CFP: Nachwuchstagung Peter Weiss, Internationale Peter Weiss Gesellschaft und Universität Paderborn (31.01.2023)

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Der Autor Peter Weiss gehört zu den bedeutendsten der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Seine avantgardistische Prosa, sein Revolutionsdrama Marat/Sade, sein Auschwitz-Drama Die Ermittlung, sein Engagement für die Befreiungsbewegungen der damals sogenannten Dritten Welt und nicht zuletzt sein Roman Die Ästhetik des Widerstands gehören zum inneren Kern des Kanons deutschsprachiger Nachkriegsliteratur.

Die Internationale Peter Weiss-Gesellschaft und das Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Paderborn veranstalten am 19. und 20.  Mai 2023 eine Tagung, auf der Nachwuchswissenschaftler_innen ihre aktuellen und innovativen Perspektiven zu Peter Weiss vorstellen und austauschen sollen. Erfahrene Wissenschaftler_innen werden dabei als Gesprächspartner zur Verfügung stehen. Es wird insbesondere auch um die Frage gehen, wie Peter Weiss aus neueren Perspektiven, etwa der Intermedialitätsforschung, der Inter- und Transkulturalitätsforschung sowie aus postkolonialer Perspektive oder anderen aktuellen politischen Fragestellungen und neu gelesen werden kann. Folgende Sektionen sind geplant:

  1. Neue politische Perspektiven auf das Werk von Peter Weiss: Wie sehen wir Peter Weiss im Kontext aktueller Debatten um Neoliberalismus, Globalisierung, Prekariat und Internationalismus?
  2. Das Gedächtnis der Shoah: Wie lässt sich das Werk von Peter Weiss im aktuellen Kontext dieser Debatte verorten?
  3. Intermediale Perspektiven: Wie lassen sich Literatur, bildende Kunst und Film aus heutiger Sicht im Werk von Peter Weiss in Verbindung bringen?
  4. Bezüge zu anderen Autor_innen und Künstler_innen: Diese wurden bisher nur punktuell erforscht, etwa in Bezug auf den Surrealismus und den Existenzialismus. Gibt es hier neue Erkenntnisse oder neue Perspektiven?
  5. Literaturdidaktische Perspektiven: Mit einigen Texten ist Peter Weiss im aktuellen Deutschunterricht vertreten, ohne dass bisher eine systematische literaturdidaktische Reflexion seines Werkes zu erkennen ist. Welche Ansätze lassen ich in diesem Bereich entwickeln?

Vorschläge für Vorträge (ca. 30 Minuten) erbitten wir mit einem Exposé (1 Seite) und kurzen Informationen über die Verfasser_innen bis zum 31. Januar 2023. Wir können eine Beteiligung an den Kosten für Mobilität und Aufenthalt anbieten. Angebote an Michael Hofmann (mhofmann@mail.upb.de), Lothar van Laak (lothar.van.laak@uni-paderborn.de) und Arnd Beise (arnd.beise@unifr.ch).

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Lukas Büsse] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu

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