CFP: Celan-Perspektiven 5 (2023): „Paul Celan in der Kunst der Gegenwart“ (30.01.2023)

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Die Celan-Perspektiven erscheinen jährlich seit 2019 und setzen sich zum Ziel, Diskussionen der internationalen Celanforschung aufzunehmen und anzuregen, künstlerische Formen der Celan-Rezeption abzubilden und Celans Nachwirkungen bis in die Gegenwartsliteratur zu verfolgen.

Die Auseinandersetzung mit dem Leben und Werk Paul Celans erreicht in der bildenden Kunst der Gegenwart eine bemerkenswerte mediale, formale und konzeptuelle Vielfalt, die in Malerei und Grafik, Skulptur, Installations- und Konzept- bis in die Videokunst nachweisbar ist. Neben einer Vielzahl von Einzelausstellungen und -werken wurden dabei allein in den letzten Jahren auch einige ganz auf Paul Celan ausgerichtete Ausstellungen realisiert, etwa „Corona“ in der Brüsseler Dvir Gallery (2020) mit Arbeiten von Ariel Schlesinger, Douglas Gordon, Latifa Echakhch, Mircea Cantor, Mirosław Bałka und Sarah Ortmeyer, „Hommage an Paul Celan“ (2020) mit Arbeiten von Thomas Duttenhoefer, Alexander Polzin, Joseph Semah und Markus Daum oder die von Benjamin Kaufmann kuratierte Ausstellung „Sand aus den Uhren“ im Wiener Angewandte Innovation Laboratory (2016).

Anknüpfend an einen im März 2023 im Literarischen Colloquium Berlin stattfindenden Workshop, der bildende Künstler:innen nach der Bedeutung Celans für ihr Werk befragt, fokussieren die Celan-Perspektiven 5 (2023) diese Transfer­leistungen – sowohl mit Blick auf Einzelwerke und das Werk einzelner Künstler:innen als auch in komparatistischer Perspektive. Mögliche Fragen und Themenschwerpunkte könnten dabei etwa lauten:

  • Wie werden Leben und Werk Paul Celans in Einzelwerken und dem Oeuvre einzelner Künstler:innen verhandelt? Welche Werke oder Aspekte von Celans Leben werden Thema der bildenden Kunst und warum gerade diese?

  • Wie lassen sich die Prozesse medialen Transfers zwischen Celans Lyrik und verschiedenen Formen der Gegenwartskunst fassen? Lässt sich dieser mediale Transfer auch auf sprachliche Übersetzungsprozesse beziehen, die Celan selbst in seinem Werk thematisiert?

  • Was fügt die bildende Kunst der Gegenwart dem Werk Celans hinzu? Welche Aspekte seines Werks bleiben unberücksichtigt?

  • Inwiefern unterscheidet sich die produktive Rezeption Celans in der Kunst der Gegenwart von derjenigen im 20. Jahrhundert? Gibt es sich fortsetzende ästhetische Traditionen?

Wir bitten um Beitragsvorschläge mit kurzem Abstract (max. 500 Wörter) und Kurzbiographie bis zum 30.1.2023 an Diego León-Villagrá, d.leon-villagra@fu-berlin.de. Die Abgabe der fertigen Beiträge erbitten wir bis zum 30.7.2023.

 

PD Dr. Friederike Günther / Diego León-Villagrá, M.A.
Institut für deutsche und niederländische Philologie
Freie Universität Berlin
Habelschwerdter Allee 45
14195 Berlin


Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Johannes Schmidt] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu