KONF: "KONTROVERS: Literaturdidaktik meets Literaturwissenschaft", Bremen (08.03. - 09.03.2018)

Meike Hethey's picture

Literatur lesen! Literatur lesen lehren! Literatur leben!

Literatur als Erfahrung, als Hörerlebnis, als Kompetenzfeld oder als theoretischer Gegenstand: Zwischen Königs-Erläuterungen und Textdekonstruktion sind die Analyse und Rezeption literarischer Texte ein umkämpftes Terrain von Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik in der Schule, in der Hochschule und in der literarischen Öffentlichkeit. Schon die Definition dessen, was Literatur ist, ist eine Herausforderung und eine Bestimmung, was man mit ihr zu tun und zu lassen hat, ist nicht einfacher. Auch wenn es einige Schnittmengen gibt, so sind die Forschungsziele von Literaturwissenschaften und Literaturdidaktiken durchaus disparat. Angesichts des gemeinsamen Gegenstands wäre eine Verbindung der Disziplinen allerdings wünschenswert – diesem Desiderat widmet sich die Tagung KONTROVERS: Literaturdidaktik meets Literaturwissenschaft.

In einem inhaltlichen Dialog werden mögliche Ansätze zur gemeinsamen theoretischen Auseinandersetzung erarbeitet. Auf hochschuldidaktischer Ebene müssen neue Konzepte für eine stärkere Vernetzung geschaffen werden. Zu guter Letzt richten Fachwissenschaft und Didaktik den Blick gemeinsam auf die literarischen Praxisfelder.

Programm

Donnerstag, 8.3.2018

  • 15:00 Einführung, Projektteam Literaturvermittlung hoch3
  • 15:30 Keynote: Literaturen der Welt als gemeinsame Herausforderung für Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik,Margot Brink, Flensburg
  • 16:30 Kaffeepause

Fokus I: Fachwissenschaft und Fachdidaktik im Dialog

  • 17:00 ‚Literatur und Wissen’ in Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik, Gundhild Berg, Halle
  • 17:30 Lesen ist epistemisches Lernen. Ein theoretisches Plädoyer mit praktischem Beispiel, Dagmar Stöferle, Tübingen
  • 18:00 Weltliteratur im literaturwissenschaftlichen und literaturdidaktischen Diskurs, Thomas Hardtke, Weinstadt
  • 18.30 Ende des ersten Tages

Abendprogramm*

  • 20:00 Lesung und Diskussion mit Iris Radisch zu ihrem aktuellen Werk Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben (Rowohlt 2017) Iris Radisch, Moderation: Karen Struve und Meike Hethey

Freitag, 9.3.2018

  • 09:00 Neue Texte und Kommunikationsformen für den Fremdsprachenunterricht: Literatur und Literaturvermittlung im Zeitalter der Digitalisierung, Carola Surkamp, Göttingen
  • 09:30 Keynote: Common Grounds: Die Entwicklung interdisziplinärer Lehr- und Forschungsfelder zwischen Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik, Wolfgang Hallet, Gießen
  • 10:30 Kaffeepause

Fokus II: Hochschuldidaktische Perspektive

  • 11:00 LitPoP – Literaturportfolio zur Professionalisierung. Handlungsfähigkeit in der Literaturwissenschaft entwickeln, Kerstin Böhm & Wiebke von Bernstorff, Hildesheim
  • 11.30 Literaturtheorie für Lehramtsstudierende?! Eine Einladung zum kritischen Denken, Ellen Grünkemeier, Hannover

Fokus III: Praxisfelder

  • 12:00 Irish Memory Studies versus Zentralabitur -Ein innerer Dialog zwischen Literaturwissenschaft, Literaturdidaktik und Unterrichtspraxis, Jürgen Wehrmann, Oldenburg
  • 12.30 Literatur(v)ermittlung am Beispiel des Kurzromans ‘Cien metros’. Von der Produktiven Suche nach dem (literarischen) Sinn des baskischen Romans der Moderne, Benjamin Inal, Marburg
  • 13.00 Mittagspause
  • 14.30 Keynote: Die Schülerfirma ‘Living library’ – für eine lebendige Schulbibliothek am Max-Planck-Gymnasium, Delmenhorst, Erika Labinsky, Delmenhorst
  • 15:00 Englischsprachige Jugendbücher im und außerhalb des Englischunterrichts: Young Adult Fiction als empirischer Gegenstand der Literaturdidaktik, Frauke Matz & Dominik Rumlich, Münster
  • 15.30 Literarische Texte lesen und hören René Kegelmann, Hildesheim
  • 16:00 Kaffeepause
  • 16.30 “Klopstock! in 7 Minuten” – Das interaktive Literatur-Vermittlungsformat im Quedlinburger Klopstock-Haus als Angebot der Literaturvermittlung, der kulturpädagogischen Neuorientierung und der Kanon-Neuverhandlung, Laurenz Balzarek, Halle
  • 17.00 Literaturwissenschaftliche Grundlegung eines literaturdidaktischen Desiderats – zur Theorie des literarischen Lernens im Literaturmuseum, Sebastian Bernhardt, Braunschweig
  • 17:30 Abschlussstatement, Projektteam Literaturvermittlung hoch3

Programm und Anmeldunghttps://blogs.uni-bremen.de/literaturlesenvermitteln/

Kontakt: Helen Cornelius, helen.cornelius@uni-bremen.de

 

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Constanze Baum] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu