KONF: „Bewegung“ um 1900: Literarisch – Ästhetisch – Anthropologisch | Leipzig (10.-12.11.2022)

Torsten Hoffmann Discussion

Als der Soziologe Georg Simmel im Jahr 1900 vom „absoluten Bewegungscharakter der Welt“ sprach, formulierte er eine Tendenz, die in den technischen und sozialen Beschleunigungslogiken der Moderne ebenso zum Ausdruck kam wie in ästhetischen Formaten, die sich zwischen 1870 und 1930 fundamental wandelten. Der Tagung liegt vor diesem Hintergrund ein doppelts Erkenntnisinteresse zugrunde. Zum einen fragt sie danach, wie sich Bewegung um 1900 in literarischen Texten realisiert, wie sie also formensprachlich integriert, organisiert und übersetzt wird. Zum anderen richtet sie den Fokus auf die unmittelbare Darstellung von Bewegung, von bewegungsaffinen, bewegungsnahen und bewegungsrelevanten Themen, Motiven und Sujets. Als der Soziologe Georg Simmel im Jahr 1900 vom „absoluten Bewegungscharakter der Welt“ sprach, formulierte er eine Tendenz, die in den technischen und sozialen Beschleunigungslogiken der Moderne ebenso zum Ausdruck kam wie in ästhetischen Formaten, die sich zwischen 1870 und 1930 fundamental wandelten. Der Tagung liegt vor diesem Hintergrund ein doppelts Erkenntnisinteresse zugrunde. Zum einen fragt sie danach, wie sich Bewegung um 1900 in literarischen Texten realisiert, wie sie also formensprachlich integriert, organisiert und übersetzt wird. Zum anderen richtet sie den Fokus auf die unmittelbare Darstellung von Bewegung, von bewegungsaffinen, bewegungsnahen und bewegungsrelevanten Themen, Motiven und Sujets.

Programm

Donnerstag, 10. November

14.00 Eröffnung der Tagung: Dirk Oschmann / Thomas Schmidt

14.30 Prof. Dr. Gabriele Klein (Hamburg): Mobil-Machungen. Bewegungskonzepte um 1900.

15.20 PD Dr. Antonia Eder (Karlsruhe): Sprachabbruch als Bewegungszunahme. Dramatische Text- und Körperdynamiken um 1900.

16.10 Kaffeepause

16.40 Dr. Nina Tolksdorf (Berlin): Rhetoriken der Bewegung in den Texten der Pantomime um 1900.

 

Freitag, 11. November

09.45 Prof. Dr. Torsten Hoffmann (Stuttgart): „Gehen ist alles in der Kunst“. Bewegung als ästhetisches und anthropologisches Leitmotiv in Rilkes Neuen Gedichten.

10.35 Dr. Jan Urbich (Leipzig): Poetische Bewegung des Begriffs. Rilkes Logik des Grundes.

11.25 Kaffeepause

11.45 Prof. Dr. Alexander Honold (Basel): Traumarbeit zu Pferde. Hofmannsthals Reitergeschichte.

12.35 Mittagspause

14.00 Prof. Dr. Thomas Schmidt (Marbach): „Wer niemals träumte per Pedal“. Literatur und Radfahren um 1900.

14.50 Prof. Dr. Andrea Polaschegg (Bonn): Paragone in motion. Das neue Versprechen der Transitorik im Wettstreit der Künste um 1900.

15.40 Kaffeepause

16.10 Prof. Dr. Anne Fuchs (Dublin): „Ich sprang mehr, als dass ich lief.“ Walsers Poetik der Mobilität in der Bieler Prosa.

17.00 Eva Haude (Leipzig /Zürich): Wege und Bewegungsmuster in Kafkas Kleiner Fabel.

 

Samstag, 12. November

09.00 Prof. Dr. Sabine Schneider (Zürich): Bewegungsmuster in der Stadtliteratur.

09.50 Prof. Dr. Anne Fleig (Berlin): Berliner Töne – Polyphonie und die Bewegungen der Moderne.

10.40 Kaffeepause

11.10 Prof. Dr. Dirk Oschmann (Leipzig): „Sekunde durch Hirn“. Formen narrativer Beschleunigung in expressionisti­scher Kurzprosa.

12.00 Schlussdiskussion / Ende der Tagung

 

Die öffentliche Tagung findet im Vortragssaal der Bibliotheca Albertina statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Es gelten die zum Zeitpunkt der Tagung aktuellen Corona-Regeln.

Organisation: Prof. Dr. Dirk Oschmann (Leipzig), Prof. Dr. Thomas Schmidt (Marbach a.N. / Heidelberg), Prof. Dr. Torsten Hoffmann (Stuttgart)

Kontakt: dirk.oschmann@uni-leipzig.de

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Lukas Büsse] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu