KONF: Karten, Würfel, Schach - Spiele in der Vormoderne, Berlin (20.-22.07.2017)

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KONF: Karten, Würfel, Schach - Spiele in der Vormoderne, Berlin (20.-22.07.2017)

 

Die (spät)mittelalterliche Spielkultur steht im Zentrum des interdisziplinären wie internationalen Workshops an der Humboldt-Universität zu Berlin. Untersucht werden Fragen nach dem moralischen Einsatz, dem didaktischen Nutzen, der Materialität vormoderner Spiele, ihre Konzeptualität, aber auch ihr Einfluss auf die mittelalterliche Erzählliteratur sowie die moderne Rezeption und Spieleproduktion. Wir laden Sie ein, gemeinsam mit ForscherInnen, KuratorInnen und VertreterInnen internationaler Spieleverlage zu diskutieren, aber auch die mittelalterliche Spielkultur aktiv zu erfahren. Der aus Mitteln des KOSMOS-Programms finanzierte Workshop findet vom 20.-22. Juli im gameLab der Humboldt-Universität zu Berlin statt.

Programm:

Donnerstag 20. Juli 2017

15:00     Björn Reich/Matthias Standke (HU Berlin) Begrüßung
15:10     Michael A. Conrad (FU Berlin/Zürich) Zufall aus Papier: Zum Kartenspiel als materielle Praxis im Spätmittelalter
15:50     Thomas Lilge (gameLab Berlin) Dionysos spielt – Über die gesellschaftlichen Ursprünge und Folgen einer Kulturtechnik des  Spielens
16:40     Pause
17:00     Rainer Buland (Mozarteum Salzburg) Ludistik – Entwurf einer Linguistik des Spiels
17:45     Matthias Standke (HU Berlin) Vormodernes Glücks-Spiel. Einige spieltheoretische Überlegungen zum kontingenten Erzählen
18:30     Pause
19:00     Florian Voß (Spielkartenmuseum Altenburg) Schenkung -Digitalisierung - aktuelle Herausforderungen, Aspekte aus der Entwicklung der Spielkartensammlung des Schloss- und Spielkartenmuseums
20:00     Gemeinsames Abendessen

Freitag 21. Juli 2017

09:30     Manfred Zollinger (Wien) Die 2. Revolution des Mittelalters. Spielkarten und Lotterien
10:15     Matthias Däumer (Wien) „es waz kumen zu dem spil“ - das Verhältnis von Eigentlichkeit und Uneigentlichkeit in Jenseitsreisen und im Artusroman
11:00     Pause
11:30     Albrecht Classen (Tucson, Arizona) Spiel als Medium der Lebensbewältigung im Mittelalter: Vom Schachspiel zum Köpfen-Wettstreit
12:30     Mittagspause
14:00     Johanna Langer/Christoph Schanze (Gießen) Glück, Liebe, Reichtum und die Hand des Zufalls im Wechselspiel von Bild und Text. Spielerische Annäherungen an Konrad Bollstatters Losbuchsammlung
14:45     Ulrich Schädler (Spielmuseum La-Tour-de-Peilz) William Fulke – streibarer Gelehrter und Spieleerfinder zur Zeit Elisabeths I.
15:30     Pause
16:00     Jens Junge (designAkademie Berlin) Mittelalter heute spielen – Bilder und Zerrbilder
16:45     Daniel Grütter (Museum zu Allerheiligen Schaffhausen) Spielkarten in der Populärkultur – Ein Streifzug durch die Literatur-, Musik- und Filmgeschichte
17:30     Franziska Bock/Jan Niehues (Marburg) Spiel den Kelten – Die Darstellung von Keltizität im Brett-, Rollen- und Tabletospiel
18:30     Gemeinsamer Spieleabend

Samstag 22. Juli 2017

09:30    Silvan Wagner (Bayreuth) Verspielt, verhurt, versoffen: Spiel im Sündendiskurs Johannes Paulis
10:15    Björn Reich (HU Berlin) Leone Modena und Pascasius Justus – Wege aus der Spielsucht?
11:00    Michael Schwarzbach-Dobson (Köln) Schachspiel - Minnespiel - Erzählspiel. Kasuistik in Heinrichs von Beringen ‚Schachzabelbuch‘
12:00    Mittagspause
13:30    Holger Kahle (Bochum) Jakob Mennel und die Schachliteratur des 16. Jahrhunderts
14:15    Michele C. Ferrari (Erlangen) Wort und Zahl. Spielen im Frühmittelalter
15:00    Ende des Workshops

Kontakt:

Dr. Björn Reich / Dr. Matthias Standke

Institut für deutsche Literatur

Dorotheenstr. 24

Humboldt Universität zu Berlin

bjoern.reich@hu-berlin.de / matthias.standke@hu-berlin.de

 

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Alexander Nebrig] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu

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