ANK: Echtzeit im Film: Konzeptualisierung, Wirkungsweisen, Interrelationen. Workshop IV, Münster (22.06. – 23.06.2017)

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Projektinformation

Das DFG-finanzierte wissenschaftliche Netzwerk „Echtzeit im Film. Konzeptualisierung, Wirkungsweisen und Interrelationen“ zwischen den Universitäten Münster, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Kiel und Odense (DK) ist auf drei Jahre (bis 2018) angelegt und am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Medien des Germanistischen Instituts verortet.

In einer Reihe von Workshops wird filmische Echtzeit auf ihre terminologische Reichweite hin untersucht und als Analysekategorie zu etablieren angestrebt.

Der dezidiert interdisziplinäre Charakter des Netzwerks gewährleistet eine Sichtung aus medien- und filmwissenschaftlicher, aus semiotischer, philosophischer und narratologischer Perspektive. Die drei Kernbereiche der Arbeit bilden das ‚Konzept' filmischer Echtzeit, ihre ‚Wirkungsweisen’ und ihre ‚Dependenz’ von historischen, kulturellen und generischen Kontexten.

 

Workshop IV: Interrelationen 2

Das DFG-Projekt „Echtzeit im Film“ hat in den ersten zwei Workshops eine Konzeptualisierung des Phänomens fokussiert: Dabei ging es um eine begriffliche Eingrenzung der Echtzeit aus verschiedenen Perspektiven (technisch-medial, narratologisch, semiotisch, phänomenologisch etc.).

Wie schon der dritte Workshop setzt auch der vierte zu Interrelationen das Konzept der Echtzeit im Film in Beziehung zu historischen und gattungsspezifischen Dependenzen. Dabei geht es unter anderem um die Zeitwahrnehmung im filmischen Modernismus, um die Plansequenz bei Fritz Lang sowie um Vergleiche zwischen Echtzeitdarstellungen in Spiel-, Zeichentrick- und Comedyfilmen und im Slow Cinema. Auch produktionsästhetische Aspekte kommen in diesem Workshop zur Sprache.

Der letzte Workshop (am 23. und 24. November) widmet sich schließlich den Wirkungsweisen der filmischen Echtzeit (Realitätseffekt und rezeptionsästhetische Aspekte).


Gäste sind herzlich willkommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich!


Programm am 22.06.2017

 

13.45     Ankunft: Aula des Germanistischen Instituts

14.15     Begrüßung und Einleitung (Dr. Stephan Brössel, PD Dr. Susanne Kaul)

14.30     Prof. Dr. Robin Curtis (Düsseldorf): Filmischer Modernismus, Structural Film  und Zeitwahrnehmung

15.30     Dr. Matthias Hänselmann (Münster): Geformte Zeit. Aspekte von Echtzeit im abstrakten und figürlichen Zeichentrickfilm

16.30     Kaffeepause

17.00     Dr. Felix Lenz (Bamberg): Farbenlehre/Echtzeit/Experimentalfilm (Filmvorführung und Essay)

18.00     Christoph Grothe (Wuppertal): ‚Zeitanomalie‘ und Echtzeit aus produktionsästhetischer Sicht


Programm am 23.06.2017

9.15      Dr. Stefan Tetzlaff (Münster): Echtzeit in der Comedy

10.15    Prof. Dr. Stefanie Kreuzer (Kassel): Filmische Authentizitätsfiktionen und Echtzeit — David Holzman‘s Diary (USA 1967),              The Blair Witch Project (USA 1999), Keine Lieder über Liebe (D 2005)

11.15     Kaffeepause

11.45     Dr. Dominik Orth (Hamburg): Fritz Lang und die Plansequenz

12.45     Johannes Ueberfeldt (Münster): Echtzeitästhetik im Slow Cinema

13.45     Abschlussdiskussion und Organisatorisches

14.00     Ende des Workshops


Kontakt

Projektleitung: Dr. Stephan Brössel / PD Dr. Susanne Kaul
Homepage: https://www.uni-muenster.de/Germanistik/Echtzeit/
E-Mail: echtzeit@uni-muenster.de


Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Nils Gelker] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu