ANK: Workshop "Fluchtgeschichte(n): Interdisziplinäre Perspektiven auf Verbannung und Vertreibung um 1800", Bad Homburg (20.07. – 22.07.2023)

Frederike Middelhoff Discussion

Fluchtgeschichte(n)

Interdisziplinäre Perspektiven auf Verbannung und Vertreibung um 1800

 

Workshop am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Bad Homburg v.d.H. 

20.–22. Juli 2023

Organisation: Prof. Dr. Frederike Middelhoff, W1-Professur für Neuere Deutsche Literatur
mit dem Schwerpunkt Romantikforschung

 

Der Workshop zielt darauf ab, geschichts-, literatur- und kunstwissenschaftliche Theorien und Methoden für eine interdisziplinäre Erforschung von Flucht und Emigration um 1800 produktiv zu machen. Zentral soll es dabei um die Frage gehen, welchen Beitrag Fiktionalisierungen und Ästhetisierungen von Vertreibung und Verbannung im Zeitalter der Revolutionen leisten und welche Narrative, Bildprogramme, Topoi und Affektregime hier zu Geschichten der Flucht und Emigration verdichtet werden.
Der thematische Fokus der Workshopbeiträge liegt dabei auf ‚Verbannung‘ und ‚Vertreibung‘ im Kontext der Revolutionen im atlantischen Raum zwischen 1770 und 1820, deren rechtliche, diskursive, ästhetische und affektive Dimensionen es im Rahmen des Workshops für eine Geschichte der Flucht um 1800 zu eruieren gilt.

 

Programm

Donnerstag, 20.07.2023

14.00 Uhr

Begrüßung und Einführung (Frederike Middelhoff, Frankfurt a.M.)

14.30-15.30 Uhr

Steffan Davies (Bristol, UK):
Exilant, Weltbürger, deutscher Klassiker. Friedrich Schlegels „Georg Forster“ (1797)

Pause

16.00-17.00 Uhr

Stefanie Populorum (Wien/Brunswick, Rutgers):
Flucht, Fleiß, Fremde. Migrantische Ökonomien in Sophie von La Roches Erscheinungen am See Oneida

Pause

17.30 Uhr

Friedemann Pestel (Freiburg):
Chateaubriand und das Zeitalter der Emigrationen (keynote)

Abendessen

 

Freitag, 21.07.2023

09.30-10.30 Uhr

Andreas Fahrmeir (Frankfurt a.M.):
Exilanten, Ausländische Freunde, Ausländische Feinde: Bilder von Migrant:innen in der Gesetzgebung um 1800


10.30-11.30 Uhr

Maha El Hissy (Berlin/München):
Dramatische Rückkehr, imaginierte Restauration: Johann Wolfgang von Goethes Die natürliche Tochter (1803)

Pause

12.00-13.00 Uhr

Till Breyer (Bochum):
Empfindsame Asylie: Konstellationen der Zuflucht um 1800

Mittagspause

14.15-15.15 Uhr

Hanna Hofmann (Aachen):
„Etwas Besseres als den Tod findest du überall.“ Märchen als Aufbruchs- und Migrationserzählungen zwischen Französischer Revolution und Deutscher Restauration

15.15-16.15 Uhr

Frederike Middelhoff (Frankfurt a.M.):
Narrative der Vertreibung. Zur Historiographie der Flucht in der literarischen Romantik

18:00   Führung durch das Deutsche Exil-Archiv (Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt)

 

Samstag, 22.07.2023

10.00-11.00 Uhr

Mechthild Fend (Frankfurt a.M.):
Der Fall Thomas Quant. Eine haarige Migrationsgeschichte zwischen Polen und Frankreich

11.00-12.00 Uhr

Tim Sommer (Passau):
Verschleppung, Flucht, Exil: Schwarze Autor:innen um 1800 im Spannungsfeld von fremd- und selbstbestimmter Migration

12.30 Uhr // Abschluss und Ausblick

Abreise

Eine begrenzte Zahl an Plätzen für externe Gäste stehen zur Verfügung. Bitte melden Sie sich bis zum 10.7.2023 für eine Teilnahme am Workshop an middelhoff@em.uni-frankfurt.de. Weitere Infos finden Sie unter https://romantikforschung.uni-frankfurt.de/fluchtgeschichten/


Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Johannes Schmidt] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu