ANK: Intermediale Forschungsplattform zu Werner Kofler online

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Die Werner-Kofler-Forschungsplattform

Mit der Website www.wernerkofler.at wird das Werk des scharfzüngigen Satirikers und großen Sprachkünstlers Werner Kofler (1947–2011) mit einer Online-Forschungsplattform erschlossen, die in ihrer Dichte und Breite sowie Intermedialität neue Wege in der Präsentation literaturwissenschaftlicher Methoden geht. Die Plattform, der ein vom FWF gefördertes Projekt zugrunde liegt, bietet Kommentare zu sämtlichen in der Werkausgabe versammelten Hörspielen und Buchpublikationen und macht damit all jene Stellen verständlich, die für heutige Lesende erklärungsbedürftig sein könnten.

Dem Projektteam ist es gelungen, 15 der 24 produzierten Hörspiele Koflers der Forschung mit Audioplayer zugänglich zu machen: Für eine Hörspielforschung, die sich vom gedruckten Hörspieltext emanzipieren und die akustischen und auditiver Phänomene in den Mittelpunkt rücken will und bisher mit der restriktiven Rechtepraxis der Rundfunkanstalten umgehen musste, ist das ein Energieschub. Hinzu kommt, dass auch der Film „Im Museum“ (1993), den Kofler als Regisseur und Drehbuchautor realisierte, auf der Plattform gezeigt werden kann – und damit eine weitere intermediale Dimension hinzufügt. Damit kann die enge Vernetzung des Kofler’schen Werks über Gattungsgrenzen hinweg aufgezeigt werden.

Zwei Hörspiele präsentiert die Plattform als digitale Hörspieledition: Damit wird es möglich, das Typoskript des Autors (das zugleich in leserfreundlicher Transkription dargeboten wird) der akustischen Realisierung des Hörspiels gegenüberzustellen. Die beiden Hörspielproduktionen sind als Audiodatei anhörbar und als Renotat, als Abschrift der Produktion, lesbar.

Die Qualität von Koflers Werk, eine umfassende Chronik und kritische Kommentierung der österreichischen Geschichte und Kulturgeschichte nach 1945 zu liefern, kann über einen interaktiven Zeitpfeil, der das Werk mit zeitgeschichtlichen Ereignissen zusammenführt, erschlossen werden. In drei spezifischen Landkarten führt die Plattform „Koflers Kärnten“, „Koflers Berge“ und „Koflers Wien“ vor Augen.

 

Werner-Kofler-Forschungsplattform

Eine Kooperation des Klagenfurter Robert-Musil-Instituts für Literaturforschung mit dem Austrian Center for Digital Humanities, Graz

Projektleitung: Dr. Wolfgang Straub

www.wernerkofler.at

 

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Constanze Baum] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu