KONF: Ausgabenvergleiche: Potenziale und Grenzen einer philologischen Vergleichspraktik, Workshop, SFB 1288/DLA Marbach (09.12.2022)

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Ausgabenvergleiche: Potenziale und Grenzen einer philologischen Vergleichspraktik

Workshop des SFB 1288 „Praktiken des Vergleichens“ (Universität Bielefeld) am Deutschen Literaturarchiv Marbach

veranstaltet von Sarah Nienhaus und Elisa Ronzheimer

Freitag, 09.12.2022

Im Zentrum des Workshops steht die philologische Vergleichspraktik des Ausgabenvergleichs. Leitend für die Veranstaltung ist die Annahme, dass es sich bei dieser weithin unreflektierten und methodologisch unterbelichteten Praktik mitnichten um eine rudimentäre philologische Tätigkeit handelt, sondern dass Ausgabenvergleiche aus äußerst voraussetzungsreichen Vergleichshandlungen bestehen, deren Vollzug und situative Einbettung konstitutiv sind für die epistemischen Objekte der Literaturwissenschaft. In einer Reihe methodologischer Inputs und in der Diskussion ausgewählter Archivalien wird diskutiert, was Ausgabenvergleiche leisten können und wo ihre Grenzen liegen. Der Austausch dient der Systematisierung philologischer Vergleichspraktiken, die Werkpolitiken, unterschiedliche Lektüremodi und Kanonisierungsprozesse mobilisieren.

Programm

09.00-09.15 Uhr Sarah Nienhaus & Elisa Ronzheimer (Universität Bielefeld): Begrüßung und Einführung

09.15-10.00 Uhr Gerrit Brüning (Goethe-Universität Frankfurt a.M.): Die erste Gesamtausgabe als textgeschichtlicher Wendepunkt: Goethes Vermischte Gedichte in den Schriften bei Göschen

10.00-10.45 Elisa Ronzheimer (Universität Bielefeld): „unverwelklicher Schrift gleich“? Hölderlin im Spiegel seiner Ausgaben

10.45-11.15 Uhr Kaffeepause

11.15-12.00 Uhr Anke Bosse (Universität Klagenfurt): Edition, Textgenese, Schreibprozesse

12.00-13.00 Mittagspause

13.00-13.45 Kristina Petzold (Universität Bielefeld): Der (zu) kleine Unterschied? Potenziale und Grenzen stilometrischer Verfahren beim Vergleichen von Ausgaben und Übersetzungen

13.45-14.30 Sarah Nienhaus (Universität Bielefeld): Die geteilte Ausgabe. Halldór Laxness’ Romane im Aufbau und Rowohlt Verlag

14.30-15.15 Helene Kraus (LMU München): Zu den Grenzen des Ausgabenvergleichs am Beispiel Charlotte von Schillers

15.15-15.45 Uhr Kaffeepause

15.45-16.45 Uhr Archivführung

16.45-18.00 Uhr Archivaliensichtung

18.00 Uhr Besprechung der Sichtungen

18.30 Uhr Abendessen

 

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Mark-Georg Dehrmann] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu