CfP:„Deutsch-Asiatische Begegnungen in Krisenzeiten“ (XV. IVG Kongress, 20. bis 27.7.2025, Graz)

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XV. IVG-Kongress 2025: „Sprache und Literatur in Krisenzeiten – Herausforderungen, Aufgaben und Chancen der internationalen Germanistik“

Titel der Sektion * Deutsch-Asiatische Begegnungen in Krisenzeiten

Die Welt wird immer wieder von Krisen heimgesucht. Mit der wachsenden globalen Interkonnektivität entwickelt sich auch eine wachsende Fragmentierung der Beziehungen zwischen Völkern und Kulturen. Klimawandel, Corona-Pandemie, Migration und Kriege fordern derzeit die Staaten und ihre Gesellschaften heraus, für sich und zusammen mit anderen Antworten zu finden. Dabei können sie versuchen, aus der Bewältigung früherer Krisen zu lernen: Wie haben sich Krisen politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich oder kulturell auf Asien und deutschsprachige Länder und das Verhältnis zwischen ihnen ausgewirkt? Wie haben asiatische und deutschsprachige Länder Krisen gemeinsam oder gegensätzlich bewältigt?

Wir schlagen vor, eine Reihe asiatisch-deutscher Panels zu organisieren, in denen Krisenzeiten im Blick auf die deutsch-asiatischen Beziehungen aus historischer, literarischer und filmischer Perspektive behandelt werden. Wir wollen ins Bewusstsein rücken, dass Asien als geographischer Raum sowohl an Europa grenzt als auch sich bis zum Pazifischen Ozean ausdehnt. Krise ist eine Sache der Perspektive: Was für die eine Kultur Bereicherung und Entwicklung ist, könnte für eine andere Ausbeutung und Katastrophe bedeuten.

Das akademische Feld Asian-German Studies ist interdisziplinär und epochenübergreifend und spiegelt in dieser Hinsicht gegenwärtige akademische Trends wider. Nach der erfolgreichen Sektion von Asian-German Panels auf dem IVG-Kongress 2015 in Shanghai wollen die Organisatoren die Anerkennung und das öffentliche Bewusstsein von Asian German Studies kontinuierlich fördern, und Germanistik weiter in Verbindung mit asiatischen Schwerpunkten bringen. Die Bedeutung von Asien für das aktuelle Weltgeschehen ist enorm gewachsen. Asian German Studies befasst sich nicht nur mit Forschung in Bezug auf Ostasien, sondern auch mit allen asiatischen Regionen in Asien und im Pazifik.

In den Vorträgen können u.a. folgende Fragen angesprochen werden:

● Wie repräsentieren asiatische Werke die deutschsprachigen Länder in Krisenzeiten? Und wie werden asiatische Länder in deutschsprachigen Werken vergleichsweise dargestellt?

● Welche asiatisch-deutschen Themen interessieren SchriftstellerInnen/FilmemacherInnen/KünstlerInnen (asiatischer Herkunft) besonders? Welche neuen Themen stechen in den letzten Jahren besonders hervor?

● Welche Einflüsse haben die deutschsprachigen Länder auf Asien (in Bezug auf Verwaltung, Gerichtswesen, Medizin, Erziehung, Militär, etc.) und umgekehrt?

● Geschichte der Auswanderung von Asiaten in deutschsprachige Länder

● Wodurch ziehen asiatische Länder Deutsche/Österreicher/Schweizer an? Wie erlebten und erleben Deutsche/Österreicher/Schweizer Asien? Ändern sich die gegenseitigen Wahrnehmungen aufgrund der Globalisierung, und wie haben sich die asiatisch-deutschen Beziehungen in den letzten Jahren gewandelt?

Welche Rollen spielten deutschsprachige Autoren/Wissenschaftler/Forscher in der Geschichte des Kolonialismus in asiatischen Ländern bzw. Ländern des asiatisch-pazifischen Raums?

● Aktuelle Debatten über Objekte aus dem asiatisch-pazifischen Raum in den Sammlungen deutscher Museen.

Wenn Sie sich für diese Sektion interessieren, schicken Sie bitte Ihren Abstract (300 Wörter auf Deutsch) und einen kurzen Lebenslauf (auf Deutsch oder Englisch) bis zum 1. November 2022 an die drei OrganisatorInnen:

Qinna Shen (Bryn Mawr College, qshen@brynmawr.edu);

Yixu Lu (The University of Sydney, yixu.lu@sydney.edu.au);

Angus Nicholls (Queen Mary University of London, a.j.nicholls@qmul.ac.uk)

 

Mit freundlichen Grüßen,

Qinna, Yixu und Angus