CFP: „Naturen/Kulturen“: Aktivismus und populäre Klimakulturen, Universität des Saarlandes (19.01.2023)

Lara-Marie Leopoldt's picture
Prof. Dr. Gabriele Dürbeck und Dr. Simon Probst
 
Panel-Vorschlag in Kooperation mit der KWG-Sektion „Naturen/Kulturen“:
Aktivismus und populäre Klimakulturen
für die 8. Jahrestagung der KWG „Populäre Kulturen / Popular Cultures“
Universität des Saarlandes, 27.-30.09.2023
 
Seit 2019 haben die Proteste von Fridays For Future weltweit Millionen von Menschen mobilisiert und zunehmende Extremwettereignisse haben die Klimakrise sogar in Deutschland zu einer konkret erfahrbaren und sozial relevanten Wirklichkeit gemacht. Damit ist der menschengemachte Klimawandel aus den Nischen der mit ihm beschäftigen Professionen und umweltbewusster Bürger*innen herausgetreten und endgültig zu einem ‚Breitenthema‘ geworden. Die Popularisierung der Klimakrise als eines öffentlichen Themas ist eng verknüpft mit der medialen Kommunikation von und über Klimaaktivist*innen. So ist Greta Thunberg nicht nur als „Time’s Person of the Year“ längst eine internationale Ikone, auch auf dem deutschen Buchmarkt sind ihre Reden Beststeller, von Biographien bis zu Comics werden Bücher über sie angeboten. Auch Louisa Neubauer, die ‚deutsche Greta‘, ist in den letzten Jahren multimedial präsent gewesen (Twitter, Talkshows, Zeitungen) und spricht in ihrem Podcast 1,5° mit Vertretern deutscher Popkultur, von Bela B über Carolin Kebekus bis zu Rezo. Nachdem die öffentliche Wahrnehmung von Klimaaktivst*innen in Bezug auf Fridays for Future lange wohlwollend war, hat sich das mit den Aktionen der Letzten Generation und Extinction Rebellion (Blockaden von Autobahnen, Festkleben an berühmten Gemälden) geändert. Vor diesem Hintergrund lädt das Panel dazu ein, die populären Erzählungen von und über Klimaaktivist*innen sowie deren Entwicklungen in den letzten Jahren intermedial zu untersuchen.
Beiträge könnten sich z.B. mit folgenden Fragen beschäftigen:
  • Wie wird in unterschiedlichen Medien von und über Klimaaktivist*innen erzählt?
  • Wie unterscheiden sich diese Erzählungen in Bezug auf die unterschiedlichen Gruppen: Fridays for Future, Extinction Rebellion, Ende Gelände, Letzte Generation – und wie haben sich diese in den letzten Jahren entwickelt?
  • Wie inszenieren sich Klimaaktivist*innen in unterschiedlichen Medien (Zeitungen, Twitter, Tik Tok, Instagram, Podcasts, Talkshows, Bücher, Filme)?
  • Wie unterscheiden sich die Protest- und Klimakulturen der unterschiedlichen Gruppierungen (Protestformen, Lieder, Plakate, Sprechchöre, Kostüme) und wo ähneln sie sich?
  • Welche Bezüge zu Popkultur (Literatur, Musik, Sport, Film, Gemälde u.a.) stellen Aktivist*innen selbst her?

 

 
Das Abstract sollte nicht mehr als 250 Wörter umfassen. Vorschläge erbitten wir bis zum 19.01.2023 an die beiden Organisatorinnen: Gabriele Dürbeck (gabriele.duerbeck@uni-vechta.de) und Simon Probst (simon.probst@uni-vechta.de).
Alle Vortragenden müssen Mitglied der KWG (https://kwg-ev.org/mitgliedschaft/) sein sein.

Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Nils Gelker] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu