TOC (German): Aus den Giftschränken des Kommunismus Methodische Fragen zum Umgang mit Überwachungsakten in Zentral- und Südosteuropa

Ralf Grabuschnig's picture

Florian Kührer-Wielach, Michaela Nowotnick (Hgg.)

Aus den Giftschränken des Kommunismus

Methodische Fragen zum Umgang mit Überwachungsakten in Zentral- und Südosteuropa

Regensburg 2018, Band 136, EUR 39,95

Reihe: Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München

 

Was sagen Überwachungsakten tatsächlich über die kommunistische Epoche und ihre Akteure aus? Lassen sich Opfer- und Täterrollen immer eindeutig zuordnen? Wo enden gesellschaftliche Aufarbeitung und Traumabewältigung? Wo beginnen Rachefeldzüge, wo entstehen neue Machtverhältnisse auf Basis des „Aktenwissens“? Der Band zieht eine Zwischenbilanz über die diesbezügliche Forschung zu kommunistischen Regimen in Zentral- und Südosteuropa (Deutschland, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn). Anhand von Untersuchungen zu ethnischen, religiösen und sozialen Minderheiten werden interdisziplinäre Lesarten von Geheimdienstakten und ihre Produktivität für die Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften diskutiert, ihre Aussagekraft hinterfragt und Möglichkeiten vorgestellt, das aus diesen Dokumenten gewonnene Wissen abzusichern.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Einführung

Grußworte

  • Roland Berbig
  • Matthias Weber
  • Björn Deicke

Länderberichte

  • Hubertus Knabe: Die Aufarbeitung des Kommunismus in Deutschland
  • Dragoş Petrescu: Dealing with the Securitate Files in PostCommunist Romania. Legal and Institutional Aspects
  • Peter Jašek: State Security Documents and their Role in the Process of Coming to Terms with the Totalitarian Past in Slovakia
  • Martin Pražák: Access to Fonds of the Security Services Archive, Archival Processing and Research Options for Minority Issues in the Czech Republic
  • Krisztián Ungváry: Der Umgang mit den Akten der Staatssicherheit und der kommunistischen Vergangenheit in der heutigen ungarischen Erinnerungspolitik

Akten auf dem Prüfstand –  Das Beispiel Securitate

  • Corneliu Pintilescu: The Production of the Securitate‘s “Truth”: Dealing with the Institutional Practices and Encapsulated Discourses of the Romanian Secret Police
  • Gabriel Andreescu: The Manipulation of the Political Police Archive – Why and How?
  • Stefan Sienerth: Zuverlässige literaturhistorische Informationsquelle oder bloßes Lügengespinst? Zur Authentizität der SecuritateAkten über rumäniendeutsche Schriftsteller
  • Corina L. Petrescu: Beim Lesen einer Akte: SecuritateUnterlagen als Geschichte und Geschichten
  • Laura G. Laza: Die Übersetzung als Mittel der Manipulation. Eine Analyse der Briefe aus dem Nachlass Wolf von Aichelburgs

Lesarten – Die Akte als Quelle

  • Matthias Braun: StasiAkten und Literaturgeschichtsschreibung
  • Ágnes Kiss: Censorship Revisited
  • Ágnes Tóth: Gesichtspunkte der Überwachung und überwachte Personen in einer multinationalen Gemeinde. Waschkut (ung. Vaskút) 1950–1957
  • Tomáš Vilímek: Keine Überraschung zulassen! Einige Bemerkungen zur staatssicherheitlichen Absicherung der Volkswahlen in der Tschechoslowakei in den 1970er und 1980er-Jahren
  • Georg Herbstritt: Von Verbündeten zu Gegnern? Die Beziehungen zwischen Stasi und Securitate in den Jahren 1950 bis 1989
  • Krisztina Slachta: Banalität der Bürokratie? Überwachung ungarndeutscher „Verwandtschaftsbesuche“. Eine Fallstudie: János Tófalvi
  • William Totok: Geschichtspolitische Beeinflussung des Auslands durch die Securitate
  • Stefano Bottoni: Between Constraint and Community Service. Transylvanian Intellectual Imre Mikó and the Securitate
  • Barbara Wallbraun: „Mein liebes kleines Ungeheuer!“ Berliner Lesben im Visier der Staatssicherheit. Ein Werkstattbericht
  • AndraOctavia Cioltan-Drăghiciu: Jugendliche im Visier der Securitate. Die Dokumentationsakten der kommunistischen Sicherheitsbehörde als historische Quelle

 

Akten literarisieren

  • Susanne Schädlich: Erinnere dich, erinnere uns

 

Autorinnen und Autoren

Herausgeberin und Herausgeber

Personenregister