonische Adaptionen

9:15–10:30 Uhr

PD Dr. Lorenz Enderlein (Tübingen)

»Christliches Epos« und profane Historienmalerei: Julius Schnorrs Bilder zum Ariost

 

PD Dr. Michael Niedermeier (Berlin)

Der Rasende Roland im Wörlitzer Garten: Die Askanier, die Liebe und die Politik

 

Veroperungen

11:00–12:30 Uhr

Prof. Dr. Wolfgang Hirschmann (Halle)

So fern, so nah: Händels Ariostopern (Orlando, Ariodante, Alcina) in der aktuellen Inszenierungspraxis

 

Prof. Dr. Silke Leopold (Heidelberg)

Was von Ariost übrig blieb: Johann Adolph Hasses und Joseph Haydns ariosteske Opern

 

12:30 Uhr

Schlussdiskussion

 

 

 

Kontakt

achim.aurnhammer@germanistik.uni-freiburg.de

mario.zanucchi@germanistik.uni-freiburg.de

 

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Lukas Büsse] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu