CFP: "Zeit" – Ausschreibung für Panels und Workshops des 26. Deutschen Germanistentages 2019, Saarbrücken (15.4.2018)

Mark-Georg Dehrmann's picture

26. Deutscher Germanistentag 2019

22.–25. September 2019

an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken

 

„Zeit“

Ausschreibung für Panels und Workshops vom 6. Februar 2018

 

Vom 22.–25. September 2019 findet der 26. Deutsche Germanistentag in Saarbrücken statt. Das Thema lautet ‚Zeit‘.

Als grundlegende Dimension betrifft Zeit auch sämtliche Gebiete der Germanistik. Spra­che und Literatur finden nicht nur in der Zeit statt und werden dadurch Teil von Sprach- und Literaturgeschichte, in ihnen wird Zeit auch sprachlich und textuell organisiert und reprä­sen­tiert – etwa als grammatische Kategorie, als ‚erzählte Zeit‘, als lyrische Präsenz. Damit wer­den Theorien von Zeit für die Sprach- und Literaturwissenschaften sowie die Didaktik des Deut­schen unmittelbar relevant. Umgekehrt tragen sie auch selbst zur theoretischen Konzep­tua­lisierung von Zeit bei. Zugleich ist Literatur als ästhetisches Medium in besonderer Weise ge­eignet, den ambivalenten Charakter von Zeit zwischen scheinbar objektiver Messbarkeit und subjektiver Wahrnehmung darzustellen und zu diskutieren. Darüber hinaus steht bil­dungs­politisch die Frage im Raum, wie viel Zeit für welche Prozesse im Leben der Lernenden zur Verfügung stehen soll und wie Curricula mit zeitlichen Ressourcen in Einklang gebracht wer­den können.

Zeit ist eines der zentralen Themen der Germanistik – auch als Teil einer Gesellschaft, die Zeit als knappes Gut bespricht und in der Zeitvorgaben den wis­senschaftspolitischen Dis­kurs mehr und mehr bestimmen.

 

I. Organisation des Germanistentags

 

Für die Auseinandersetzung mit dem Thema ‚Zeit‘ sind während des Germanistentags 2019 ne­ben Plenarvorträgen und Keynotes zwei weitere Formate vorgesehen (ein vorläufiges Sche­ma der Struktur des Germanistentags findet sich unten auf S. 7):

  • Panels von 120 Minuten, in denen sich Vorträge und Diskussionsphasen abwechseln kön­nen. Besonders erwünscht sind Panels, in deren Organisationsteams sich fachwis­sen­schaftlich mit fachdidaktisch und/oder schulpraktisch arbeitenden Expertinnen und Experten zusammenfinden.
  • Workshops von 120 Minuten, in denen gemeinsam in einem thematischen Rahmen pra­xisorientiert gearbeitet wird, z.B. Unterrichtsmaterialien kritisch betrachtet, modi­fi­ziert und/oder neu erarbeitet werden oder Arbeitshypothesen diskutiert werden.

Die Zusammenstellung des Programms für den 26. Deutschen Germanistentag in Saarbrücken fin­det in zwei Stufen statt:

I.   Mit dem vorliegenden Aufruf laden Fachverband Deutsch und Gesellschaft für Hochschul­ger­manistik im DGV alle Germanistinnen und Germanisten (ob in Schule, Universität oder in sonstigen Bereichen tätig) ein, an der thematischen Ausgestaltung des Germanistentags mit­zuwirken. Es können eingereicht werden:

  • Vorschläge zur Organisation und Leitung eines Panels/Workshops mit Nennung von The­ma und geplanter Arbeitsform;
  • bereits vollständig ausgearbeitete und mit Re­ferentinnen und Referenten gefüllte Pa­nels bzw. Workshops.

Ggf. können mehrere thematisch aufeinander aufbauende Panels vorgeschlagen werden.

Exposés für Panels und Workshops (max. 1 Seite, Times New Roman 12, 1,5 Zeilen Ab­stand), die (soweit bereits möglich) auch Namen und E-Mail-Adressen der Referentin­nen und Referenten nennen und Vorschläge für den geplanten Zeitablauf der 120 Minuten ent­halten, werden in elektronischer Form (PDF) erbeten an info@germanistenverband.de. Bitte geben Sie im Betreff ‚Vorschlag Germanistentag 2019‘ sowie den Themenschwer­punkt an, zu dem Sie das Panel bzw. den Workshop planen. Einsendeschluss ist der

15. April 2018.

Die Bekanntgabe der angenommenen Panels erfolgt im Mai 2018 per E-Mail durch den ge­mein­samen Vorstand von Fachverband Deutsch und Gesellschaft für Hochschulgermanistik im DGV.

II.  Als zweite Stufe wird Anfang Juni 2018 für die angenommenen, aber noch nicht gefüllten Pa­nel-/Workshopvorschläge ein weiterer Aufruf versandt (Einsendeschluss 15. Juli 2018). Mit dessen Hilfe werden bis zum September 2018 in Zusammenarbeit von DGV-Vorstand und denjenigen, die die Vorschläge für die jeweiligen Panel-/Workshops eingereicht haben, Vor­tragende für die noch nicht gefüllten Panels bzw. Mitwirkende für die Workshops ein­ge­worben.

Das Programm des Germanistentags in Saarbrücken soll im Oktober 2018 feststehen, damit der DGV rechtzeitig Finanzierungsanträge für die Reisekosten der nicht in Deutschland tätigen Re­ferentinnen und Referenten stellen kann und Kolleginnen und Kollegen aus den Schulen die Möglichkeit haben, sich frühzeitig freistellen zu lassen. Das Programm des Germanisten­tags wird auf der Homepage des DGV sowie in den ‚Mitteilungen des Deutschen Germanisten­ver­bandes‘ (Heft 1/2019) veröffentlicht.

Der DGV ruft nachdrücklich Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zur Teilnah­me am Germanistentag in Saarbrücken auf und fördert diese Teilnehmergruppe mit insgesamt 20 Stipendien in Höhe von je 500,- €. Voraussetzung für die Gewährung eines Stipendiums ist ne­ben der Präsentation eines Vortrags oder der Organisation eines Panels/Workshops auf dem Germanistentag die Mitgliedschaft im DGV (Letzteres gilt nur für Bewerberinnen und Be­wer­ber aus Deutschland; Beitrittsformulare unter www.hochschulgermanistik.de/mitglied-werden.html). Zur Bewerbung für ein Stipendium erbitten wir ein formloses Bewerbungs­schrei­ben an die Geschäftsstelle des DGV (info@germanistenverband.de) mit wissenschaftli­chem Lebenslauf und dem Thema Ihres Vortrags, Panels oder Workshops beim Germanisten­tag 2019. Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten erfolgt auf der Basis der bis zum 1. September 2018 eingegangenen Bewerbungen. Ein Rechtsanspruch besteht nicht.

 

Der Saarbrücker Germanistentag bildet den Rahmen für den 4. Saarländischen Deutschlehrer­tag des Jahres 2019.

 

Informationen zur Anmeldung, zu Unterkunftsmöglichkeiten sowie Nachrichten zum Pro­gramm und zu weiteren organisatorischen Themen finden Sie in Kürze auf der Website des DGV (www.germanistenverband.de).

 

II. Das Thema ‚Zeit‘

 

Die folgenden vier Themenbereiche skizzieren unterschiedliche Perspektiven auf das Thema ‚Zeit‘ – im Bewusstsein, dass sie Überschneidungen aufweisen und manche Forschungsgegen­stände durchaus unterschiedlich verortet werden könnten. Die Einteilung in Bereiche markiert des­halb Fragestellungen, die die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Phänomenen in den einzelnen Panels leiten sollen. Willkommen sind auch komparatistische, gattungs- und me­dienvergleichende oder interdisziplinäre Zugänge sowie Panel-/Workshopvorschläge, die das Thema ‚Zeit‘ aus Blickwinkeln betrachten, die in diesem Aufruf nicht bereits antizipiert sind.

 

Themenbereich 1: Theorien und Konzepte von Zeit

Die Frage, was Zeit sei, wurde und wird in historischen Epochen, verschiedenen Kulturräumen und aus dem Blickwinkel einzelner Disziplinen und Weltanschauungen je unterschiedlich be­ant­wortet. Setzen Naturwissenschaften, Geschichtswissenschaft, Philosophie, Theologie, So­zio­logie oder Psychologie bereits je vielfältige Zeitkonzepte an, so interferieren diese wieder­um mit ästhetischen Formen von Zeitdarstellung und -reflexion. Die aktuell intensiv unter­such­ten ‚Ästhetischen Eigenzeiten‘ sind aber auch ihrerseits für die begrenzte Gültigkeit des Kon­zepts der Alltagszeit und für komplexe Prozesse im Zusammenhang mit der Generierung von Zeitbewusstsein charakteristisch.

Die Panels des ersten Themenbereiches können artikulierte und explizit reflektierte The­orien und Konzepte von Zeit in den Blick nehmen (lineare, zyklische, chronologische, achro­nologische, polychrone, isochrone, teleologische etc.), die Modellhaftigkeit von Begrif­fen wie ‚Ewigkeit‘, ‚Vergänglichkeit‘, ‚Simultaneität‘, ‚Reversibilität‘, ‚Kontinuität‘ untersuchen oder sich mit literatur-, medien- oder sprachwissenschaftlichen Anknüpfungen an Theorien und Diskurse auseinandersetzen (in Anschluss an z.B. Augustinus, Heidegger, Genette, Ricœur, De­leuze).

Auch in pädagogisch-didaktischen Kontexten stehen oftmals Zeitkonzepte im Zentrum, et­wa Zeitadaptivität, Zeitpassung und Zeiteffizienz: Individualisierung und Kompetenzorien­tie­rung erfordern prinzipiell eine Anpassung des Lernprozesses an das individuelle Arbeits­tem­po der Lernenden. Entsprechende Postulate haben jedoch sowohl organisatorisch (u.a. Stun­denbudget für den Deutschunterricht in den Schulen, Debatten um G 8/G 9) als auch prag­matisch Konsequenzen: Lernen in zeitlich fixierten Stufenmodellen (mit 45-Minuten-Rhyth­men) konkurriert mit reformpädagogisch orientierten Konzepten wie freier Zeit oder in­di­vidueller Lernzeit. Damit verknüpft werden können einerseits Fragen nach der Zeitgemäß­heit von didaktischen Auswahlkategorien (z.B. Gegenwartsliteratur im Deutschunterricht) und di­daktischen Konzepten (z.B. funktionaler, integrativer oder situativer Grammatikunterricht), an­dererseits Fragen nach dem kognitiven Vermögen der Lernenden (u.a. zu empirisch mess­ba­ren Dimensionen wie Leseflüssigkeit und Leseverstehen, ferner zu Konzepten wie Tempus­erwerb im Kontext des Spracherwerbs).

 

Themenbereich 2: Repräsentationen von Zeit

Der zweite Themenbereich fragt nach Repräsentationen von Zeit und damit auch nach der Re­lationalität, in der sprachlich geäußerte Zeit immer steht. Gemeint sind dabei jedoch weder Kon­zepte oder Theorien von Zeit (Themenbereich 1) noch explizite Thematisierungen von Zeit in literarischen und anderen Kunstwerken (Themenbereich 4). Die grundlegende Fragestel­lung dieses Bereichs ist vielmehr, auf welche Weise Zeit und Zeitlichkeit in Kommunikations­si­tuationen, in Literatur, Film und anderen Künsten medien- und gattungsspezifisch, aber auch in ihrer genuinen Sprachlichkeit zur Erscheinung kommen, inszeniert und konstruiert werden.

Hierhin fallen erzähl- und tempustheoretische Fragestellungen, die sich z.B. mit dem Ver­hältnis von erzählter Zeit und Erzählzeit, mit Phänomenen wie Pro- und Analepse, ordo na­turalis/artificialis u.ä. auseinandersetzen, in der Epik bzw. im Roman und in der (Auto-)Bio­gra­phie, im Film, aber auch in anderen einschlägigen (ggf. auch interaktiven) Medien und Gat­tun­gen. Bei Lyrik und Lieddichtung stellen sich Fragen nach einer gattungsspezifisch ‚lyrischen‘ Zeit­lichkeit (z.B. im Verhältnis von struktureller Rekursivität und inhaltlichem Verlauf), nach der Simulation von Präsenz (auch bezogen auf die Aufführung, etwa bei mittelalterlicher Lyrik und aktuellem Poetry Slam), nach Möglichkeiten der Kodierung von Zeit in Metrik und Rhyth­mus. Im Drama bzw. im Theater finden hier etwa Fragen nach dramatischer Zeitlichkeit einen Platz, aber auch nach der Rolle von Zeit und Zeitlichkeit in Ereignissen und Aufführung, d.h. Fragen der Performanz.

Aus sprachwissenschaftlicher und sprachdidaktischer Perspektive sind in diesem The­men­bereich Diskussionen über Zeit und Zeitlichkeit als grammatische und/oder lexikalische Ka­tegorien denkbar, sei es etwa in sprachkontrastiver, spracherwerbstheoretischer oder ex­pli­zit sprachkultureller Betrachtung, aber auch in ihrer Modellierung und Konzeptualisierung in Lehr- und Lernmedien. Fruchtbar könnten auch Fragen nach Zeit und Zeitlichkeit in der sprach­lichen Performanz sein, etwa in der Prosodie bzw. sequenziellen Phrasierung, aber auch beim Sprechen, Gebärden, Lesen und Schreiben in Abhängigkeit von ihrer Materialität und Me­dialität.

 

Themenbereich 3: Zeit als historische Kategorie

Der dritte Themenbereich behandelt Sprach- und Literaturgeschichte, indem er sprachliche und li­terarische Phänomene in ihrer zeitlichen Entwicklung sowie deren Vermittlung ins Zentrum stellt. Es geht somit um Erscheinungen evolutiver Variations- und Selektionsprozesse, des Wan­dels, der Innovation. Die Betrachtung von Phänomenen in der Zeit ist auf die Dimension ‚vor­her/nachher‘ gerichtet und damit auf Zeiträume. Gegenstände wie Weltchroniken, histo­ri­sche Romane und Filme oder Science-Fiction und Zeitreisen könnten diesem Themenschwer­punkt zugerechnet werden, sofern sie distinkte, als abgeschlossen dargestellte Zeiträume the­ma­tisieren: Mit welchen Mitteln evozieren die verschiedenen Medien ein Bewusstsein von der Alterität vergangener und zukünftiger Zeiträume? Und welche Möglichkeiten bieten die Me­tho­den der Digital Humanities, ‚Wandel‘ zu visualisieren?

Bezogen auf die Literatur und andere Medien lassen sich im Rahmen dieses Themen­schwer­punkts Theorien der Innovation, des Wandels und der Veränderung beschreiben und ana­lysieren – zum einen mit Blick auf die zeitgenössische Wahrnehmung von Veränderung, zum anderen mit Blick auf deren nachträgliche Bewertungen. Auch Fragen nach Epochenein­tei­lungen sowie ihren heuristischen Chancen wie Problemen können hier aufgegriffen wer­den.

Weitere Ansätze bieten sich in diesem Schwerpunkt außerdem in Hinblick auf Sprach­wan­deltheorien an. Sprachgeschichte lässt sich in der Perspektive des Schwerpunkts als Text­sor­ten- und/oder Diskursgeschichte begreifen. Denn Sprechen ereignet sich in Form sprachli­chen Handelns immer schon in spezifischen Kontexten, die wiederum einen Diskursbezug auf­wei­sen. Sprachwandel (sowohl auf formaler als auch auf semantischer und pragmatischer Ebe­ne) muss demzufolge als diskursiv begründeter bzw. diskursiv hervorgebrachter Wandel be­trachtet werden. Zudem kann gezeigt werden, wie dieser sich in unterschiedlichen Textsor­ten manifestiert.

In Hinblick auf den Deutschunterricht lassen sich Aspekte des Sprachwandels für den Kom­petenzbereich ‚Sprache und Sprachgebrauch reflektieren‘ aufgreifen. Bezogen auf den Kom­petenzbereich ‚Sich mit Texten und Medien auseinandersetzen‘ könnte das für den schu­li­schen Literaturunterricht wesentliche Spannungsverhältnis von notwendigem historischem Orien­tierungswissen und der kritischen Problematisierung literaturwissenschaftlicher Epo­chen­begriffe reflektiert werden.

 

Themenbereich 4: Zeit als Thema und Motiv

„Kann man die Zeit erzählen“ – so fragt der Erzähler in Thomas Manns Zauberberg –, „diese selbst, an und für sich?“ Feststehen dürfte, dass im Lauf der Literaturgeschichte immer wieder ver­sucht wurde, von der Zeit zu erzählen, und zwar in Werken, die sowohl für die wissen­schaft­liche Forschung als auch für den Deutschunterricht relevant sind – sei es in Genres wie Chro­niken, dem Zeitroman, dem Zeitstück, der Science-Fiction oder dem historischen Roman, in Texten über die Schöpfung der Welt, in mittelalterlichen Dichtungen vom Weltende oder der vanitas-Dichtung des Barock. Auch Feuilleton und Essayistik lenken die Aufmerksamkeit im­mer wieder explizit auf das Thema Zeit, u.a. wenn sie in kritischer Perspektive die Verände­run­gen der Zeitwahrnehmung unter den Bedingungen digitaler Beschleunigung diskutieren. Bei der Thematisierung von Zeit handelt es sich somit um ein sowohl transhistorisches als auch transgenerisches und transmediales Phänomen.

Experimentell und spielerisch wird Zeit zum Motiv und Gegenstand in Romanen, Fil­men sowie dramatischen und lyrischen Texten, welche die Zeit personifizieren oder Zeit impli­zie­rende Objekte wie z.B. Kalender oder Zeitmessgeräte auf symbolischer, allegorischer oder me­taphorischer Ebene einsetzen. Des Weiteren ist in der Literatur das Motiv der Zeitlichkeit mensch­lichen Lebens eng verbunden mit Gedächtnis und Erinnerung – kollektiver wie indivi­duel­ler Art – und spielt in dieser Verbindung etwa in Biographien, Tagebüchern und Blogs, aber auch bereits in frühneuzeitlichen Leichenpredigten eine Rolle.

Darüber hinaus können Thematisierungen von Zeit jeweils spezifische Funktionen bzw. Eigen­schaften von Literatur markieren: Die Verortung einer Handlung in unbestimmter Zeit (‚Es war einmal‘) kann etwa als ein Fiktionalitätssignal fungieren. Selbstreferenziell wird das The­ma ‚Zeit‘ dagegen, wenn Paratexte die Kurzweil oder Muße programmatisch zu einem Ziel der ästhetischen Erfahrung erklären, so dass Literatur und Kunst zu einer Kulturtechnik des Zeit­managements zu werden scheinen. Literatur und mit ihr verwandte Künste verweisen so in verschiedenster Weise auf die gesellschaftliche Relevanz von Zeit.


Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Johannes Schmidt] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu

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