KONF: Der »Leib der Zeit«. Zur Aktualität Erich Auerbachs, Köln (17.05. – 18.05.2022)

Ramona Rütt's picture

Tagung anlässlich der Gründung des Erich Auerbach Institute for Advanced Studies der Universität zu Köln | 17.–18. Mai 2022

In seiner Auftaktveranstaltung widmet sich das Erich Auerbach Institute for Advanced Studies der Aktualität seines Namensgebers Erich Auerbach. In seinem Essay »Romantik und Realismus« skizziert Erich Auerbach sein Verständnis von Wirklichkeit als »Erfahrung des Geistes der Welt aus ihrem lebendigen Leibe«. Es ist dieser eigentümliche Zug zur »konkreten Innerweltlichkeit«, zum Singulären, Materiellen und Besonderen, der Auerbachs Konzepte zu Reflexionsfiguren für die Literatur- und Kulturwissenschaften bis heute gemacht hat. Die Tagung macht es sich zur Aufgabe, dieser Spannung von Konkretem und Allgemeinen in Begriffen wie Mimesis, Figura, Realismus und Stil bei Auerbach nachzugehen und sie auf ihre Anschlüsse an aktuelle kulturwissenschaftliche Debatten zu befragen.

Ort: Alter Senatssaal, Hauptgebäude Universität zu Köln

Anmeldung bei Maximilian Kloppert, m.kloppert@uni-koeln.de.

 

Programm

Dienstag 17. Mai

09.30 Anja Lemke (Köln): Einführung
10.00 Rüdiger Campe (Yale): Passion und Passio. Geschichte und Kultur nach Auerbach

10.50 Kaffeepause

11.20 Matthias Bormuth (Oldenburg): Über Absicht und Methode. Der späte Auerbach
12.10 Marta Figlerowicz (Yale): Auerbach’s Hunger

13.00 Mittagspause

14.00 Ulrich von Bülow (Marbach): Erich Auerbach als Hegel-Leser 
14.50 Wolfram Nitsch (Köln): Barometrisches Erzählen. Auerbachs Auseinandersetzung mit Proust

15.40 Kaffeepause

16.10 Martin Vialon (Istanbul/Oldenburg): Erich Auerbachs Vico-Übersetzung (1924). Geschichtsphilosophische Hinterlassenschaft bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno
17.00 Jane O. Newman (Irvine): Auerbach’s Vico. Counter-Enlightenment and the Morphology of World Literature

Mittwoch 18. Mai

09.30 Niklaus Largier (Berkeley): Mit Auerbach lesen

10.20 Kaffeepause

10.50 Friedrich Balke (Bochum): Ansatzphänomene der Weltliteratur. Zur Verschränkung von close und distant reading bei Auerbach
11.40 Joachim Harst (Köln): Am Wendepunkt. Zur Geschichtlichkeit in/von Auerbachs ›Philologie der Weltliteratur‹

12.30 Mittagspause

13.30 Gesine Müller (Köln): Erich Auerbach und die Debatte um Weltliteratur in Zeiten der Post/Globalisierung. Lateinamerikanische Perspektiven
14.20 Nicolas Berg (Leipzig): Abschiede jüdischer Intellektueller von Europa. Zur Phänomenologie zerrissener Lebensgeschichten im New Yorker Exil

15.10 Kaffeepause

15.40 Béatrice Hendrich (Köln): Auerbachs Istanbul. Zeitgeschichtliche und politische Hintergründe einer schwierigen Beziehung

Moderation: Hanna Engelmeier (Essen), Maximilian Kloppert (Köln), Semra Mägele (Köln) und Martin Roussel (Köln)


Redaktion: Constanze Baum – Lukas Büsse – Mark-Georg Dehrmann – Nils Gelker – Markus Malo – Alexander Nebrig – Johannes Schmidt

Diese Ankündigung wurde von H-GERMANISTIK [Johannes Schmidt] betreut – editorial-germanistik@mail.h-net.msu.edu