ANK: Stefan Zweig Poetikvorlesung mit Sherko Fatah, Salzburg (2.-6.5.2022)

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Stefan Zweig Poetikvorlesung (2.-6. Mai 2022, Universität Salzburg)

SHERKO FATAH

Die Fremden sind wir. Über eine Literatur in Bewegung

Das Schreiben von Literatur steht in der heutigen Zeit nicht mehr nur unter Anachronismusverdacht oder dem moralisch-politischen Druck auf Autorinnen und Autoren. Unversehens findet man sich schreibend in Debatten wieder, die nichts zu tun zu haben scheinen mit dem doch immer sehr persönlichen Antrieb zum Schreiben. In seiner Salzburger Poetikvorlesung zeichnet Sherko Fatah die Bewegungen seines Schreibens nach, um sich davon ausgehend einer „Literatur in Bewegung” zu verschreiben. Die erste Vorlesung handelt davon, wie in einem jungen Leser das Bedürfnis nach einer literarischen Welt entsteht, welche nicht nur größer, sondern tatsächlich auch unvertrauter ist als die vorfindliche. Die sich daran anschließende Frage nach dem Fremden und seiner sehr unterschiedlichen Gestaltung in der Literatur wird in der zweiten Vorlesung behandelt. Die dritte Vorlesung widmet sich der kulturellen Aneignung, allerdings im positiven Sinn als Ausgangspunkt literarischer Gestaltung.

 

VORLESUNGSTERMINE (Unipark, Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Salzburg)

Bewegung oder: Stillstand mindert die Wahrnehmung

Mo., 2. Mai 2022, 17.15 Uhr | HS Thomas Bernhard

 

Begegnung oder: Inwiefern ist das Fremde literaturwürdig?

Di., 3. Mai 2022, 17.15 Uhr | HS Anna Bahr-Mildenburg

 

Eros, Politik und Gewalt oder: Weisen kultureller Aneignung und die Frage nach der Identität

Do, 5. Mai 2022, 17.15 Uhr | HS Anna Bahr-Mildenburg

 

KONVERSATORIEN

Mi, 4. MAI 2022, 13 - 15 Uhr, Unipark FB Germanistik

Fr, 6. MAI 2022, 9 - 13 Uhr, Unipark FB Germanistik

 

LESUNG UND GESPRÄCH

SHERKO FATAH „Schwarzer September“

Moderation: Uta Degner & Clemens Peck

Mi., 4. Mai 2022 | 19.30 Uhr, Edmundsburg, Europa-Saal, Mönchsberg 2, Salzburg

 

Schwarzer September handelt vom vielleicht komplexesten Konflikt des zwanzigsten Jahrhunderts aus der Sicht von Protagonisten, die völlig unterschiedlichen Welten entstammen. Ihre Versuche, sich erotisch, ideologisch und realpolitisch einander zu bemächtigen, führt jeden von ihnen in ein Labyrinth von Entscheidungen, deren Folgen sie nicht überschauen können. Der Roman „Schwarzer September“ stellt den zweiten Band einer nur locker verbundenen Trilogie dar, welche mit Ein weißes Land begann und mit einem dritten, aktuell in Arbeit befindlichen Roman, abgeschlossen werden wird. Damit umfasst sie rund 100 Jahre des modernen Nahostkonfliktes.

 

Sherko Fatah

Sherko Fatah wurde 1964 in Ost-Berlin als Sohn eines irakischen Kurden und einer Deutschen geboren. Er wuchs in der DDR auf und übersiedelte 1975 mit seiner Familie via Wien nach West-Berlin. Er studierte Philosophie und Kunstgeschichte und lebt heute als Schriftsteller in Berlin. Für sein erzählerisches Werk hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt den Großen Kunstpreis Berlin der Akademie der Künste und den Adelbert-von-Chamisso-Preis 2015, außerdem den Aspekte-Literaturpreis für den Roman Im Grenzland (Jung und Jung Verlag, 2003). Er wurde mehrfach für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert (2008 mit Das dunkle Schiff im Jung und Jung Verlag, 2012 mit Ein weißes Land im Luchterhand Verlag) und stand mit Das dunkle Schiff auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2008. Zuletzt erschien der Roman Schwarzer September (2019, Luchterhand Verlag).

 

Veranstalter:
Universität Salzburg, Fachbereich Germanistik
Stefan Zweig Zentrum Salzburg
Salzburger Literaturforum Leselampe
 
Kontakt:
Fachbereich Germanistik, Universität Salzburg
UNIPARK Nonntal, Erzabt-Klotz-Str. 1
Clemens Peck | clemens.peck@sbg.ac.at
 

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Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Lukas Büsse] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu

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